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Lebensräume Jung & Alt
Liebe Leserinnen und Leser,
Abwasserbeseitigung
Kläranlage Gemeinde Oberhausen
Am 27.09.2006 wurde der Probebetrieb unserer neuen Kläranlage in Oberhausen aufgenommen. Bisher wurden die Abwässer durch ein Schreiber-Tropfkörper-Klärwerk gereinigt. Die seit 1972 betriebene Anlage entsprach nicht mehr den neuen Anforderungen der Abwassereinigung. In einer Studie vom 21.03.2002 von Wipfler Plan wurde untersucht, ob diese durch die Ertüchtigung der alten Kläranlage oder durch den Neubau der Kläranlage wirtschaftlich sinnvoll erfüllt werden können. Die weiteren Untersuchungen ergaben, dass es sinnvoll sei, eine neue Kläranlage für 3.000 Einwohnerwerte mit zwei Schlammstapelbehältern und einem Presswassersilo zu errichten und zu betreiben. Durch den Bau einer neuen Kläranlage sollten die Anforderungen an die Abwasserreinigung auch langfristig erfüllt werden können, die Klärschlammentsorgung zentralisiert, genügend Kapazität für weitere Entwicklungen und der Anschluss von Einzelgehöften und Gemeindeteilen geschaffen werden.
Ausgrabung Unterhausen
Georg Habermayr
Im Zuge des Neubaus der Bundesstraße 16 als Ortsumfahrung von Ober- und Unterhausen – erster Spatenstich am 14. Mai 2001, Verkehrsfreigabe am 30. Juli 2004 – wurden im Bereich der nördlichen Zufahrtsrampe des Brückenbauwerkes „Am Ziegler“ Körpergräber bei Erdarbeiten angeschnitten. Der informierte Kreisheimatpfleger Ludwig Lang konnte vier größere, hellgrauockerne Bereiche, 2 x 3 Meter bis 3 x 4 Meter mit Knochensplitter-streuungen und einigen Skelettteilen feststellen. Die Skelettteile waren durch Erosion freigelegt worden.
Das für die Bauausführung der B 16 zuständige Straßenbauamt Ingolstadt beauftragte die Firma Pro Arch GmbH, Ingolstadt, mit der wissenschaftlichen Untersuchung, um archäologische Funde zu bergen und zu dokumentieren. Eine archäologisch fachliche Erkundung der gesamten Neubaustrecke von 5,2 km der Ortsumfahrung von Ober- und Unterhausen fand nach der Humusabtragung im März/April 2002 durch eine Fachfirma statt, wobei keine besonders erwähnenswerten Funde gemacht wurden.
Wohnkonzept
Zuhause in den eigenen vier Wänden
Das Projekt „Lebensräume für Jung und Alt“ in Oberhausen umfasst 12 Wohneinheiten. Die Wohnungen sind mit eineinhalb bis vier Zimmern und 50 bis 100 Quadratmetern für junge und ältere Bewohner interessant, seien es Alleinstehende, Paare oder Familien.
Sie sind über einen Aufzug zu erreichen, bieten eine barrierefreie Ausstattung, u. a. rollstuhlgeeignete Bäder und keine Türschwellen und sind damit auch für die Pflege geeignet. Alle Wohnungen verfügen über Terrasse oder Balkon und einen eigenen Keller. 8 Carport- und 12 Autostellplätze sind vorhanden. Die Wohnungen werden an Privatleute verkauft, zur
Neuburger Schießplätze
Die Schießplätze der Neuburger Garnison
Roland Holzmayr
Der Bau der "Alten Kaserne" (heute Landratsamt) von 1768 bis 1772 und der Bezug durch zunächst wechselnde Truppenteile machte Neuburg zur Garnison. Die Ausbildung der Soldaten im Gefechtsdienst und im Schießen erforderte entsprechende Möglichkeiten. Zunächst wurde noch im freien Gelände ausgebildet und geschossen. Mit der ersten länger absehbaren Belegung der Kaserne durch das 7. Linieninfanterieregiment "Fürst Löwenstein" ab 1804 wurden ständig nutzbare Ausbildungseinrichtungen nötig.
