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Melde - und Aufenthaltsbescheinigung
Unser Rathaus-Service-Portal ermöglicht es Ihnen, Bescheinigungen auch außerhalb der Öffnungszeiten bei der Gemeinde Oberhausen zu beantragen.
Folgende Bescheinigungen können online beantragt werden:
Eine Meldebescheinigung enthält Angaben zum Familiennamen, Vornamen, evtl. Doktorgrad, Geburtsdatum und -ort, evtl. Geburtsname und zu den aktuellen Anschriften ggf. mit Einzugsdatum (z.B. für die Zulassungsstelle, um ein Fahrzeug anzumelden).
Eine Aufenthaltsbescheinigung enthält Angaben zum Familiennamen, Vornamen, evtl. Doktorgrad, Geburtsdatum und -ort, evtl. Geburtsname, Familienstand, Staatsangehörigkeit, Religion und zu den aktuellen Anschriften ggf. mit Einzugsdatum (z.B. für die Anmeldung der Eheschließung).
Was wird benötigt?
Es muss der Familienname, der Vorname, das Geburtsdatum und die Anschrift eingegeben werden.
Was kostet die Bescheinigung?
Die Gebühr für eine Bescheinigung beträgt 5,00 Euro und wird mittels Lastschrift von Ihrem Konto eingezogen.
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Projektentwicklung
Ausgangslage
Gemeindeteil Sinning, 770 Einwohner völlig unterversorgt, kein DSL
Gemeindeteile Oberhausen, Unterhausen bis zu 60 % mit Kabel Deutschland versorgt
Gemeindeteil Kreut wird mit bis zu 6 Mbit/s über die Telekom versorgt
Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern, 30 Telefonanschlüsse verfügt über 0,3 Mbit/s
Unternehmen mit 30 Mitarbeitern verfügt über 0,7 MBit/s
Freie Mitarbeiter/Home-office können ihre Tätigkeiten nur außerhalb der Gemeinde Oberhausen nachgehen
Angebot der Telekom für einen Ausbau bis zu 6.016 kbit/s (Downstream) und 576 kbit/s (Upstream) 523.600 Euro Baukostenbeteiligung durch die Gemeinde Oberhausen gefordert (bedeutet verlorene Kostenbeteiligung, kein Mitspracherecht, kein Eigentum; weitere Kosten für weiteren zukünftigen Ausbau z.B. bis zu 16 MBit nicht ausgeschlossen)
Ergebnis der Machbarkeitsstudie der Gemeinde Oberhausen: Einziger vernünftiger Ausbau ist die Verlegung eines Glasfasernetzes bis ins Haus (FttH)
Machbarkeitsstudie zur Breitbandversorgung in der Gemeinde Oberhausen vom 25. März 2009
Fazit
... die Erkenntnisse, dass bei Investitionen zur Breitbandversorgung über die Kupferdoppelader (DSL System) es zu bedenken gilt, dass diese Technik zwar stetig weiterentwickelt wird, aber nie in puncto Bandbreite mit FttH Netzen konkurrenzfähig sein wird...
... In Skandinavien werden aber schon heute 1000 Mbit per Glasfaser, also FttH angeboten. Dieses Beispiel zeigte klar, dass es bei Investitionen in die Kupferdoppelader ein sehr hohes Risiko gibt, in bereits überholte Technik (fehl) zu investieren...
... über die Hälfte der Kommunen in Schweden besitzen eigene Glasfaserinfrastruktur, die entweder die Kommune selbst oder der kommunale Energieversorger betreibt...
... Breitbandversorgung per Funk und/oder Kupferdoppelader (ADSL) ist im Hinblick auf das von der Bundesregierung gesteckte Ziel von mindestens 50 Mbit Bandbreite pro Benutzer nur als Übergangslösung zu sehen...
... Ergebnis der Studie war, dass die Gemeinde Oberhausen mit FttH (Glasfasernetz) die finale Ausbaustufe des Breitbandnetzes erreicht. Jede Maßnahme, die das FttH Netz zum Ziel hat, ist richtig...
(Auszüge/Zitate aus der Machbarkeitsstudie vom 25.03.2009, H. Dipl.-Ing. (FH) Thomas Lecker)
Förderung der Ausbaumaßnahme
Eine Förderung wurde auf mehrmaliger Anfrage nicht gewährt, da
der Ausbau mit FttH-Glasfaser bis ins Haus 50 MB Up- und Download keine Wirtschaftlichkeitslücke ausweist.
die Glasfaserinfrastruktur über den Backbone hinaus bis hin zum einzelnen Teilnehmer heute Stand der Technik ist und daher technisch nicht als pilotwürdig eingestuft werden kann.
Ziel der Gemeinde Oberhausen
Nachhaltige Versorgung der Bevölkerung mit Breitband in wirtschaftlicher wie auch technischer Hinsicht. Integrierte Gesamtlösung mit zukunftsfähigem Glasfasernetz FttH, 50 MBit/s up- und download im Einstieg sowie Ausbaufähigkeit.
Kommunales Eigentumsrecht, Mitspracherecht, Refinanzierung der Infrastruktur ohne kommunalen Mitteleinsatz;
Die Wirtschaftlichkeit des Projektes konnte nur durch eine Anschlussquote von 75% der Haushalte erreicht werden. Diese Vorgaben konnte nicht alleine durch die Mitglieder des Gemeinderates und der Gemeindeverwaltung erzielt werden. Es konnten rund 70 Bürgerinnen und Bürger als Multiplikatoren gewonnen werden, die dieses Projekt den einzelnen Haushalten vorstellten.
Abmeldung Nebenwohnung
Hier können Sie online eine Nebenwohnung abmelden. Es ist dabei unerheblich, in welcher Gemeinde die Nebenwohnung besteht.
Eine Abmeldepflicht besteht nur beim Wegzug ins Ausland oder bei Aufgabe einer weiteren Wohnung (Nebenwohnung).
Ihre rechtsverbindliche Unterschrift ist jedoch weiterhin erforderlich. Aus diesem Grund ist das persönliche Erscheinen im Bürgeramt trotz Vorankündigung unumgänglich. Bei Familien (Ehepaar, Kinder bis 18 Jahren) genügt es, wenn ein Erziehungsberechtigter mit den Ausweisen der anderen Familienmitglieder vorspricht. Sollten Sie nicht innerhalb von 7 Tagen im Bürgeramt vorsprechen, wird Ihr Antrag automatisch gelöscht.
Was wird benötigt?
Es muss der Familienname, die Vornamen, ggf. Geburtsname, frühere Namen und weitere Namen, das Geburtsdatum, der Familienstand, die Religion und die Anschriften der zuziehenden Personen eingegeben werden. Es wird ein PDF-Formular erzeugt, welches unterschrieben werden muss. Dieser unterschriebene Antrag ist dann im Bürgeramt vorzulegen.
Neben dem unterschriebenen Antrag sind noch folgende Unterlagen mitzubringen:
Personalausweis und/oder Reisepässe der zuziehenden Personen
Personenstandsurkunden im Original soweit noch nicht vorhanden (Geburts-/Abstammungs-, Heirats-, Sterbeurkunde, Scheidungsurteil mit Rechtskraftvermerk)
ggf. Sorgerechtsbeschluss bzw. Negativattest (insbesondere bei Minderjährigen) bzw. Bestallung des Vormundes oder gesetzlichen Vertreters jeweils im Original
Was kostet die Abmeldung online?
Es entstehen keine Kosten.
Abmeldung Nebenwohnung
Fragen und Anliegen
Breitbandnetz- und betrieb Gemeinde Oberhausen mit Neuburg-Bergen
Für Anschluss und Betrieb sowie für Spartenanfragen ist die Deutsche Glasfaser zuständig. Die Kontaktdaten erhalten Sie unter https://www.deutsche-glasfaser.de/.
Für Planauskünfte steht Ihnen das Kontaktformular der Deutschen Glasfaser unter https://www.deutsche-glasfaser.de/unternehmen/service/planauskunft/ zur Verfügung. Störungen melden Sie bitte der Service-Hotline der Deutschen Glasfaser Tel.: 02861/890600
Für Planauskünfte steht Ihnen das Kontaktformular der Deutschen Glasfaser unter https://www.deutsche-glasfaser.de/unternehmen/service/planauskunft/ zur Verfügung. Störungen melden Sie bitte der Service-Hotline der Deutschen Glasfaser Tel.: 02861/890600
800 Jahre Hausen
Die Geschichte unserer Gemeinde beginnt schon lange bevor unsere Orte Unter- Oberhausen und Kreut 1214 erstmals urkundlich im Pappenheimer Urbar erwähnt wurden, denn zu dieser Zeit haben sie bereits schon als Dörfer oder Weiler existiert.
