Historische Beiträge

Der Weiler Kreut befand sich bis 1961 südlich der Straße von Neuburg nach Oberhausen im heutigen Naturschutzgebiet Kreut.Eine erste Bedeutung bekam die Gegend um das spätere Kreut in der Römerzeit.
Die Burgwald- bzw. Tillykaserne und der angrenzende Standortübungsplatz bestanden zwischen 1959 und 1994. Sie lagen überwiegend auf der Gemarkung der Gemeinde Oberhausen und sind deshalb Teil der Ortsgeschichte.
Die Ruine der Alten Burg liegt ca. 2,5 Kilometer östlich von Oberhausen. Sie ist umgeben von dichten Laub- und Nadelwäldern. Nach Norden hin bietet das Steilufer zur Donau einen natürlichen Schutz.
Auf der Anhöhe zwischen Ober- und Unterhausen, wenige Meter vom Verlauf der ehemaligen Bundesstraße 16 entfernt, steht das Denkmal für den hier in unmittelbarer Nähe am 27. Juni 1800 gefallenen französischen Soldaten ...
Eine Aufstellung der alten Hausnahmen von Oberhausen, Sinning und Unterhausen sowie deren heutige Anschrift.
Schon viele beschäftigten sich mit dem einzigartigen Rohstoff Bereits die Römer gewannen in der Umgebung Neuburgs an unbekannter Stelle Ton und vermutlich auch Kieselerde für die feuerfeste Auskleidung von Brennöfen, eventuell ...
Anfang der 80er Jahre – das genaue Jahr kann ich nicht mehr benennen – fuhr ein Bus mit Mitgliedern des Kreistages von der Sinninger Straße Richtung Sehensand und machte auf der Forststraße am Schimmelbogen halt.
Im Zuge des Neubaus der Bundesstraße 16 als Ortsumfahrung von Oberund Unterhausen – Erster Spatenstich am 14. Mai 2001, Verkehrsfreigabe am 30. Juli 2004 – wurden...
Am 27. Juni 2000 war der 200. Jahrestag des Gefechtes bei Oberhausen, bei dem sich verbündete bayerische und österreichische Truppen französische Einheiten gegenüber standen.
In Kreut hats auch so viel gespukt, hat immer mein Vater gesagt. Die Häuser stehen aber nimmer. Es war ...
Die Geschichte aller unserer Ortsteile reicht bis weit in das Mittelalter zurück. Lesen konnten in dieser Zeit nur Gebildete, und Schreiben war eine Kunst. Pergament, und später Papier, konnten sich nur Begüterte leisten.
Die Neuburger Rundschau schreibt am 26.08.1994: „Mit der Auflösung der Tilly- Kaserne gehen mehr als 200 Jahre Heeresgeschichte in der Ottheinrichstadt zu Ende“. 1769 wurde ein ganzes Regiment nach Neuburg verlegt...
Im Gemeindebereich von Oberhausen mit allen Ortsteilen stehen sieben Kapellen, die hier näher vorgestellt werden.
Ereignisliste 1214 - 2014
Epitaphe an der Friedhofswand bei der St.-Nikolaus-Pfarrkirche Ludwig Ried In der Zeit der Völkerwanderung trugen neu entstehende Ansiedlungen oftmals den Namen des Anführers einer Siedlergruppe. Das besonders bei den Ortsnamen mit der Endsilbe – ing und –ingen: Sinning = bei den Leuten des Sigino  oder Syno. Die ältesten Mitglieder der Sinninger Führungsfamilien benennen  sich nach ihrem Heimatort selbst: Sinningen, Suni(n)gen, Syningen. Als älteste Vertreter dieses Geschlechts, die zeitmäßig exakt zu erfassen sind,  werden in einer Urkunde  des Klosters St. Ulrich und Afra in Augsburg vom Jahre 1140 Wildericus und Kuonradus de Sunnigen genannt. 30 Jahre später ist in einer Urkunde des Klosters Indersdorf 1170 ein Helenbert von Sinningen bezeugt. 1238 tritt schließlich Friedrich von Sinningen als Zeuge auf, als Bertold III. von Graisbach eine Stiftung zu Ehren der Gottesmutter in Kaisheim macht. Noch im Jahre 1559 wirkt Jakob Sinninger als Probst in Neuburg. Gleichzeitig mit dem Geschlecht, das sich nach dem Ortsnamen Sinning benannte, finden sich im Dorfe in der Folge weitere Adelsgeschlechter, die hier Herrschaftsrechte ausüben: 1275 einEnglmar von Massenhausen zu Sünningen uf dem Berge,