Projektentwicklung
Ausgangslage
Gemeindeteil Sinning, 770 Einwohner völlig unterversorgt, kein DSL
Gemeindeteile Oberhausen, Unterhausen bis zu 60 % mit Kabel Deutschland versorgt
Gemeindeteil Kreut wird mit bis zu 6 Mbit/s über die Telekom versorgt
Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern, 30 Telefonanschlüsse verfügt über 0,3 Mbit/s
Unternehmen mit 30 Mitarbeitern verfügt über 0,7 MBit/s
Freie Mitarbeiter/Home-office können ihre Tätigkeiten nur außerhalb der Gemeinde Oberhausen nachgehen
Angebot der Telekom für einen Ausbau bis zu 6.016 kbit/s (Downstream) und 576 kbit/s (Upstream) 523.600 Euro Baukostenbeteiligung durch die Gemeinde Oberhausen gefordert (bedeutet verlorene Kostenbeteiligung, kein Mitspracherecht, kein Eigentum; weitere Kosten für weiteren zukünftigen Ausbau z.B. bis zu 16 MBit nicht ausgeschlossen)
Ergebnis der Machbarkeitsstudie der Gemeinde Oberhausen: Einziger vernünftiger Ausbau ist die Verlegung eines Glasfasernetzes bis ins Haus (FttH)
Machbarkeitsstudie zur Breitbandversorgung in der Gemeinde Oberhausen vom 25. März 2009
Fazit
... die Erkenntnisse, dass bei Investitionen zur Breitbandversorgung über die Kupferdoppelader (DSL System) es zu bedenken gilt, dass diese Technik zwar stetig weiterentwickelt wird, aber nie in puncto Bandbreite mit FttH Netzen konkurrenzfähig sein wird...
... In Skandinavien werden aber schon heute 1000 Mbit per Glasfaser, also FttH angeboten. Dieses Beispiel zeigte klar, dass es bei Investitionen in die Kupferdoppelader ein sehr hohes Risiko gibt, in bereits überholte Technik (fehl) zu investieren...
... über die Hälfte der Kommunen in Schweden besitzen eigene Glasfaserinfrastruktur, die entweder die Kommune selbst oder der kommunale Energieversorger betreibt...
... Breitbandversorgung per Funk und/oder Kupferdoppelader (ADSL) ist im Hinblick auf das von der Bundesregierung gesteckte Ziel von mindestens 50 Mbit Bandbreite pro Benutzer nur als Übergangslösung zu sehen...
... Ergebnis der Studie war, dass die Gemeinde Oberhausen mit FttH (Glasfasernetz) die finale Ausbaustufe des Breitbandnetzes erreicht. Jede Maßnahme, die das FttH Netz zum Ziel hat, ist richtig...
(Auszüge/Zitate aus der Machbarkeitsstudie vom 25.03.2009, H. Dipl.-Ing. (FH) Thomas Lecker)
Förderung der Ausbaumaßnahme
Eine Förderung wurde auf mehrmaliger Anfrage nicht gewährt, da
der Ausbau mit FttH-Glasfaser bis ins Haus 50 MB Up- und Download keine Wirtschaftlichkeitslücke ausweist.
die Glasfaserinfrastruktur über den Backbone hinaus bis hin zum einzelnen Teilnehmer heute Stand der Technik ist und daher technisch nicht als pilotwürdig eingestuft werden kann.
Ziel der Gemeinde Oberhausen
Nachhaltige Versorgung der Bevölkerung mit Breitband in wirtschaftlicher wie auch technischer Hinsicht. Integrierte Gesamtlösung mit zukunftsfähigem Glasfasernetz FttH, 50 MBit/s up- und download im Einstieg sowie Ausbaufähigkeit.