Zahlreiche Einzelfunde von Stein- und Knochenwerkzeugen, die auf eine menschliche Existenz in unserer Region schließen lassen, stammen aus der Jungsteinzeit. Somit könnte man bereits feststellen: wis sind "stein alt"!
Die früheste nachweisbare Siedlung auf unserem Gemeindegebiet befindet sich auf dem Stätteberg. Funde lassen sie der Bronzezeit (2200 - 800 v. Chr.), mit Schwerpunkt der späten Bronze (1300 - 800 v. Chr.) zuordnen.
In der Folgezeit entstanden dezentrale Siedlungen; man baute noch keine festen Häuser die Spuren bis heute hinterlassen hätten.
Als Zeugen der Vergangenheit blieben Bodendenkmäler wie die Hügelgräber im Burgwald, Höfelholz und Reislein die aus der mittleren Bronzezeit (1600-1300 v. Chr.) stammen, ein keltisches Frauengrab am Hochufer des Herzogbrünnleins aus der frühen Latènezeit (450-380 v. Chr.), die gut erhaltene Römerstra0e am Südufer der Donau, Wachstationen (burgi) nahe der Mühlhartsfurt und im Burgwald, eine Römische Gesichtsmaske, Blidenstellungen, die Alte Burg und die Kaiserburg aus dem 10./11. Jahrhundert. Heute sind wir im digitalen Zeitalter angekommen. Als wir das 750-jährige Jubiläum feierten, konnte man sich nicht vorstellen, dass wir 50 Jahre später mit einem Hochgeschwindigkeitsglasfasernetz im Internet surfen. An den Vorbereitungen zur 800 Jahrfeier arbeitet seit 2013 ein Arbeitskreis von vielen ehrenamtlichen Bürgern.
Es wurde ein vielfältiges Jahresprogramm zusammengestellt, zu dem wir alle unsere Bürger herzlich einladen möchten, um mit uns ein schönes Fest zu feiern, an das sich dann manche in 50 Jahren noch erinnern können. 800-jahre_hausen.pdf
Als Zeugen der Vergangenheit blieben Bodendenkmäler wie die Hügelgräber im Burgwald, Höfelholz und Reislein die aus der mittleren Bronzezeit (1600-1300 v. Chr.) stammen, ein keltisches Frauengrab am Hochufer des Herzogbrünnleins aus der frühen Latènezeit (450-380 v. Chr.), die gut erhaltene Römerstra0e am Südufer der Donau, Wachstationen (burgi) nahe der Mühlhartsfurt und im Burgwald, eine Römische Gesichtsmaske, Blidenstellungen, die Alte Burg und die Kaiserburg aus dem 10./11. Jahrhundert. Heute sind wir im digitalen Zeitalter angekommen. Als wir das 750-jährige Jubiläum feierten, konnte man sich nicht vorstellen, dass wir 50 Jahre später mit einem Hochgeschwindigkeitsglasfasernetz im Internet surfen. An den Vorbereitungen zur 800 Jahrfeier arbeitet seit 2013 ein Arbeitskreis von vielen ehrenamtlichen Bürgern.
Es wurde ein vielfältiges Jahresprogramm zusammengestellt, zu dem wir alle unsere Bürger herzlich einladen möchten, um mit uns ein schönes Fest zu feiern, an das sich dann manche in 50 Jahren noch erinnern können. 800-jahre_hausen.pdf
Arbeitskreise
Die Mitglieder der Arbeitskreise unterstützen die Gemeinde mit Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit bei der Ideenfindung in den jeweiligen Fachbereichen.
Wir möchten uns bei den Arbeitskreismitgliedern bedanken und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!
AK Dorfgemeinschaft / Gestaltung / Infrastruktur
AK Eler / Jung und Alt
AK Freizeit / Erholung / Natur
AK Geschichte
AK Kunst
AK Natur und Landwirschaft
AK Öffentlichkeitsarbeit
AK Innovationszentrum
Konversion der Tilly-kaserne
Facharbeit von Julia Bernhard (Fach: Geographie, Decartes Gymnasium 2007/2009) Inhaltsverzeichnis
1.
Vorstellung des Themas
1.1
Definition des Begriffes Konversion bzw. Standortkonversion
1.2
Ende des Ost-West-Konfliktes und dessen Zusammenhang mit Deutschland und der Tilly-Kaserne in Neuburg
2.
Umwandlung der Tilly-Kaserne in eine zivile Nutzung
2.1
Drei kurze Beispiele erfolgreicher Standortkonversion
2.1.1
Hannover – Prinz Albrecht Kaserne
2.1.2
Flensburg – Grenzlandkaserne
2.1.3
Flensburg – Marinestützpunkt
2.2
Geschichte der Tilly-Kaserne bis 1994
2.3
Auflösung der Kaserne
2.4
Altlasten
2.5
Panzerwaschanlage
2.6
Vermarktung der Kaserne durch das Bundesvermögensamt
2.6.1
Fahrsicherheitszentrum
2.6.2
Scheitern dieses Vorhabens
2.7
Gründung der Tilly-Immobilie Verwertungsgesellschaft mbH
2.7.1
Gesellschafter und deren Aufgabe
2.7.2
Kauf der ehemaligen Tilly-Kaserne vom Bundesvermögensamt
2.8
Umwandlung des Standortübungsplatzes zum Naturschutzgebiet
2.9
B 16 Trasse Ortsumgehung Unterhausen-Oberhausen und Brücke nach Kreut
2.10
Leistungen der Tilly- Immobilie Verwertungsgesellschaft mbH
2.10.1
Entstehung des Gründerzentrums
2.10.2
„Kreut“ - Neuer Ortsteil der Gemeinde Oberhausen
3.
Résumé und Zukunftsaussichten
4.
Danksagung
Fußnoten
5.
Literatur- und Quellenverzeichnis
5.1
Literatur
5.2
Archivalien der Kreisstadt Neuburg a. d. Donau
5.3
Sonstige Quellen
6.
