Konzeption

 

1. Vorwort Bürgermeister   Liebe Eltern,   Ihr Kind besucht unsere gemeindlichen Kindertagesstätten. Im Auftrag der Gemeinde Oberhausen und persönlich heiße ich Sie und Ihr Kind herzlich willkommen.   Veränderte Rahmenbedingungen stellen auch die Fachkräfte vor immer neuen Herausforderungen: Bildungspläne, der Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter 3 Jahren, Kinder mit Migrationshintergrund, Sprachförderung, Fremdsprachen und die gestiegenen Erwartungen der Eltern.   Mit der neuen Konzeption will die Kita Sinning diesen Ansprüchen gerecht werden. Den Kindern werden Bildungsangebote gemacht die sowohl Entwicklungsmöglichkeiten ausschöpfen, als auch Entwicklungsrückstände ausgleichen.   Die Gemeinde Oberhausen als Träger und die Leiterinnen mit ihren Teams sind der Meinung, dass jedes Kind einmalig ist. Daher wollen wir helfen, Kinder in ihren Begabungen und Fähigkeiten kompetent zu fördern. Wir geben Kindern Raum, in dem sie selbst mit ihren Stärken und Schwächen akzeptiert werden. Wie wünschen uns eine Atmosphäre des Vertrauens, die es ermöglicht, tolerant und offen miteinander umzugehen.   Die Kindertagesstätten, sowie die Außenanlagen sind so gestaltet worden, dass die kindlichen Ansprüche optimal erfüllt werden. Wenn ihre Kinder sagen"Wir gehen gerne in die Kita!", dann ist dies das schönste Kompliment für uns.   Fridolin Gößl   1. Bürgermeister
Die Konzeption ist Voraussetzung für die Betriebserlaubnis unserer Einrichtung. Die ist eine bundesrechtliche Vorgabe nach § 45 Abs. 2 und 3 Nr. 1 SGB VIII).   Sie legt die räumlichen, personellen, fachlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen zur Inbetriebnahme einer Kindertagesstätte fest. Stellt die Rechte der Kinder sicher, gibt die Möglichkeit zur Beschwerde vor und unterstützt die sprachliche und gesellschaftliche Inklusion.   Unsere Konzeption liegen folgende landesrechtliche Vorgaben und Vorschriften nach Art. 19 Nrn. 2,3 BayKiBiG, § 14 Abs. 2 AVBayKiBiG zugrunde:   BayBEB (Bayerische Bildungs – und Erziehungsplan)   - an diesem orientieren sich unsere Zielsetzungen der Förderangebote die wir mit den Kindern durchführen.   Ergänzend nutzen wir die Handreichung zum BEB für die unter Dreijährigen, die unsere Einrichtung besuchen.
Liebe Eltern,   wir sind:   - vier Erzieherinnen   - fünf Kinderpflegerinnen.   Wir alle arbeiten im „Haus für Kinder“ Sinning. Unsere Einrichtung ist ein kleiner Ort in der Gemeinde Oberhausen. Hier ist es sehr ländlich. Wir liegen am Ende einer kleinen Straße, die zu den Feldern der Bauern führt. Diese nutzen wir oft für einen kleinen Spaziergang im Grünen. Auf der Wiese hinter unserem Grundstück kann man im Sommer Blumen pflücken und im Winter Schneeengel machen. Fast alle unsere Kinder gehen anschließend auf die Grundschule nach Oberhausen.   Gemeinsam arbeiten wir zum Wohl Ihres Kindes. Die Reflexion unsere täglichen Arbeit, sowie die Überarbeitung und Anpassung unserer Konzeption an sich ständige wandelnde Gegebenheiten, ermöglicht uns unsere Arbeit stetig zu optimieren. Es ist wichtig das eigene Handeln zu überdenken und immer situativ zu reagieren.   Unsere Konzeption soll Ihnen, neben wichtigen Basisinformationen, das Profil unserer Einrichtung sowie unsere pädagogischen Schwerpunkte und Zielsetzungen näher bringen.   Voraussetzung für gutes Lernen ist eine positive Bindung zu den Kindern. Wir möchten, dass Sie Ihr Kind gerne zu uns bringen. Schenken Sie uns Ihr Vertrauen in unsere Arbeit. Dies wird Ihr Kind spüren und die Einrichtung voller Freude besuchen und mit Spaß und Eifer an den Bildungsangeboten teilnehmen. Erziehung und Bildung sind untrennbar miteinander verbunden. Sie sind der Schlüssel zum Lebenserfolg. In den ersten Lebensjahren wird der Grundstein für ein lebenslanges Lernen gelegt, aber auch für emotionale, soziale und physische Kompetenzen. Wir wollen Ihre Kinder und Sie, liebe Eltern, dabei begleiten und unterstützen, indem wir eine erfolgreiche Erziehungs- und Bildungspartnerschaft eingehen.   