1363 Berchtold Müllich von Sinning,
1390 Ulrich Leonberg.
1500 Jörg Reindl wird als Inhaber des Forstlehens zu Sinning genannt.
Das Dorf Sinning hat im 15.Jahrhundert zwei Adelssitze. Nach 1400  weisen bereits Epitaphe als steinerne Zeugen an der Friedhofsmauer auf ein neues Geschlecht der Sinninger Ortsadeligen hin. Es sind die Schönpüchl(er), die bis 1539 einen der beiden Adelssitze innehaben. Der älteste Epitaph berichtet von dem Tod der Margret Schönpüchler,die am 9.August 1422 hier auf dem Friedhof begraben worden ist: An(n)o D(omi)ni 1422
de(s) Sutgs (Sonntags) vor u(n)ser
Fraue(n)tag ist begraben Margret,
Hans Schönpüchlers Hausfrau,
(eine)  g(e)por(e)ne vo(n)
Pot(t)e(n)dorf
Sonntag vor dem Frauentag 
(15.08.1422 -> 09.08.1422). Woher dieSchönpüchlkommen,  ist nicht  mit Sicherheit zu sagen. Pfarrer Schilcher schreibt in seiner "Geschichte des Dorfes Sinning":Die einen sagen vom Schönbüchel , einem Holzteil auf einem Berge bei Sehensand, ein andrer: aus der Schweiz bei Appenzell. Ob sie nicht aus Schönpüchel bei Melk stammen? Die Frau Margret stammte von Pottendorf, einem Schlosse nicht weit von Wien. Der Grabstein des Hans Schönpüchler  von 1457 ist heute noch in der St.-Wolfgang-Kirche erhalten, die er in den Jahren 1430/40 erbauen ließ. Am 18.Juli 1506 wird der Adelssitz der Schönpüchl zu Sinning zur pfalz-neuburgischen Hofmark erhoben. Mit dem Tod der beiden BrüderHans(+ 1535) undSigmund von Schönpüchel zu Sinning (+1539) endet die Ära dieses Geschlechts in Sinning. Anno d(o)mi(n)1535 ja(h)r
am son(N)tag misericordiae starb der edel und vest
hans von schönpichel zu sinning
dem got(t) gena(d)
Anno dmi 1537 in martini
starb die edel und tugenthaft Fraw Margret von Schönpichel
eine geporne von demantstein.
D(er)G(ott) G(enad) Demantstein = Diemantstein
Gemeinde Bissingen, Landkreis Dillingen Sonntag misericordiae = 11.04.1435
An Martini = 11.11.1537 Anno d(omin)I 1539 starb
der edl und vest
Sigmundt von Schönpichel
zu Sining, der letzt seines  Geschlechts.
Darvor im (Jahr) 39 starb die edl tugendhaft Frau
Corona , Ain geporne Egkerin zu Oberpöring seine
Hausfrau,
den(en) Gott genad. Das Erbe der Schönpüchl geht nunmehr auf Nikolaus Erlbeck über, der Maria, die älteste Tochter des Sigmund Schönpüchl 1542 heiratet. Klaus Erlbeck und sein Sohn Otto sind treue Vasallen der Neuburger Pfalzgrafen und mit hohen Ämtern bedacht, damit sind sie in diesen Jahrzehnten auch überzeugte Anhänger der neuen evangelischen Lehre Luthers. Anno 1585 d(i)e 4 Januarii
starb der Edell (und) Vest
Cloß Erelweck  (Erlbeck) Hoffmarcksher(r) zu Sinning ---
1573 d(i)e 5 Januarii starb die Edell (und) Tugenhaft Fraw Maria Ain(e) geborne von Schönpichel
sein Haus Fraw dene (n) Gott Genad Psalm 39[Vers 5] Herr, lehre doch mich, daß ein End mit mir hat
und mein Leben ein Ziel hat, und ich darvon muß. Idem[Vers 8] Nun, Herr, weß soll ich mich trösten? Ich hoff auf Dich. Klaus Erlbeck verunglückt tödlich durch einen Sturz von der Treppe am 4. Januar 1585, sein Sohn Otto stirbt 1622 ohne männliche Erben. 1639 wird schließlich die Hofmark Sinning an Freiherrn Franz von Gise verkauft, der als neuburgischer Kanzler und Pfleger in Burgheim tätig ist. Er baut unter dem katholisch gewordenen Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm die St.-Wolfgang-Kirche wieder auf. Auf Franz von Gise geht auch der  Vorgängerbau des heutigen Sinninger Schlosses  als Wasserschloss im Unterdorf nach den Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg zurück. Ein Epitaph erinnert an die beiden verstorbenen Kinder des Franz von Gise Ignatius  und Anna Christina Constantia: Hier ruht Herr
Johannes Ignatius v. Giese
und dessen Schwester
Anna Christina
Constantia v. Giese,
die beede in ihrer Zarten Kindheit, dieß zeitlich Jammerthal mit
der ewigen Freud verwechselten.