Anhang
1. Vorstellung des Themas Die Neuburger Rundschau schreibt am 26.08.1994: „Mit der Auflösung der Tilly- Kaserne gehen mehr als 200 Jahre Heeresgeschichte in der Ottheinrichstadt zu Ende“. 1769 wurde ein ganzes Regiment1 nach Neuburg verlegt und dafür eine Kaserne gebaut, in der heute das Landratsamt der Kreisstadt Neuburg- Schrobenhausen untergebracht ist2. 1959 wurde die Tradition mit der neu erbauten „Burgwaldkaserne“ weitergeführt. Man siedelte dort ein Bataillon an und nur fünf Jahre später wurde die Kaserne zu Ehren des bekannten Feldherrn aus der Zeit des 30jährigen Krieges in Tilly-Kaserne umbenannt.3 Diese Kaserne wurde am 30.09.1994 bei einem feierlichen Akt geschlossen. Nach vier Jahren gescheiterter Vermarktungsversuche durch das Bundesvermögensamt kaufte schließlich eine Gesellschaft aus privaten und kommunalen Mitgliedern das Gelände der verwaisten Tilly-Kaserne. In zehn Jahren Arbeit gelang ihnen die Umwandlung des Geländes in ein Wohn- und Gewerbegebiet. Im Folgenden wird diese Umwandlung erläutert und zum Schluss der Arbeit bewertet. 1.1 Definition des Begriffes Konversion bzw. Standortkonversion Prinzipiell bedeutet Konversion „die Umstellung militärisch genutzter Ressourcen auf zivile Nutzung“4. Davon betroffen sind unter anderem die Rüstungsproduktion, -forschung und -entwicklung sowie das militärische Areal. Demzufolge kann man Standortkonversion als Teil der Konversion definieren, bei der militärische Liegenschaften, also Stützpunkte und Übungsplätze, für eine zivile Nutzung umgewandelt werden5. 1.2 Ende des Ost-West-Konfliktes und dessen Zusammenhang mit Deutschland und der Tilly-Kaserne in Neuburg Der Fall der Mauer 1989 in Berlin symbolisiert das Ende des Kalten Krieges und somit das Ende des Ost-West-Konfliktes und die Einigung Deutschlands. Die bisher starke militärische Aufrüstung der Westmächte mit den USA an der Spitze und des Ostblocks unter Verwaltung der Sowjetunion wurde durch Abrüstungsmaßnahmen ersetzt. Im Zuge zahlreicher Verhandlungen, wie z. B. der KSZE (Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa), wurden Friedensverträge geschlossen. Zum Beispiel wurden im KSE-Vertrag (Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa) Bestimmungen zur Truppenreduzierung und zu Rüstungsbeschränkungen festgelegt.6 Im Rahmen dieses Vertrages war auch ein Inspektionsteam aus Russland in der ehemaligen Tilly- Kaserne und überprüfte, ob z. B. die Zahl der Panzer den im Vertrag festgelegten Zahlen entsprach.7 2. Umwandlung der Tilly-Kaserne in eine zivile Nutzung8
Grundmann schreibt in seinem Buch „Regionale Konversion“, dass in ländlich strukturierten Regionen der Beschäftigungseffekt der Bundeswehr als ein positiver regionalwirtschaftlicher Faktor gewertet werde9. Dementsprechend war die Schließung der Tilly- Kaserne in Neuburg nicht erwünscht, da sich dies negativ auf die regionale Arbeitsmarktsituation und Kaufkraft auszuwirken drohte. In der Tilly-Kaserne selbst waren ca. 1500 Soldaten und ca. 83 zivile Arbeitnehmer beschäftigt. Im Zuge einer angedrohten Schließung ließ die Stadt Neuburg im Jahr 1990, um im Bundesverteidigungsministerium für den Standort zu werben, den Wirtschaftsfaktor der Tilly- und der Wilhelm- Frankl Kaserne für die Region ermitteln. Man kam auf eine Zahl von über 100 Mio. Mark, die jährlich durch zivile Aufträge, Materialeinkäufe und auch Arztüberweisungen durch die Bundeswehr sowie durch Standortsoldaten und deren Familien in die Region fließen. Diese Bemühungen konnten dennoch die Bonner Entscheidungen nicht rückgängig machen.10 Zu Arbeitsplatzverlusten kam es jedoch kaum, da die Altersstruktur bei den zivilen Arbeitern so beschaffen war, dass viele in den vorzeitigen Ruhestand geschickt werden konnten, Jüngere fanden im Jagdgeschwader einen neuen Arbeitsplatz. Ein Teil der Heeressoldaten wurde nach Ingolstadt versetzt11, viele aber in die alten und neuen Bundesländer der Bundesrepublik. 2.1 Drei kurze Beispiele erfolgreicher Standortkonversion Da die Umwandlung der Tilly-Kaserne nicht gut gelungen ist, werden im Folgenden drei kurze Beispiele aus Hannover und Flensburg dargestellt. Anhand dieser Beispiele kann man aufzeigen, was sich bei einer besseren politischen Zusammenarbeit und einer besseren Organisation verwirklichen lässt. Die Prinz-Albrecht-Kaserne in Hannover, die Grenzlandkaserne und der Marinestützpunkt in Flensburg sind von der Größe her, gleichwertig mit der Tilly-Kaserne. Im Gegensatz zur Tilly-Kaserne weisen sie jedoch Stadtnähe auf. In beiden Städten war sowohl bei einer besseren Organisation als auch bei einem besseren politischen Rückhalt die Konversion der alten militärischen Einrichtungen erfolgreicher als in Neuburg. Auch wenn Flensburg ein wirtschaftlich nicht begünstigter Standort ist, da nördlich davon die Grenze zu Dänemark liegt und auch südlich davon kaum Industrie vorhanden ist. Die Arbeitslosenquote beträgt regelmäßig zwischen 12 und 15 %. So setzt die Stadt verstärkt auf den Tourismus. Die Prinz Albrecht Kaserne in Hannover soll aber nur ein Beispiel für eine geglückte Umwandlung sein. Es ist logisch, dass eine Stadt wie Hannover mehr Geld für solche Umbaumaßnahmen aufwenden kann als Neuburg. In Neuburg wäre außerdem eine so intensive Wohnbebauung allein schon wegen der Lage Kreuts nicht möglich. 2.1.1 Hannover – Prinz Albrecht Kaserne Die Prinz Albrecht Kaserne wurde im Zuge der Abrüstung Anfang der 90er Jahre geschlossen. Die Kaserne befindet sich mit Straßenbahnanbindung direkt in der Stadt, wodurch das Gelände begünstigt für eine Wohnbebauung ist. Im Jahr 2000 kaufte eine zivile Verwertungsgesellschaft das Kasernengelände und errichtete ein Wohngebiet darauf. Auf dem früheren Exerzierplatz wurden eine Grünanlage und ein Spielplatz angelegt. Außerdem wurden in den Kompaniegebäuden Eigentumswohnungen und Wohnungen für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung mit Fahrstühlen und Stahlbalkonen, welche eine soziale Organisation übernahm, ausgebaut. Im technischen Bereich wurden alle Kraftfahrzeughallen, Schleppdächer und Fahrzeugrampen abgerissen. Dort entstand eine Reihenhaussiedlung mit kleinen Grundstücken, welche nur Familien mit einem geringen Jahreseinkommen und mindestens zwei Kindern erwerben konnten. Die Stadt Hannover war Trägerin dieser Wohnanlage. In einem anderen Bereich entstanden größere Reihenhäuser. Ferner wurde ein Altenheim neu geschaffen und ein Einkaufzentrum errichtet. Neben der Turnhalle wurden ein Kindergarten und eine Schule gebaut, die miteinander verbunden sind. Im Jahr 2000 waren noch nicht alle Bereiche der großen Kasernenanlage neu gestaltet. Man hatte vor allem wegen der denkmalgeschützten Gebäude des technischen Bereiches Probleme. Aber nur vier Jahre später war alles fertig gestellt. In der Kfz-Werkstatt wurde eine Kindertagesstätte eingerichtet. 