Nichts ist beständiger als der Wandel. Das wissen auch wir nur zu gut und so erheben wir für diese von uns gemeinsam auch als Handlungsleitfaden entwickelte Konzeption weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf Endgültigkeit. Auch Sie und Ihre Anregungen tragen einen Teil dazu bei und unterstützen dadurch unsere Arbeit.   Wir hoffen, dass Sie und besonders Ihr Kind sich bei uns wohlfühlen und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit. Ihr Team des "Haus für Kinder" Sinning
Das Haus für Kinder war ursprünglich die Dorfschule von Sinning. Im Jahre 1979 wurde das Schulgebäude von der Gemeinde mit Unterstützung einer Elterninitiative umgebaut. Aus den damaligen zwei Kindergartengruppen für Kinder von 3 - 6 Jahren haben sich mittlerweile zwei Kindergartengruppen und eine Krippengruppe (seit Sept. 2009) entwickelt. Da die zweite Kindergartengruppe im Haus keinen Platz hatte musste man auf einen Container als Übergangslösung zurückgreifen. Dies hat jedoch seit Oktober 2018 ein Ende. Neben einem neu angebauten Gruppenraum und etlichen Renovierungsarbeiten im Altbau, haben wir nun auch einen Personalraum, sowie eine Personalküche, die zugleich für die Anlieferung des Mittagessens genutzt wird.   Nach der großen Um - und Anbaumaßnahme können sich alle, ob Groß oder Klein an einer modernisierten und schmucken Einrichtung erfreuen.
Wir sind eine sehr ländlich gelegene Kindertagesstätte, die aus drei Gruppen besteht. Derzeit zwei Kindergarten – und einer Krippengruppe.   In unserm Haus sind Kinder ab 0,5 Jahren bis zum Schuleintritt herzlich willkommen. Aufgrund der wechselnden Zielgruppen von Jahr zu Jahr passen wir unsere Gruppeneinteilung immer dem Bedarf an. Dabei achten wir auf das Alter, 7   das Geschlecht,die Bedürfnisse und den Entwicklungsstand der Kinder. Derzeit haben wir folgende Gruppen in unserer Kindertageseinrichtung:   - Krippengruppe - Irmi Igel - ab 0,5 Jahren   - Kindergartengruppen - Schorschi Schildkröte - ab ca. 2 Jahre   - Kindergartengruppe - Fredi Fuchs - ab 3 Jahre bis zum Schuleintritt   Jede Gruppe verfügt über ihren eigenen Gruppenraum. Die beiden Kindergartengruppen haben zudem noch einen Nebenraum, in dem man mit Kleingruppen Angebote machen kann, oder die Gruppe im Alltag entzerren und diesen in der Freispielzeit nutzen kann. Die Krippengruppe verfügt über einen an den Gruppenraum angrenzenden Schlafraum und einer Spielezone, die ebenfalls zum Teilen der Gruppen und zum Auspowern bei schlechtem Wetter genutzt wird. Alle Gruppen teilen sich eine großzügige Turnhalle. Die Vorschulkinder haben für ihre Vorschulstunden einen Raum, der etwas abseits liegt, sodass sie nicht von den Geräuschen der anderen Kinder abgelenkt werden.   Die beiden Kindergartengruppen und die Krippengruppe haben einen separaten Außenspielbereich, der auf die Bedürfnisse und das Alter, sowie den Vorschriften entsprechend abgestimmt ist.   Die Betreuungszeit ist von Montag bis Freitag von 07:00 - 16:30 Uhr. Schließzeiten sind zwischen Weihnachten und Silvester, Rosenmontag und Faschingsdienstag, sowie von 01. - 31. August. Zudem schließt die KiTa einen Tag aufgrund des jährlichen Betriebsausflugs.   Warmes Mittagessen bekommen wir vom Cateringservice geliefert. Die Kinder können hierfür jederzeit für den Folgemonat angemeldet werden. Mittag gegessen wird gemeinsam in den einzelnen Gruppen.  
