100 Jahre Krankenpflegeverein Sinning

10.04.2017 15:46

Vor 100 Jahren, im Jahr 1917 wurde in Sinning der Krankenpflegeverein gegründet und bildete damals eine erste organisierte Form der Krankenpflege. Während der 1. Weltkrieg tobte und die Russische Revolution die Welt veränderte, fasste Pfarrer Eurgen Gebele den Entschluss zusammen mit zwei Ordensschwestern eine Krankenpflegeeinrichtung auf die Beine zu stellen.

In der Not des Krieges war der Verein zunächst auf zahlreiche Spenden angewiesen. Eine eigenmächtige Eiersammlung oder eine Holzspende des damaligen Barons Weveld ist in dieser Zeit in den Chroniken vermerkt. Noch vor dem zweiten Weltkrieg erhielten die Schwestern sogar ein Motorrad als Fortbewegungsmittel. In der Zeit des 2. Weltkrieges wurden die Schwestern dann in den Lazarettdienst eingezogen und das Wohnheim wurde zerstört. Doch kaum herrschte Waffenstillstand, kamen die Schwestern zurück, reparierten ihr Motorrad und stellten das Wohnheim wieder her.

Von 1959 bis 1991 engagierte sich Geistlicher Rat Matthias Forster aus Straß im Krankenpflegeverein. Durch ihn erlangten die Schwestern einen Platz im Sinninger Schulhaus und bekamen sogar einen VW zur Verfügung gestellt. Zudem gelang dem Geistlichen Rat in einer seiner ersten Amtshandlungen für die Schwestern ein neues Haus im Wert von 27000 DM zu bauen. Der Dienst der Schwestern wurde überall hoch anerkannt und zahlreiche Organisationen und Verbände spendeten für den Neubau. 1975 überreichte Landrat Dr. Walter Asam Schwester Clarentina sogar das Bundesverdienstkreuz am Band. Was dieser damals nicht ahnte, nur 10 Jahre später mussten die Schwestern des Dritten Ordens Sinning verlassen. Clarentina und Irmtrudis mussten nach München zurück. Heute erinnert nur noch ein Emblem am Maibaum in Sinning an die Ordensschwestern.

Doch das Engagement des Krankenpflegevereins blieb deshalb nicht aus. Die Mitgliedsbeiträge dienen heute der finanziellen Unterstützung der Sozialstation. Seit 1994 ist August Hugl Vereinskassier des Sinninger Krankenpflegevereins und vor allem für die Mitgliederwerbung zuständig. Dank seiner Hilfe konnte der Verein erst im vergangenen Jahr eine Wohnung in der Oberhausener Anlage "Jung & Alt" erwerben. Die Mieten der vereinseigenen Immobilien sind wichtige Pfeiler für eine nachhaltige Finanzierung der Sozialstation.

Lesen Sie mehr zum 100 jährigen Jubiläum des Sinninger Krankenpflegevereins unter www.ausgburger-allgemeine.de

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