2.1.2 Flensburg - Grenzlandkaserne In der Flensburger Grenzlandkaserne waren circa 1200 Soldaten stationiert. Nach Abzug der Bundeswehr im Jahr 1993 stand die Kaserne zwei Jahre leer, bis ein ziviler Investor 1,5 Millionen DM dafür bezahlen wollte, um sie zu einem Wohngebiet umzubauen. Die Stadt Flensburg hatte jedoch auch Interesse an diesem Gelände, weil es mitten im Stadtbereich liegt. Die Stadt wollte für das gesamte Gelände aber nur einen Symbolpreis von einer DM bezahlen. Als man jedoch feststellte, dass sich unter Denkmalschutz gestellte Gebäude auf dem Gelände befanden, zog sich der Investor zurück und der Bund musste der Stadt das Gelände überlassen. Eine Wohnungsbaugesellschaft erschloss das Gelände und baute Einfamilienhäuser auf die freien Flächen und Eigentumswohnungen in die alten Kasernengebäude. Da sie aber die Kosten falsch kalkuliert hatte, kam es zu erheblichen Problemen und sie musste Insolvenz anmelden. Durch die bessere Kalkulation einer anderen Wohnungsbaugesellschaft konnte eine neue Siedlung in einem anderen Teil der Kaserne gebaut werden. Die dortigen alten Kasernenblocks aus den 30er Jahren wurden zu Eigentumswohnungen umgebaut. 2.1.3 Flensburg – Marinestützpunkt 1980 war der Marinestützpunkt Flensburg eine stark frequentierte Anlaufstelle der Kriegsschiffe der Bundesmarine. Nach der Wiedervereinigung wurde der Flensburger Marinestützpunkt aufgelöst und das Gelände verkauft. Es blieb nur noch die Marine Fernmeldeschule in den alten Kasernenanlagen. Eine zivile Verwertungsgesellschaft baute auf der Mole12 eine Reihenhaussiedlung und Gebäude mit Geschäftsräumen. Direkt neben der Reihenhaussiedlung wurde ein Yachthafen eingerichtet. Auf der einen Seite kann man mit dem Schiff zu seinem Wohnhaus fahren, auf der anderen Seite parkt das eigene Auto. Trotz immenser Preise konnten alle Reihenhäuser verkauft werden. Kriegsschiffe wurden zum Teil verkauft und in Ausflugsdampfer umgebaut. 2.2 Geschichte der Tilly-Kaserne bis 1994 In der Tilly-Kaserne ist man ähnlich vorgegangen wie in Hannover und in Flensburg. Die Umwandlung der Tilly-Kaserne wird nun Schritt für Schritt dargestellt. 1956 bis 1959 erbaut, blickte die Tilly-Kaserne bei ihrer Schließung auf eine erfolgreiche Geschichte als panzerstärkste Heimatschutzbrigade der Bundesrepublik Deutschland zurück. Bis 1990 wurde die Kaserne stetig erweitert und erneuert. Die Kaserne bestand aus acht Unterkunftsgebäuden, Casino, Stabsgebäude, Sanitätsgebäude, Schulungsgebäude, einer Sporthalle mit neu angelegtem Sportplatz, technischen Einrichtungen wie Hallen, Werkstätten, Garagen und einer noch nie benutzten neuen Panzerwaschanlage13. 2.3 Auflösung der Kaserne Hillebrand Christoph vom Bayerischen Staatsministerium schreibt in einer Pressemitteilung vom 29.01.1998, dass in Bayern seit 1990 über 80.000 Soldaten und zivile Beschäftigte der Bundeswehr und der US-Streitkräfte abgezogen wurden. Als am 15.12.1992 bekannt gegeben wurde, dass die Kaserne geschlossen werden sollte, war Neuburg zutiefst bestürzt. Daher machte sich eine Gesandtschaft aus Landrat Keßler, Bürgermeister Huniar, Bürgermeister Schiele (Oberhausen), dem Landtagsabgeordneten Eugen Freiherr von Redwitz und dem Bundestagsabgeordneten Horst Seehofer direkt auf den Weg ins Bundesverteidigungsministerium nach Bonn, um als Fürsprecher für die Kaserne zu werben. Die anfängliche Zuversicht14 wich jedoch schnell einer Resignation15. Trotz zahlreicher Bemühungen gegen eine Reduzierung des Militärs in Neuburg, schafften es Neuburgs Politiker nicht, den Bonner Entscheidungen entgegenzuwirken. Die Tilly-Kaserne wurde am 30. September 1994 geschlossen. Ab diesem Zeitpunkt sprach man über mögliche Nachfolgenutzungen. 2.4 Altlasten „Das Bundes-Bodenschutzgesetz definiert Altlasten als
stillgelegte Abfallbeseitigungsanlagen sowie sonstige Grundstücke, auf denen Abfälle behandelt, gelagert oder abgelagert worden sind (Altablagerungen), und
Grundstücke stillgelegter Anlagen und sonstige Grundstücke, auf denen mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen worden ist (Altstandorte),
durch die schädliche Bodenveränderungen oder sonstige Gefahren für den einzelnen oder die Allgemeinheit hervorgerufen werden.“ Bei militärischen Liegenschaften handelt es sich vorwiegend um abgegrenzte Gebiete - im Fall der Tilly-Kaserne um den Truppenübungsplatz - die unter Altlastenverdacht standen. In der Tilly-Kaserne ging man von drei Fällen aus, bei denen eventuell gefährliche Rückstande im Boden verblieben sein könnten. Zum einen war es die ehemalige Kreidegrube der Firma Hoffmann, die noch vor der Zeit der Mülltrennung als Müllplatz genutzt wurde. Zum anderen war es der Tontauben-Schießstand, bei dem man Bleirückstände vermutete. Ferner befürchtete man grundwasserschädigenden roten Phosphor von den Blendbrand-Handgranaten. Vor dem Hintergrund, dass Grundwasserströme unterhalb der Donau von Bittenbrunn her von Norden nach Süden verlaufen, wurde durch das Bundesverteidigungsministeriums veranlasst, Altlasten zu melden. Daher wurden 1989 durch das Wehrgeologische Institut in Fürstenfeldbruck umfangreiche Bodenproben entnommen und weitere Untersuchungen des Bodens angestellt. Die Nachforschungen ergaben, dass vom Truppenübungsplatz keinerlei Grundwasserbelastung ausging.16 2.5 Panzerwaschanlage 1988, also ein Jahr vor dem Mauerfall, wurde mit dem Bau der Panzerwaschanlage begonnen. Diese Waschanlage war bereits 1983 bei der zuständigen Wehrbereichsverwaltung in München beantragt worden. Damals war das Jägerbataillon in der Tilly-Kaserne mit Schützenpanzern ausgerüstet worden und die vorhandenen Wascheinrichtungen reichten nicht mehr aus. Im Frühjahr 1988 wurde die Bundeswehr von dem Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt aufgefordert, diese Waschanlage zu bauen, damit keine ungeklärten Abwässer in die südliche Frankenalp eingeleitet werden. Gleichzeitig wurde der Bundeswehr mit einer Strafe gedroht. Diese Aufforderung des Wasserwirtschaftsamtes war Grund, dass bereits im Herbst 1988 mit dem Bau der Waschanlage begonnen wurde. Aufgrund des Mauerfalls im November 1989 gab es im Frühjahr 1990, als sich die Wiedervereinigung abzeichnete, für eineinhalb Jahre einen Baustopp. Es wurde damals bekannt, dass die drei Heimatschutzbrigaden der alten Bundeswehr als erste bei einer künftigen Umgliederung aufgelöst werden sollten. Im Herbst 1991 wurde vom Verteidigungsministerium entschieden, dass in die Tilly- Kaserne ein Transportbataillon stationiert wird. Also wurde der Bau der Panzerwaschanlage als Fahrzeugwaschanlage wieder in Gang gesetzt und im Dezember 1992 fertig gestellt.Aber nicht nur die Baumaßnahmen liefen weiter. Auch das Personal wurde umgegliedert. Die Offiziere wurden versetzt. Die Unteroffiziere wurden von Panzersoldaten in Transportsoldaten umgeschult. Man richtete sich ganz auf die neuen Aufgaben ein. Insgesamt wurden 12,5 Millionen DM für den Bau der Panzerwaschanlage ausgegeben. Drei Wochen nach der Fertigstellung im Dezember 1992, wurde bekannt gegeben, dass die Kaserne geschlossen wird. Als Grund für die endgültige Schließung, gab das Verteidigungsministerium an, dass für notwendige infrastrukturelle Maßnahmen keine Haushaltsmittel zur Verfügung stehen. Für die Tankfahrzeuge des Transportbataillons hätten noch drei Rampen mit Ölauffangwannen gebaut werden müssen. Die Panzerwaschanlage der Tilly-Kaserne ist Symbol für die schlechte Planung der Bundeswehrführung und der verantwortlichen Politiker, die zu einer Geldverschwendung unvorstellbaren Ausmaßes in Deutschland geführt hat. Nicht nur in der Tilly-Kaserne in Neuburg, sondern bundesweit wurden an vielen Militärstandorten die Truppenteile aufgelöst, umgegliedert, neu aufgestellt und wieder aufgelöst. 