Jedes Kind kommt als kompetenter Säugling zur Welt. Es ist Mitgestalter seiner Bildung und Entwicklung. Kinder wollen Verantwortung übernehmen und ihre Lernprozesse selbstbestimmt und selbsttätig gestalten / mitgestalten.   Jedes Kind lernt in seiner individuellen Geschwindigkeit. Kinder haben das Recht ihre Bildung aktiv mitzugestalten, sowie bei Entscheidungen miteinbezogen zu werden (Partizipation). Bildung ist ein sozialer Prozess, in welchem das Kind sich mit anderen Kindern, den pädagogischen Fachkräften, oder anderen Menschen die Welt für sich begreifbar macht. Es steht im verbalen oder auch nonverbalen Austausch mit seiner Umwelt.   Die Begeisterung der Kinder für Neues, wie auch ihr Wissensdurst und Forschergeist sind groß und streben nach ständiger Befriedigung.   Unsere Aufgabe ist es dies täglich zu stillen und auf s neue herauszufordern.
Das Haus für Kinder Sinning arbeitet nach dem Situationsorientierten Ansatz. Dies ermöglicht uns individuell und situativ auf die Wünsche, Interessen und Bedürfnisse der Kinder einzugehen. Unsere Einrichtung orientiert sich am bayerischen Bildungs- uns Erziehungsplan und arbeitet nach den Vorgaben des BayKiBiG.       Das möchten wir mit unserer täglichen Arbeit erreichen:   Ihr Kind soll   - sich selbst an - und ausziehen,   - selbstbestimmt "ja" und "nein" sagen,   - seine eigenen Meinung vertreten,   - für andere Empathie empfinden,   - mit anderen etwas teilen,   - Freundschaften erleben,   - Konflikte eingehen und lösen,   - sich an Regeln halten,   - Rituale wiedererkennen und ausüben,   - Inhalte der Vorschulerziehung,   - Umgangsformen kennen und anwenden,   - über ein gestärktes Selbstwertgefühl verfügen,   - Freude an den kleinen Dingen im Leben erleben,   - und noch vieles mehr   können.
Folgend finden Sie aufgelistet, die Entwicklungs- und Bildungsbereiche von denen wir so viele wie möglich in unserer täglichen Arbeit behandeln, um die gesetzten Erziehungsziele zu erreichen. Wir versuchen stets so viele Bereiche wie möglich anzusprechen, um eine ganzheitliche Förderung zu ermöglichen. Jedoch alles unter Berücksichtigung der Individualität des Menschen. Zur genaueren Verdeutlichung haben wir für jeden Bereich ein paar Beispiele aufgeführt.   Sprache und Literacy   Sprachkompetenz ist eine wesentliche Voraussetzung für schulischen und beruflichen Erfolg sowie eine vollständige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Sie lässt uns unsere Mitwelt verstehen und weist uns den Weg durch die Welt. Sprache ist die Basis zwischenmenschlicher Kontakte und des gemeinsamen Miteinander. Dabei unterscheiden wir in die geschriebene und die gesprochene Sprache: - Angebote zur Förderung der geschriebenen Sprache:     Bilderbücher, Fingerspiele,   Nachspuren von Buchstaben (Vorschule)   - Angebote zur Förderung der gesprochenen Sprache:   Lieder, Reime, Erzählkreise, Sprechverse, Gespräche im Alltag und gegenseitiges Zuhören.     Mathematik / Naturwissenschaft / Umwelt Kinder haben von Geburt an einen Forscherdrang, den es gilt zu befriedigen.     - Mathematische Früherziehung   Wir zählen die anwesenden Kinder im Morgenkreis und zählen wie viele Kinder fehlen.   