So sich begeben
anno 1640 und 1643. Über die  beiden Söhne Philipp Constantin und Franz Wolfgang von Gise, beide ohne männliche Nachkommen, geht der Besitz dann an die Tochtersöhne Heinrich und Franz von Leoprechting über, die aber  ihren Besitz im gleichen Jahr 1721 an Wilhelm Adam und seinen Bruder Jakob Ignaz von Weveld verkaufen. Mit den Freiherren von Weveld und ihren Nachkommen führt  der Weg des Sinninger Ortsadels herauf bis in unsere Zeit. Fragment  eines Grabsteins,
bei dem noch die beiden Namen Erlbeck und Schönpüchl (vor 1600)
zu lesen waren. Das Lilienwappen gehört zur Familie Erlbeck.
Also wohl ein Allianzwappen der beiden Familien
Schönpüchl - Erlbeck Klaus Erlbeck (1513 – 1585)
heiratete 1542 Maria, die Tochter
des Sigmund Schönpüchl (+ 1539) Hier ligt begraben
der woll Ehr(same) Hochgelerte Herr
Johann Philipp Pramer
der hl. Teolo(giae) Pacalau(reus) vnd Pfarrherr allda
1676 Johann Philipp Pramer war
in den Jahren 1675 / 1676
Pfarrer in Sinning
Das Geheimnis der mittelalterlichen Wüstung auf dem Ulrichsberg bei Unterhausen
Entsstehung der Aufschüttung im Unterhauser Forst
Das Pappenheimer Urbar von 1214 Roland Holzmayr Die Reichsmarschälle von Pappenheim waren im Mittelalter wichtige Gefolgsleute der Kaiser. Heinrich von Kalden, ein Mitglied der Familie Pappenheim, erhielt 1197 von Kaiser Heinrich VI. Güter und Rechte über                                         - die Burg und das Amt Neuburg,                                         - die Herrschaft Rechberg, und                                         - die Herrschaft Pappenheim. Details darüber wurden später in einem Gesamtverzeichnis (Urbar) festgehalten. Dieses Urbar wurde erst 1925 aufgefunden und zwar in einer Abschrift von 1444. Die Abschrift wird von Wissenschaftlern für echt gehalten und das nicht mehr vorhandene Original auf die zweite Hälfte des Jahres 1214 datiert. Es ist in deutscher Sprache geschrieben. Seite 49 des Pappenheimer Urbars 1214 starb Heinrich von Kalden und sein Erbe hatte begründeten Anlass, den Umfang seiner Besitzungen, sein Einkommen und seine Rechte neu festzustellen, um den damals schon vorauszusehenden Anfechtungen seiten der mächtigen Nachbarn, insbesondere der Wittelsbacher, entgegen treten zu können. Im Pappenheimer Urbar werden folgende Teile der Gemeinde Oberhausen erstmals urkundlich erwähnt: "husen" = Unterhausen "daz ander husen" = Oberhausen "Das ist die vogtey Marschalck ist vogt über husen und daz ander husen" An anderer Stelle im Urbar: "gerüt" = Kreut "peit" = Beutmühle Quellen: Bayerisches Hauptstaatsarchiv Nürnberg, Pappenheim´sches Archiv Wilhelm Kraft, Das Urbar der Reichsmarschälle von Pappenheim, München 1929
Vom Schießstand zur Schießanlage

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