2.6 Vermarktung der Kaserne durch das Bundesvermögensamt Nach der Schließung der Kaserne erwies sich die Vermarktung durch das Bundesvermögensamt als langwierig. Ein schneller Verkauf des Grundstücks sollte einen möglichst hohen Preis erzielen. Der Wert des gesamten Geländes mit der vorhandenen Bausubstanz, hat damals 60 Millionen Mark betragen.17 2.6.1 Fahrsicherheitszentrum und weitere Nachnutzungen Kaufinteressenten fanden sich nicht viele. Neben den Ideen einer Verwaltungsschule18, eines Fußball-Gymnasiums19, eines Resozialisierungszentrums20 und einer Reha- Klinik21 kam als einziger seriöser Kaufinteressent die Agentur Butz, Krämer und Partner aus Unterföhring bei München in Frage22, die ein Fahrsicherheitszentrum auf dem Gelände errichten wollte. Diese Agentur war jedoch nicht an einer Verwertung des Kasernengeländes mit seinen Gebäuden interessiert, sondern lediglich an einem Fahrsicherheitszentrum im südlichen Teil des Geländes. Dafür benötigte sie noch einige Hektar Land vom angrenzenden Standortübungsplatz. Zudem sollte eine Off-Road-Piste auf dem restlichen Übungsplatz eingerichtet werden. 2.6.2 Scheitern dieses Vorhabens Gleichzeitig beantragte aber der Bund Naturschutz Neuburg die Ausweisung des ca. 170 ha großen Standortübungsplatzes zum Naturschutzgebiet. Es liegt deshalb ziemlich nahe, dass zwei so unterschiedliche Interessen auf keinen gemeinsamen Nenner zu bringen sind. Der Bund Naturschutz weigerte sich, der Agentur Land für ihr Vorhaben zu geben, denn schon zu Bundeswehrzeiten sei man verantwortungsvoll mit dem Übungsplatz umgegangen23. Außerdem hätten sich in diesem Bereich vom Aussterben bedrohte Tierarten angesiedelt, die vom angrenzenden Motorlärm wieder verdrängt werden würden24. Da 1997 das Fahrsicherheitszentrum in Mühlhausen bei Augsburg nur ca. 50 km von Neuburg eröffnet wurde, war es für den Neuburger Naturschutzbund umso absurder, dem Bau in Kreut zuzustimmen25.Zumal es auch das oberste Ziel der Stadt Neuburg gewesen ist, das gesamte Kasernengelände sinnvoll zu verwerten, kam der Verkauf an die Agentur Butz, Krämer und Partner nicht zu Stande, denn für das Vorhaben der Agentur war der gesamte Gebäudekomplex der Kaserne unwichtig und wäre somit verfallen. 2.7 Gründung der Tilly-Immobilie Verwertungsgesellschaft mbH Schon im Januar 1994, also bevor die Tilly-Kaserne geschlossen wurde, sprach Landrat Dr. Richard Keßler von der Gründung einer Verwertungsgesellschaft26. Man ließ schon vorab einen Gesellschaftervertrag aufsetzen. Zu diesem Zeitpunkt sollte auch das Areal des Munitionsdepots in Weichering geschlossen werden. Somit wäre die Gemeinde Weichering auch ein Gesellschafter der Firma „Entwicklungs- und Verwertungsgesellschaft für Bundeswehrliegenschaften Neuburg- Schrobenhausen m. b. H.“ geworden27. Im Rahmen dieser Überlegungen besuchten Mitglieder des Kreistages ein Technologie- Zentrum in Freilassing, das ausschließlich die Ansiedlung von Computerindustrie fördert28. Wegen einer skeptischen Haltung von Oberbürgermeisters Huniar wurde dieser Gedanke jedoch fallen gelassen.29 Zwei Jahre später, nachdem die in Punkt 2.6 genannten Konzepte verworfen wurden, lebte die Idee der Gründung einer Verwertungsgesellschaft wieder auf. 2.7.1 Gesellschafter und deren Aufgabe Am 7.03.1997 wurde die „Tilly-Immobilie Verwertungsgesellschaft mbH“ gegründet und mit einer Million Mark Stammkapital ausgestattet30. Die Gesellschafter waren der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen mit 200.000 DM Anteil, die Stadt Neuburg und die Gemeinde Oberhausen mit je 150.000 DM. Außerdem beteiligten sich die Volksbank- Beteiligungs-GmbH mit 150.000 DM, die Raiffeisenbank Oberhausen/Sinning mit 100.000 DM, die vier Bauunternehmer Mayr, Wittmann, Pettmeser, Meiliger mit insgesamt 160.000 DM und Fritz von Phillipp (der ehemalige Besitzer des Geländes) mit 90.000 DM. Geschäftsführerin war Regierungsrätin Anette Lenz. Als Aufgabe stellte sich die Verwertungsgesellschaft „[…] Erwerb, Erschließung, Vermarktung und Verkauf[…]“ des Geländes der ehemaligen Tilly-Kaserne31 an Betriebe und die Ausweisung des benachbarten Truppenübungsplatzes als Naturschutzgebiet32. Wie im Gesellschaftsvertrag festgelegt, wurde „[d]ie Gesellschaft auf zunächst unbestimmte Zeit gegründet.“ Nach Beendigung ihrer Arbeit sollte die Verwertungsgesellschaft sich selbstauflösen. Diese Auflösung wurde in der Gesellschafterversammlung am 30.04.2008 für den 1.05.2008 beschlossen33. 2.7.2 Kauf der ehemaligen Tilly-Kaserne vom Bundesvermögensamt Die Kaufverhandlungen zogen sich nach der Gründung der Verwertungsgesellschaft ca. eineinhalb Jahre hin. In Neuburg beklagte man sich über „unzumutbare Nebenbedingungen“, die der Bund neben dem Kauf stellte34. Schließlich konnte der Kaufvertrag am 5. Juni 1998 unterschrieben werden35. So wechselte die Kaserne für 2,8 Millionen DM den Besitzer. Der Bund stellte die Bedingung, dass bei einer möglichen Wohnbebauung Nachzahlungen in Höhe von 2,8 Millionen gezahlt werden müssten36. 2.8 Umwandlung des Standortübungsplatzes in ein Naturschutzgebiet Nachdem die Untere Naturschutzbehörde Neuburg-Schrobenhausen die Ansiedlung eines Fahrsicherheitszentrums im Bereich des Standortübungsplatzes erfolgreich hatte verhindern können, machte sie es sich zur Hauptaufgabe, das ca.181 ha große Areal als Naturschutzgebiet ausweisen zu lassen. Dieses Gebiet liegt nach § 2 der „Verordnung über das Naturschutzgebiet Kreut, Landkreis Neuburg-Schrobenhausen“ im Oberbayerischen Amtsblatt Nr. 23/2000 „in der Stadt Neuburg a. d. Donau, Gemarkung Feldkirchen und der Gemeinde Oberhausen, Gemarkung Oberhausen“. In Zusammenarbeit der Verwertungsgesellschaft mit der Unteren Naturschutzbehörde wurde der Standortübungsplatz im Dezember 2000 zum Naturschutzgebiet erklärt37. Aufgrund weiterer Bemühungen beider Parteien konnten nur knapp ein Jahr später Orientierungstafeln errichtet werden, die naturinteressierten Spaziergängern Wanderwege zeigen und Hinweise zu bedrohten Tierarten geben. Gleichzeitig diente eine Broschüre mit dem Titel „Natur beobachten – Natur erleben“ mit reichlichen Informationen über die Tier– und Pflanzenwelt des Naturschutzgebietes dem Zweck der Besucherlenkung38. 