Mengen erkennen, durch Füllen der Trinkbecher, Teller bei Brotzeit und Mittagessen. Abwiegen und Messen der Zutaten z.B. beim Plätzchen backen. Wahrnehmen und wieder erkennen von Zahlen an dem Gruppenkalender der im Morgenkreis gestellt wird, Zahlen im Vorschulraum, Zahlen auf der Uhr, Zahlen am Adventskalender.   Malen nach Zahlen   - Naturwissenschaft   Unterscheiden von   kalt und Warm z.B. beim Hände waschen, Essen von Speisen, oder Anziehen für den Garten.   hell und Dunkel   hart und Weich z.B. im Garten beim Barfußlaufen, Matten und Hallenboden, Basteln mit verschiedenen Materialien im Alltag oder durch angeleitetes Experimentieren.     - Umwelt   Umweltbewusstsein fördern durch Lernen von Mülltrennung im Alltag.   Gesundheit   - Beim wöchentlichen Turntag z.B.   Kräfte messen und erkennen durch Abwerfen von Gegenständen, oder an etwas hochklettern.   Balancierübungen zur Gleichgewichtsschulung   Geschicklichkeit durch Bewegungsspiele     - Teilnahme an der KNAIADE (Sportfest der Sparkassen).   - Häufige Bewegung im Freien, entweder im Garten oder durch Spaziergänge.   - Spaziergänge vermitteln zudem die Achtsamkeit im Straßenverkehr und unterstützen das Bedürfnis auf körperliche Unversehrtheit.   - Tanzen an Fasching, bei Festen und Feiern, oder einfach mal im Alltag, um sich gut zu fühlen.   - Erkennen von Körpersignalen "was tut mir gut - was nicht" (z.B. Temperatur beim Händewaschen, Schnelligkeit beim Fahren mit den Fahrzeugen im Hof - was ist mir zu schnell? Klettern auf dem Klettergerüst - wie hoch ist für mich persönlich zu hoch?) und die dadurch verbundene Entwicklung des Körperbewusstseins.     Sauberkeitserziehung - "Von der Windel - über das Töpfchen - auf die Toilette."   Zu einem gesunden Körperbewusstsein gehört auch das Deuten der eigenen Körpersignale und der damit selbstständige Toilettengangs. Sauberkeitserziehung ist besonders in der Irmi Igel und in der Schorschi   Schildkröten Gruppe ein wichtiger Meilenstein in der Betreuung und Erziehung Ihres Kindes.   Diese Entwicklung gilt es einfühlsam, gemeinsam und erfolgreich zu meistern. Hand in Hand mit den Eltern und dem individuellen Tempo Ihres Kindes entsprechend, durch tägliche Absprachen, ist es ein wichtiger Baustein in Richtung Selbstständigkeit Ihres Kindes.     Ernährung   Abwechslungsreiche und bewusste Ernährung, d. h. kein Verbot von Milchschnitte und Co. und die Bereitstellung von Kuchen oder anderen Leckereien bei Feiern, sowie ein gesundes Maß an ausgewogener Brotzeit.   - tägliche frischer und abwechslungsreicher Obst- und Gemüseteller bei der Brotzeit   - Besprechen von gesunden und ungesunden Lebensmitteln z.B. bei gemeinsamer Nahrungszubereitung.   In jeder Gruppe findet eine gemeinsame Brotzeit, sowie gemeinsames Mittagessen statt. Dadurch wollen wir den Kindern Tischkultur vermitteln. Die Kinder dürfen sich beim Mittagessen, die Speisen selbst mit Vorlegbesteck aus Schüsseln schöpfen. Hierbei wird nicht nur die Motorik und Selbstständigkeit gefördert, sondern auch die Selbsteinschätzung "wie viel Hunger habe ich", sowie der bewusste Umgang mit Lebensmitteln.   Wahrnehmung   Förderung der einzelnen Sinne.     