2.9 B 16 Trasse Ortsumgehung Unterhausen-Oberhausen und Brücke nach Kreut Seit 1980 bemühte man sich in Oberhausen, die Bundesstraße aus der Ortschaft zu verbannen. Dazu ließ sie ein Planfeststellungsverfahren durch die Straßenbaubehörde Ingolstadt einleiten. 1988 erhielt die Gemeinde Oberhausen drei Vorschläge für eine Umgehungsstraße. Von diesen drei Trassen erschien die heutige Ortsumgehung als die sinnvollste. Als 1999 die Planungen für die neue Ortschaft Kreut weit fortgeschritten waren, erhielt Oberhausen den Bescheid, dass das circa 30-Millionen-Mark-Projekt für das Jahr 2001 in den Bundeshaushalt genommen worden war39. Allerdings kamen mit diesem Plan neue Probleme auf. Die Straßenbaubehörde forderte nun entlang der Einfahrt des Tilly Gewerbegebietes und den Parkplätzen vor der Einfahrt nach Oberhausen eine Kriechspur für LKWs zu errichten, um riskante Überholmanöver zu vermeiden, da diese Strecke als besonders unfallfreudig angesehen wird. Die Voraussetzung für eine solche Kriechspur war aber eine Brücke, die die sichere Ein- und Ausfahrt nach Kreut gewährleisten sollte. Da die Gemeinde Oberhausen den Bau einer solchen Brücke nicht bezahlen konnte, bemühte sie sich um eine Südumgehung quer durch das Naturschutzgebiet40. Da das Naturschutzgebiet jedoch nicht überbaut werden darf und es diesem Plan an politischem Rückhalt fehlte, wurde er abgelehnt41. Tatsächlich kann man sagen, dass das Verkehrsaufkommen bei Kreut noch lange nicht so hoch ist, dass eine Brücke für die sichere Ein- und Ausfahrt erforderlich ist. Sollte das Verkehrsvolumen jedoch größer werden, so dass Fahrzeuge aus Kreut nur noch sehr schlecht ein- und ausfahren können, ist es möglich, dass die Straßenbaubehörde den Bau einer Brücke und einer Kriechspur für LKWs festlegt. 2.10 Leistungen der Tilly- Immobilie Verwertungsgesellschaft mbH Nach dem Kauf des rund 28 ha großen Kasernenareals machte sich Geschäftsführerin Annette Lenz daran, einen Flächennutzungsplan zu erstellen. Zunächst plante man, ein reines Gewerbegebiet auf dem Gelände des neu entstandenen „Tilly-Parks“ zu errichten. Mangels Bewerbern konnte dieser Plan jedoch nicht verwirklicht werden. Deshalb beabsichtigte man im östlichen Teil des Geländes ein Wohnbaugebiet zu errichten. Wie die Neuburger Rundschau am 3.05.2008 berichtete, sind 13,3 ha Gewerbe- und Industriefläche, 3,2 ha Wohnbaufläche und 11,5 ha Grün-, Sport- und Verkehrsfläche entstanden. Man investierte in Straßen, Kanal- und Wasserleitungen. Bedeutend höher seien aber die Ausgaben für den Abriss von vier Unterkunftsgebäuden, sowie einer alten Sporthalle und des versiegelten Exerziersplatzes gewesen. 2.10.1 Entstehung des Gründerzentrums Im Mai 2002 wurde im renovierten Stabsgebäude das „Existenzgründerzentrum Neuburg“ eröffnet. Das Existenzgründerzentrum bietet Büroräume für ideenreiche Jungunternehmer im Technologie- und Dienstleistungssektor. Zu einem Preis von 5 Euro pro Quadratmeter können Räume ab einer Größe von 27 qm gemietet werden. Daneben erhalten Existenzgründer Beratung durch Experten sowohl im Gründerstadium als auch im laufenden Geschäftsbetrieb und Unterstützung durch den Förderverein des Gründerzentrums Neuburg – Schrobenhausen42. Mit dem Existenzgründerzentrum wurde in Neuburg die frühere Idee eines Technologiezentrums verwirklicht (siehe Punkt 2.7). 2.10.2 „Kreut“ - Neuer Ortsteil der Gemeinde Oberhausen Zum ersten Mal musste die Untere Naturschutzbehörde in die Arbeit der Verwertungsgesellschaft eingreifen, als sie davon hörte, dass bei den Abrissarbeiten im östlichen Teil des Geländes, dem heutigen Wohnbaugebiet „Am Burgholz“ , circa 2,6 ha Wald ohne Genehmigung gerodet wurden43. In diesem Gebiet sind nach dem Abriss von vier Unterkunftsgebäuden im Sommer 2002 57 Grundstücke entstanden und für den Verkauf freigegeben worden44. Bis zum heutigen Zeitpunkt konnte nur ein Teil der Grundstücke verkauft werden. Insgesamt beherbergt Kreut 46 Einwohner (Stand 3.05.2008 aus Neuburger Rundschau). Die geringe Einwohnerzahl von Kreut lässt sich auf die abgelegene Lage zurückführen. Es gibt im Ort weder Einkaufsmöglichkeiten noch Kinderbetreuungseinrichtungen. Baut eine Familie dort ein Haus, braucht sie mindestens einen Zweitwagen. Andererseits sieht man an der modernen Architektur und an der Größe der Häuser, dass für diese Familien, Geld keine große Rolle spielt. Die Gewerbeansiedlung in Kreut profitiert jedoch von einer guten Verkehrsanbindung. 38 Firmen, die ca. 100 Arbeitsplätze schaffen, fanden dort ihren Standort (Stand 3.05.2008 aus Neuburger Rundschau). An diesem Standort sind sowohl Handwerksbetriebe als auch moderne Dienstleistungsunternehmen, wie z. B. ein Tief- und Straßenbauunternehmen oder ein Computerfachhandel, vertreten 45. In einem der Gebäude befindet sich die EDV-Firma Artner. Der Inhaber dieser Firma lobte in einem Interview mit der Neuburger Rundschau das Platzangebot und sagte überdies, dass seine Firma nicht von einer stark frequentierten Geschäftsstraße abhängig sei46. Das müssen die Firmen in Kreut auch sein, denn nur von Mundpropaganda, lässt sich in dieser Lage keine wirkliche Existenz aufbauen. 3. Résumé und Zukunftsaussichten Insgesamt ist es der Verwertungsgesellschaft in zehn Jahren Arbeit gelungen, Gewerbe anzusiedeln und ein Wohngebiet zu errichten. Dadurch ist die neue Ortschaft Kreut entstanden. Die Konversion ist, wie in Punkt 2.1 erläutert, anderen Städten Deutschlands jedoch besser gelungen als Neuburg. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass der größte Teil Kreuts auf Oberhausener Land liegt und somit auch ein Ortsteil der Gemeinde Oberhausen ist. Da ein Flächentausch mit der Mittelstadt Neuburg für die Oberhausener nicht in Frage kam47, erhielt Oberhausen wenig Unterstützung von der Stadt Neuburg, nicht zuletzt weil die Kommunikation oft scheiterte48. Fakt ist, dass der Verkauf der Grundstücke nicht auf ein befriedigendes Niveau angestiegen ist. Das kann jedoch nicht nur an der gesunkenen Nachfrage nach Bebauungsland liegen49, wie das Beispiel Heinrichsheim zeigt. Dort konnte nämlich vor ein paar Jahren neues Bebauungsland sehr schnell verkauft werden. Trotzdem ist es möglich, dass die Einwohnerzahl von Kreut in den nächsten Jahren wächst. Denn in Anbetracht der Tatsache, dass ein neuer Flächennutzungsplan der Stadt Neuburg eine Westerweiterung am Donauwörther Berg vorsieht50, ist es möglich, dass die Siedlung Kreut an Attraktivität gewinnt. 4. Danksagung Ich möchte mich bei meinen Helfern herzlich bedanken. Ohne sie hätte ich wahrscheinlich ein paar Wochen in Zeitungsarchiven verbracht. Am meisten möchte ich mich aber bei Herrn Weinrich und seiner Frau bedanken, zum einen für ihre Gastfreundschaft und Geduld und zum anderen natürlich für das viele Insider-Wissen. Erst durch ihn ist die Arbeit für mich interessant geworden. Vielen Dank dafür. Julia Bernhard Fußnoten:
net3
net1
net2
Brockhaus, S.701
Krause, Peter, Veräußerung von Flächen des Militärs, in: Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie, 1995, S.58-76
s.o.