Sehen   - hell - dunkel   - Bilder genau betrachten (Farben, Formen, Größen, Oberflächen)   - Veränderungen wahrnehmen z.B. welcher Gegenstand fehlt auf dem Tisch, was hat sich im Raum verändert.   - Eigene Körpergröße wahrnehmen z.B. den Körper auf ein Plakat umfahren lassen und sich dann selbst Augen, Nase, Mund, Haare ... sowie Kleidung malen.     Hören   - laut - leise   - Tierlaute erkennen und benennen   - Geräusche selber machen - welche Materialien haben welchen Klang? Dose - blechern, Holz - dumpf, Glas - klirrend   - Musik, Geschichten, Erzählungen, Anweisungen im Alltag bewusst hören, verstehen und wiedergeben können.       Fühlen   - Temperaturen   - Körpersignale erkennen z.B. Massagen,   - Kneten, Matschen von verschiedenen Materialien (Sand, Lehm, Ton, Kinderknete)   - Fingerfarben   - Barfußlaufen über unterschiedliche Untergründe (Holz, Gummimatten, Sand, Pflastersteine, Gras...)     Schmecken   - abwechslungsreicher Obst- und Gemüseteller   - täglich wechselndes Mittagsgericht   - Zubereitung von Speisen, z.B. Osterbrunch, Weihnachtsfrühstück, Plätzchen / Kekse backen, Smoothie,     Riechen   - Mittagessen   - Wunder der Natur, z.B. Blumen, nasse Erde,   - Riechmemory   - Weihnachtsduft (Plätzchen, Tannenzweige vom Adventskranz)     Ästhetik / Kunst / Kultur   Durch den Kontakt mit den verschiedensten Materialien, Farben, Techniken verfolgen wir:   - Stärkung der Kreativität und Ausdrucksfähigkeit   - Förderung der Grob- und Feinmotorik (z.B. Pinselführung, Stifthaltung, Schneiden auf der Linie)   - Anregung der Phantasie (z.B. freies Gestalten, Ausprobieren, Malen nach Musik)   - Förderung der Wahrnehmung und Sinne (Malen mit Naturmaterialien wie Sand, Moos..., Malen mit Fingerfarben, Malen mit dem Strohhalm)       Sozialverhalten / Widerstandsfähigkeit (Resilienz)   Diese Fähigkeiten können nur geschult werden, wenn Kinder in Gruppen aufeinandertreffen. Dort lernen sie:   - sich an Regeln zu halten,   - Konflikte einzugehen und zu lösen,   - eigene Meinungen zu vertreten,   - Absprachen zu treffen und sich daran zu halten,   - zu Teilen...
Die selbstständige Mitbestimmung und Mitentscheidung ist im Leben eine wichtige Fähigkeit. Die Kinder sollen lernen, dass sie etwas bewegen können, Einfluss auf etwas ausüben können und in Folge dessen auch erleben, dass jede Entscheidung eine gewisse Konsequenz mit sich bringt.     Beispiele aus dem KiTa - Alltag:   - In welche Ecke möchte ich heute spielen?   - Mit wem möchte ich spielen?   - Welche Farbe soll mein selbstgestaltetes Bild... haben?   - Möchte ich noch eine zweite Portion vom Mittagessen - wenn ja, von welcher Speise?   - Was und wie viel möchte ich trinken?   - Spiele ich im Sandkasten..., oder fahre ich mit den Fahrzeugen?   - Welches Kreisspiel wünsche ich mir als Geburtstagskind? Wer soll neben mir sitzen?   - Welche Rolle kann ich bei der Aufführung am Sommerfest übernehmen?   - Möchte ich die Bastelarbeit ein zweites Mal machen, weil es mir so gut gefallen hat? Aber auch die Übernahme von Diensten wie z.B. Tischdecken, Lichterkontrolle, Tisch abwischen... ist wesentlicher Bestandteil im Alltag.