Schnelzer H., Neuburg versteckt keine Panzer, in: NR, Nr.190 vom 19.08.1992
Bilder im Anhang S.27 - 31
Kap. 2.2, S.25
vgl. Interview Herr Weinrich
Der letzte Heeressoldat verläßt Neuburg, in NR, Nr. 196 vom 26.08,1994
Eine Mole ist eine Anlegestelle für große Schiffe, welche auch mit Lastkraftwägen befahren werden kann (Information von Herrn Weinrich)
vgl. Anhang S.26
Tilly-Kaserne weiter im Gespräch, in: NR, Nr. 16, 21.01.1993
Was wird aus der Tilly-Kaserne?, in NR, Nr. 110, 14.05.1993
vgl. Interview mit Herrn Weinrich
vgl. Interview mit Herrn Weinrich
Abwarten bis Ausschreibungsende, in NR, Nr.38 vom 15.02.1996
Fußballer-Gymnasium in Neuburg?, in NR
Resozialisierung in der Tilly-Kaserne?, in NR, Nr. vom 5.02.1996
Lichtenstern Ch., Reha-Klinik in der Tilly-Kaserne im Gespräch, in NR, Nr. 158 vom 11.07.1996
Waigel: Tilly-Kaserne wird nicht verschleudert, in NR, Nr. vom 10.08.1996
Brief von Herr Weinrich an Herrn Minister Dr. Goppel (Bayrisches Umweltministerium) vom 12.07.1996
Naturschutz oder doch Arbeitsplätze?, in NR, Nr. vom 18./19.05.1996
vgl. Interview mit Herrn Weinrich
Minister Seehofer verspricht Hilfe, in NR, Nr. 14 vom 19.01.1994
vorab Gesellschaftervertrag
Frey Ch., Technologie-Zentrum für die Tilly-Kaserne?, in NR, Nr. von 1994
Frey Ch., Wer will jetzt die Tilly-Kaserne, in NR, Nr. vom 5.2.1994
Frey Ch., Tilly-Kaserne: Vertreter sind jetzt handelseinig, in NR, Nr. 56 vom 08./09.03.1997
Gesellschaftsvertrag vom 7.03.1997
Erstes Treffen der Tilly-GmbH; Landrat Keßler erhielt Vorsitz, in SOBZ, Nr.90 vom 19./20.04.1997
Gesellschafterversammlung vom 30.04.2008
Tilly-Kaserne: Kauf vorerst gescheitert, in NR, Nr. 31 vom 7.2.1998
Kopie des Kaufvertrages, Notarielle Urkunde, 5.06.1998
Ankauf der Tilly-Kaserne unter Dach und Fach, in SOBZ, Nr. 78, vom 1.04.1998
vgl. Anhang S. 32
vgl. Anhang S. 37
Gute Karten für Umgehung, in NR, Nr. 171 vom 28.07.1999
vgl. Anhang S. 33 - 36
Briefverkehr zwischen Herr Weinrich und Oberregierungsrätin Kettermann-Tröger vom 12.02.2003
Broschüre des Gründerzentrums, vgl. Anhang S. 38; Tilly-Park öffnet Tore für Gründer, in SOB, Nr. 224 vom 28.09.2001
Abräumen im Tillypark bald beendet;Forstamt verlangt Ersatz für die Rodung, in NR, Nr. 64 vom 16.03.2002
Jetzt kann endlich am Burgholz gebaut werden, in NR, Nr.136 vom 15.06.2002
Eigenrecherche in Kreut
Frey Ch., Wandel in alten Militär-Mauern, in NR, Nr. 96 vom 26.04.2000
vgl. Interview mit Herrn Weinrich
Neue Trasse gefährdet Umgehung, in SOB, Nr. 156 vom 10./11. 07.1999
Die Tilly-GmbH wird sich bald auflösen, in DK, Nr. 286 vom 12.12.2005
Siedlung orientiert sich nach Westen, in SOB, Nr. 298 vom 28.12.2000
5. Literatur und Quellenverzeichnis 5.1 Literatur Ehlert W., Krummreich A., Baustelle Bundeswehr, Frankfurt am Main, 2006 Grundmann M, Regionale Konversion, Münster, Hamburg, 1994 Gerl, Thomas, Wohnen auf dem Kasernenhof, in: Bundesbaublatt, 1999, S. 42-45 Krause, Peter, Veräußerung von Flächen des Militärs, in: Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie: Raumbezogene Planung und Geographie, Regensburg, 1995, S.58-76 Wagner K., Einordnung von Konversion als Innen- oder Außenbereich, in: Der Bayerische Bürgermeister, Konversion- Umwandlung militärischer Liegenschaften für die zivile Nutzung 7/8.1995, S.241-267
Zeitung
Datum
Titel
NR, 88
14.04.1992
Transportmittel lösen Panzer demnächst ab
NR, 190
19.08.1992
Schnelzer H., Neuburg versteckt keine Panzer
NR, 16
16 21.01.1993
Tilly-Kaserne bleibt weiter im Gespräch
NR, 110
14.05.1993
Was wird aus der Tilly-Kaserne?
NR, 14
19.01.1994
Frey Ch., Minister Seehofer verspricht Hilfe
NR, 29
05.02.1994
Frey Ch., Wer will jetzt die Tilly-Kaserne?
NR, 196
26.08.1994
Der letzte Heeressoldat verläßt Neuburg
NR
Jahr 94
Oberhausen drängt auf Aufhebung des Bundeswehr-Widerspruches
NR
Jahr 1994
Frey Ch., Technologie-Zentrum für die Tilly-Kaserne?
NR
Jahr 1994
Glatz U., Fußballer-Gymnasium in Neuburg?
NR
Jahr 1994
Frey Ch., Manövergelende soll weg
NR, 261
13.11.1995
Glatz U., Tilly-Kaserne als Naturschutzgebiet genutzt?
NR
Jahr 1995
Frey Ch., Trotz des Wendehalses eine Wende?
NR, 22
27./28.01.1996
Tilly-Kaserne: SPD will „Dampf machen“
NR, 29
05.02.1996
Glatz U., Resozialisierung in der Tilly-Kaserne?
NR, 31
07.02.1996
Albert Schmidt bittet Seehofer um Unterstützung
NR, 38
15.02.1996
Leitmayr M., Abwarten bis Ausschreibungsende
NR, 80
04./05.04.1996
Vier Bewerber für Tilly-Kaserne
NR, 114
18./19. 05.1996
Glatz U., Naturschutz oder doch Arbeitsplätze
NR, 125
01.06.1996
Goppel wartet ab
NR, 158
11.07.1996
Lichtenstern Ch., Reha-Klinik in der Tilly-Kaserne im Gespräch
NR, 159
12.07.1996
Lichtenstern Ch., Keßler: Fußangeln beim Fahrzentrum in Kaserne Lichtenstern Ch., SPD: Kreis soll Weg für Autoclub ebnen
NR, 170
25.07.1996
Frey Ch., Die leere Tilly-Kaserne ist weiter auf dem Markt
NR, 182
08.08.1996
Gerstmayer J., Auto-Zentrum Reha-Klinik oder Natur
NR, 184
10.08.1996
Lichtenstern Ch., Waigel: Tilly-Kaserne wird nicht verschleudert
NR, 229
04.10.1996
Frey Ch., Zwei Firmen wollen die Tilly-Kaserne
NR, 284
09.12.1996
Tilly-Kaserne: Siedlung mit Altenheim und Gewerbe?
NR
Jahr 1996
Naturschützer geben keinen Meter preis
NR, 10
14.01.1997
Bickel M., Für die Tilly-Kaserne gute Zukunft in Sicht
NR, 56
08./09.03.1997
Frey Ch., Tilly-Kaserne: Vertreter sind jetzt handelseinig
SOB, 56
08./09.03.1997
Schwere Geburt Tilly-GmbH geschafft
SOB, 90
19./20.04.1997
Erstes Treffen der Tilly-GmbH; Landrat Keßler erhielt Vorsitz
NR, 115
23.05.1997
Frey Ch., Entscheidende Gespräche über Kauf von Tilly-Kaserne
SOB,164
19./20.07.1997
ADAC-Fahrsicherheitszentrum in der Tilly-Kaserne; Oberhausener Bürgermeister sieht neue Chancen
DK, 228
04./05.10.1997
Abrißkosten verzögern Kauf der Tilly-Kaserne
NR, 31
07.02.1998
Tilly-Kaserne: Kauf vorerst gescheitert
DK, 31
07./08.02.1998
Kein Kauf der Tillykaserne; Verhandlungen stagnieren
SZ, 32
09.02.1998
Pfeffer F., Zündende Ideen für Munitionsdepots gesucht
NR, 76
01.04.1998
Frey Ch., Tilly-Kaserne: Kauf ist perfekt
SOB, 76
01.04.1998
Ankauf der Tillykaserne unter Dach und Fach
SOB, 115
20.05.1998
Potente Mittelstandsbetriebe gesucht; JVA kein Thema für die Tilly-Kaserne
SOB, 230
07.10.1998
Der erste Betrieb zieht fest in die Tillykaserne ein; Landrat sieht Arbeitsmarkt im Kreis als "geräumt"
NR, 189
19.08.1998
Glatz U., Tilly-Gelände scheint begehrt
NR, 195
26.08.1998
Stumpf A., Riesige Stahlkonstruktion auf dem Kasernengelände
NR, 196
27.08.1998
Justizvollzugsanstalt in die Tilly-Kaserne?