Anbei sehen Sie die Tagesabläufe der einzelnen Gruppen. In den Randzeiten, in denen weniger Kinder anwesend sind (Früh - und Spätdienst) werden die Gruppen zusammengelegt.   Gruppenübergreifend findet zudem immer der Feriendienst statt. Auch treffen sich die einzelnen Gruppen des Öfteren im Garten und den Spielezonen, bei Theateraufführungen und der Vorbereitung von Festen.     Krippengruppe - IRMI IGEL   07:00 - 08:00 Bringzeit   08:30 Morgenkreis   08:45 - 09:15 Gemeinsame Brotzeit   09:15 - 11:15 Freispiel, pädagogische Angebote, Garten, Turnen   11:15 - 11:45 Mittagessen   11:45 - 12:00 Kinder werden gewickelt und zum Schlafen gelegt   12:00 - 14:00 Schlafenszeit - Garten, Freispielzeit (Nicht - Schlafenskinder)   ca. 14:00 nach Bedarf und Wunsch: Nachmittagssnack   15:00 - 16:30 Spätdienst   16:30 KiTa schließt     Kindergartengruppe - SCHORSCHI SCHILDKRÖTE   07:00 – 08:00 Bringzeit   08:30 Morgenkreis   08:45 – 09:30 Gemeinsame Brotzeit   09:30 – 11:45 Freispiel, pädagogische Angebote, Garten, Turnen   11:45 - 12:30 Mittagessen   12:30 – 13:00 Gemeinsames Ausruhen   13:00 - 15:00 Garten / Freispielzeit (Nicht - Schlafenskinder)   Ca. 14:00 Nach Bedarf / Wunsch: Nachmittagssnack (Joghurt, Obst …)   15:00 - 16:30 Spätdienst   16:30 Kita schließt     Kindergartengruppe - FREDI FUCHS   07:00 - 08:00 Bringzeit   08:15 Morgenkreis   08:45 Vorschule, Freispielzeit   09:45 gemeinsame Brotzeit   10:15 pädagogische Angebote   11:30 Garten / Freispielzeit   13:00 Mittagessen   14:00 Garten / Freispielzeit   15:00 - 16:30 Spätdienst   16:30 KiTa schließt
Die Eingewöhnung orientiert sich ausschließlich an den Bedürfnissen des einzelnen Kindes. Manche Kinder brauchen mehr Zeit und andere eben weniger. Gemeinsam mit Ihnen werden die Dauer und der Ablauf des nächsten Tages besprochen. Wichtig ist, dass Sie Ihr Kind gern zu uns bringen und uns Ihr Vertrauen schenken. Unsicherheiten gegenüber uns merkt der kleine Knirps sofort. „Hand in Hand“ mit Ihnen, liebe Eltern, werden wir jedes Kind erfolgreich eingewöhnen, sodass Sie es mit einem guten Gefühl in unsere Einrichtung bringen.   Prozess der Eingewöhnung / Unser Modell     Übergänge - So gestalten wir sie für Ihr Kind   Transitionen spielen eine wichtige Rolle im Leben eines Kindes. Uns ist es sehr wichtig, alle Übergänge die die Kinder bei uns erleben so angenehm wie möglich zu gestalten. Angefangen bei der Eingewöhnung in die Kinderkrippe, bei der das Kind oftmals die erste längere Trennung von zu Hause und seinen Bezugspersonen erfährt. Diese Phase gilt es für uns liebevoll, warmherzig und mit viel Fingespitzengefühl zu begleiten. Es ist für uns eine große Hilfe, wenn uns die Eltern so viele Informationen wie möglich z.B. über die Schlafgewohnheiten oder Interessen des Kindes zukommen lassen. Den nächsten Übergang, den das Kind in unserem Haus erfährt ist der Wechsel von der Krippengruppe in die Kindergartengruppe ab 2 Jahren - oder die Kindergartengruppe ab über 3 Jahren. Die Kinder bekommen bereits im Juni / Juli die Möglichkeit für ein paar Stunden mit Begleitung einer Krippenerzieherin in die neue Gruppe hineinzuschnuppern. Die Erfahrung zeigt, dass den Kindern das Eingewöhnen im September nicht mehr so schwer fällt, da ihnen die Räumlichkeiten und das Personal bereits bekannt sind.   Den Vorschulkindern wird der Übergang in die Grundschule durch zahlreiche Aktionen in Kooperation mit der Grundschule, die es ihnen ermöglicht die Räumlichkeiten und die Lehrer der 1. Klassen kennenzulernen, erleichtert.
Die Vorschulerziehung ist ein wichtiger Bestandteil im letzten Kindergartenjahr. Bei uns findet Vorschule von Montag - Donnerstag in einem ruhig gelegenen Vorschulraum statt.   Kinder lernen die Buchstaben des ABC 's, sowie die dazugehörige Anlauttabelle kennen.   Jedes Kind behandelt die Anlauttabelle, welche von der Grundschule im Unterricht verwendet wird, auf die es später kommt. Durch Nachspuren und gemeinsames Suchen von Wörtern, die mit dem für sie "neuen" Buchstaben beginnen, wird dieser eingeführt und vertieft.   Zudem wenden wir das Würzburger Trainingsprogramm zur Vorbereitung auf den Erwerb der Schriftsprache. Die Kinder sollen dadurch erfahren, dass man das Gesprochene in einzelne Wörter, Silben und Laute zerlegen kann.
Wir beobachten die Kinder im täglichen Spiel oder Alltagsgeschehen, oder auch mal ganz gezielt bei angeleiteten Angeboten. Aktivitäten, Situationen im Freispiel, sowie von den Kindern angefertigte Werke werden in einem Portfolio Ordner gesammelt, den Sie am Ende der Kindergartenzeiterwerben können.   Als Instrument nutzen wir in den Kindergartengruppen den PERIK (Positive Entwicklung und Resilienz im Kindergartenalltag) und den SELDAK (Sprachentwicklung sowie Literacy bei deutschsprachig aufwachsenden Kindern), sowie den SISMIK (Sprachverhalten und Interesse an Sprache bei Migrantenkindern in Kindertageseinrichtungen). Sie sind ein nützlicher Grundstein für Entwicklungsgespräche und dienen der gezielten, individuellen Förderung Ihres Kindes.  
Sie, als Eltern werden über unsere tägliche Arbeit anhand von Aushängen   (Wochenrückblick) vor den einzelnen Gruppen informiert. Zudem geben wir immer nach den Ferien unsere Elternpost mit den Terminen und Infos, sowie unserem Themenprogramm bis zu den nächsten Ferien an alle Eltern aus.   Es besteht die Möglichkeit jederzeit ein Entwicklungsgespräch über den aktuellen Stand Ihres Kindes zu führen. Hierfür müssen Sie sich an die jeweilige Gruppenleitung wenden.   Besonders regen Austausch führen wir mit Ihnen während der Eingewöhnungszeit, des Sauberwerdens,sowie vor Übergängen in eine andere Gruppe oder die Schule. "Hand in Hand" gilt es diese wichtigen Ereignisse im Leben Ihres Kindes so angenehm wie möglich zu gestalten, um diese bestmöglichst zu bewältigen.     Ein Briefkasten, unsere "Ideenbox" hängt am Infoboard im Eingangsbereich. Hier können Sie Ihre Wünsche, Anregungen, oder auch Sorgen einwerfen (auch anonym). Wir versuchen darauf zu reagieren und Lösungen zu finden. Da wir nach einem Konzept und einer Satzung arbeiten, ist es nicht möglich alle Wünsche zu erfüllen. Jedoch können Kompromisse es oftmals ermöglichen einen kleinen Teil des Wunsches zu erfüllen. Reaktion von unserer Seite auf die Briefe in der Ideenbox finden Sie in der nächsten Ausgabe der Elternpost, bei der wir dazu Stellung nehmen werden.   Zudem wird jährlich im Sommer eine Elternbefragung ausgegeben. Die Bearbeitung ist auf freiwilliger Basis. Wir freuen uns über jeden ausgefüllten Bogen, da dieser uns hilft, so manches zu überdenken und gegebenfalls zu ändern.   Entsprechend des seit 2005 geltenden Kinderschutzgesetzes, werden wir bei Anhaltspunkten für eine Kindswohlgefährdung die kollegiale Beratung durch die Kitaleitung in Anspruch nehmen. Im Rahmen eines Elterngespräches werden wir dann auf Schwierigkeiten in der Entwicklung des Kindes hinweisen und die Eltern anhalten die notwendige Hilfe und Unterstützung zu suchen. Gegebenenfalls ziehen wir eine erfahrene Fachkraft zur Abschätzung des Gefährdungsrisikos hinzu.   Sehen die Eltern jedoch keinen Bedarf oder entscheiden sich für einen anderen Weg, so steht ihnen das im Rahmen ihres Erziehungsprivilegs grundsätzlich frei. Falls die von ihnen getroffenen Maßnahmen bzw. in Anspruch genommenen Hilfen jedoch nicht ausreichend erscheinen um die Gefährdung abzuwenden, sind wir verpflichtet das Jugendamt einzuschalten (§8a Abs. 1,2 SGB VIII).  
Auch wenn es sich bei unserer Einrichtung nicht um einen kirchlichen Träger handelt, stehen wir trotzdem im Kontakt mit der Pfarrgemeinschaft St. Nikolaus in Sinning. Aktionen sind z.B. Besuch des Erntedankaltars, St. Martinsfest.

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