SOB, 230
07.10.1998
Der erste Betrieb zieht fest in die Tillykaserne ein; Landrat sieht Arbeitsmarkt im Kreis als "geräumt"
NR, 228
05.10.1998
Städtebaulicher Vorentwurf für Tilly-Kaserne liegt vor
NR, 252
02.11.1998
Tilly-Park stößt auf Skepsis
NR
Jahr 1998
Bald grünes Licht für Tilly-Ranch
NR, 28
04.02.1999
Die Zukunft haust in alten Militär-Gemäuern
NR, 150
03.07.1999
Planung für den neuen Ortsteil Kreut
SOB,156
10./11.07.1999
Neue Trasse gefährdet Umgehung
NR, 171
28.07.1999
Gute Karten für Umgehung
NR
Jahr 1999
Reichl M., Schiele: „Endlich Nägel mit Köpfen“
NR, 217
20.09.1999
Bebauungsplan Kreut macht Fortschritte
NR, 96
26.04.2000
Frey Ch., Wandel in alten Militär-Mauern
NR, 292
19.12.2000
Oberhausen verlagert Bauhof nach Kreut
SOB,293
20.12.2000
Bauhof wird bald nach Kreut verlegt
NR, 298
28.12.2000
Stadt orientiert sich nach Westen
SOB, 82
07./08.04.2001
Gründerzentrum für Tillykaserne
Wochenzeitung,
Neuburg 19.06.2001 Tilly-Park – Das Gewerbegebiet im Grünen NR, 224 28.09.2001 Rinke M., Ein Zentrum für das innovative Potenzial SOB, 224 28.09.2001 Tilly-Park öffnet Tore für Gründer NR Die Natur erleben, aber sorgsam SOB, 286 12.12.2001 In der Tillykaserne wird abgeräumt NR, 03.01.2002 Reichl M., Die letzten Reste von der Tilly-Kaserne Extra 28.02.2002 Aus Kaserne werden moderne Wohnungen SOB, 64 16.03.2002 Abräumen im Tillypark bald beendet; Forstamt verlangt Ersatz für die Rodung DK, 64 16./17.03.2002 Abräumen im Tillypark bald beendet; Forstamt verlangt Ersatz für Rodung NR, 136 15.06.2002 Jetzt kann endlich am Burgholz gebaut werden NR, 139 19.06.2002 Bachmeier U., Bayern will mit Land sparsamer umgehen DK, 286 12.12.2005 Die Tilly-GmbH wird sich bald auflösen NR 03.05.2006 Rinke M., Nervenaufreibendes, spannendes Projekt NR 18.06.2006 Konversion bringt 130 Arbeitsplätze DK 02.05.2008 Tilly-GmbH zieht einen Schlussstrich NR, 103 03.05.2008 Umwandlung der Tilly-Kaserne abgeschlossen 5.2 Archivalien der Kreisstadt Neuburg a. d. Donau Bayerisches Staatsministerium des Inneren, Beckstein: Neue Nutzung militärischer Liegenschaften ist Herausforderung für Staat, Kommunen und private Investoren, 29.01.1998 Broschüre: Natur beobachten – Natur erleben, Landratsamt Neuburg- Schrobenhausen (Hsg.), Neuburg, 2004 Broschüre: Gründerzentrum, Tilly-Immobilie Verwertungsgesellschaft El Naib A., Jüngst W., Schütz E. (Hsg.), Die Bundesrepublik Deutschland bietet zum Kauf an: TILLY-KASERNE Ebe Sibylle, Ebe Johann, Tilly-Kaserne Neuburg a. d. Donau / Oberhausen, Gutachten zur Nachnutzung, 1994 Gesellschaftervertrag, 1993 Gesellschaftsvertrag, 7.03.1997 Gesellschafterversammlung vom 30.04.2008 Kopie des Kaufvertrages, Notarielle Urkunde, 5.06.1998 Lenz A., Presseinformation, Ankauf Tilly-Kaserne gescheitert? , 06.02.1998 Lenz A., Presseinformation, Straßenbauamt verhindert Gewerbeansiedlung im Ortsteil Kreut, 27.01.1999 Lenz A., Presseinformation, Tag der offenen Tür im Gewerbepark Kreut, 04.07.2000 Niederschrift: Öffentliche Sitzung des Stadtrates der Stadt Neuburg an der Donau am 28.01.1997 Presseinformation von der Pressestelle des Landratsamtes ND-SOB, Call-Center in der ehemaligen Tilly-Kaserne; Investieren in innovative Lösungen, 10.03.2000 Presseinformation von der Pressestelle des Landratsamtes ND-SOB, Existenzgründerzentrum Neuburg nimmt Konturen an, (k. A.) Herbst 2001 Verordnung über das Naturschutzgebiet „Kreut“, Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, in: Oberbayerisches Amtsblatt Nr. 23 vom 1.12.2000 , S.155ff 5.3 sonstige Quellen net1: http://www.neuburg-donau.de/unsere_stadt/geschichte/daten/daten.htm aufgerufen am 18.01.2009 net2: http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_t%E2%80%99Serclaes_von_Tilly aufgerufen am 18.01.2009 net3: http://de.wikipedia.org/wiki/Regiment aufgerufen am 18.01.2009 06.04.2008 und 18.04.2008 Gespräch mit Gunter Weinrich (ehem. Standortältester, Mitglied des Naturschutzbundes) Chronik der Tilly-Kaserne, keine offizielle Ausgabe
Neuburg 19.06.2001 Tilly-Park – Das Gewerbegebiet im Grünen NR, 224 28.09.2001 Rinke M., Ein Zentrum für das innovative Potenzial SOB, 224 28.09.2001 Tilly-Park öffnet Tore für Gründer NR Die Natur erleben, aber sorgsam SOB, 286 12.12.2001 In der Tillykaserne wird abgeräumt NR, 03.01.2002 Reichl M., Die letzten Reste von der Tilly-Kaserne Extra 28.02.2002 Aus Kaserne werden moderne Wohnungen SOB, 64 16.03.2002 Abräumen im Tillypark bald beendet; Forstamt verlangt Ersatz für die Rodung DK, 64 16./17.03.2002 Abräumen im Tillypark bald beendet; Forstamt verlangt Ersatz für Rodung NR, 136 15.06.2002 Jetzt kann endlich am Burgholz gebaut werden NR, 139 19.06.2002 Bachmeier U., Bayern will mit Land sparsamer umgehen DK, 286 12.12.2005 Die Tilly-GmbH wird sich bald auflösen NR 03.05.2006 Rinke M., Nervenaufreibendes, spannendes Projekt NR 18.06.2006 Konversion bringt 130 Arbeitsplätze DK 02.05.2008 Tilly-GmbH zieht einen Schlussstrich NR, 103 03.05.2008 Umwandlung der Tilly-Kaserne abgeschlossen 5.2 Archivalien der Kreisstadt Neuburg a. d. Donau Bayerisches Staatsministerium des Inneren, Beckstein: Neue Nutzung militärischer Liegenschaften ist Herausforderung für Staat, Kommunen und private Investoren, 29.01.1998 Broschüre: Natur beobachten – Natur erleben, Landratsamt Neuburg- Schrobenhausen (Hsg.), Neuburg, 2004 Broschüre: Gründerzentrum, Tilly-Immobilie Verwertungsgesellschaft El Naib A., Jüngst W., Schütz E. (Hsg.), Die Bundesrepublik Deutschland bietet zum Kauf an: TILLY-KASERNE Ebe Sibylle, Ebe Johann, Tilly-Kaserne Neuburg a. d. Donau / Oberhausen, Gutachten zur Nachnutzung, 1994 Gesellschaftervertrag, 1993 Gesellschaftsvertrag, 7.03.1997 Gesellschafterversammlung vom 30.04.2008 Kopie des Kaufvertrages, Notarielle Urkunde, 5.06.1998 Lenz A., Presseinformation, Ankauf Tilly-Kaserne gescheitert? , 06.02.1998 Lenz A., Presseinformation, Straßenbauamt verhindert Gewerbeansiedlung im Ortsteil Kreut, 27.01.1999 Lenz A., Presseinformation, Tag der offenen Tür im Gewerbepark Kreut, 04.07.2000 Niederschrift: Öffentliche Sitzung des Stadtrates der Stadt Neuburg an der Donau am 28.01.1997 Presseinformation von der Pressestelle des Landratsamtes ND-SOB, Call-Center in der ehemaligen Tilly-Kaserne; Investieren in innovative Lösungen, 10.03.2000 Presseinformation von der Pressestelle des Landratsamtes ND-SOB, Existenzgründerzentrum Neuburg nimmt Konturen an, (k. A.) Herbst 2001 Verordnung über das Naturschutzgebiet „Kreut“, Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, in: Oberbayerisches Amtsblatt Nr. 23 vom 1.12.2000 , S.155ff 5.3 sonstige Quellen net1: http://www.neuburg-donau.de/unsere_stadt/geschichte/daten/daten.htm aufgerufen am 18.01.2009 net2: http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_t%E2%80%99Serclaes_von_Tilly aufgerufen am 18.01.2009 net3: http://de.wikipedia.org/wiki/Regiment aufgerufen am 18.01.2009 06.04.2008 und 18.04.2008 Gespräch mit Gunter Weinrich (ehem. Standortältester, Mitglied des Naturschutzbundes) Chronik der Tilly-Kaserne, keine offizielle Ausgabe
Eindämmung des Corona-Virus
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