Kommunales Eigentumsrecht, Mitspracherecht, Refinanzierung der Infrastruktur ohne kommunalen Mitteleinsatz;
Die Wirtschaftlichkeit des Projektes konnte nur durch eine Anschlussquote von 75% der Haushalte erreicht werden. Diese Vorgaben konnte nicht alleine durch die Mitglieder des Gemeinderates und der Gemeindeverwaltung erzielt werden. Es konnten rund 70 Bürgerinnen und Bürger als Multiplikatoren gewonnen werden, die dieses Projekt den einzelnen Haushalten vorstellten.
Multiplikatoren
Durch den Einsatz von ca. 70 Multiplikatoren, Frauen und Männern aus der Gemeinde Oberhausen, die sich bereit erklärt haben:
die Gemeinde bei der Umsetzung zu unterstützen
Freizeit zu opfern (ca. 2000 ehrenamtliche Stunden)
Überzeugungsarbeit zu leisten
die Informationen in die Bevölkerung zu transportieren
und letztendlich auch die mehr als 800 Verträge bei den Bürgerinnen und Bürgern zu sammeln sowie Hilfestellung beim Ausfüllen der Verträge zu leisten
Technische Daten
Ausschreibung
Am 16.6.2009 beschloss der Gemeinderat der Gemeinde Oberhausen die Errichtung eines Multimedia-Breitbandnetzes europaweit auszuschreiben. Mit der Durchführung wurde das Büro mdcon UG von Herrn Martin Dreisewerd beauftragt. Der Geschäftsführer der Firma mdcon UG, Martin Dreisewerd, hat über 20 Jahre Erfahrung im Bereich Informations- und Telekommunikationstechnologie sowie im Projektmanagement. Das Unternehmen verbindet die Bereiche Daten- und Telekommunikation, Beratung der öffentlichen Hand und Projektmanagement miteinander.
Mit der Ausschreibungsunterlage sollte eine Lösung herbeigeführt werden, die ein zukunftsfähiges Netzwerk zur Versorgung aller Bürger der Gemeinde Oberhausen mit breitbandigem Internet bietet. Die Bieter wurden aufgefordert, folgende Rahmenbedingungen zu erbringen:
Alle Einwohner mit mindestens 50 Mbit/s Bandbreite pro Anschluss anbinden
Die Zukunftssicherheit darstellen
Diskriminierungsfreie und technikneutrale Bereitstellung des Netzes für Dritte
Ein Finanzierungskonzept ausarbeiten
Beteiligungsmöglichkeit der Gemeinde Oberhausen
Als Ergebnis der Ausschreibung wurde als Vergabevorschlag die Firma sacoin GmbH ermittelt.
Durchführungsbeschluß
Der gesamte Gemeinderat der Gemeinde Oberhausen entschied am 17.12.2009 einstimmig den Breitbandausbau in der Gemeinde Oberhausen durchzuführen.
Auftragsunterzeichnung
Am 9.2.2010 fand in der Gemeinde Oberhausen die Auftragsunterzeichnung zwischen dem Geschäftsführer der Unser Ortsnetz GmbH, Herrn Klaus Pütz und dem Geschäftsführer der Sanierungs- und Beteiligungsgesellschaft für kommunale Dienstleistungen mbH Oberhausen, Herrn Fridolin Gößl, statt.
Kindergarten Oberhausen
1995 konnte der Kindergarten Sinning die zahlreichen Kinder nicht mehr aufnehmen. Die Gemeinde fasste den Beschluss, in Oberhausen einen zweiten Kindergarten einzurichten. Die alte, leerstehende und zentral gelegene IVG-Kantine wurde dazu erworben. Die Gemeinde konnte, mit Unterstützung der Eltern, den Kindergarten nach nur einem Baujahr im September 1995 eröffnen. Nach 20 Jahren wurde diese Einrichtung zu klein und ein neuer Kindergarten geplant. Im Dezember 2022 konnten die ersten Kinder im neuen Kindergarten einziehen. Die entsprechende Baubeschreibung sowie die Entstehung können Sie hier ausführlich nachlesen.
Das pädagogische Personal (7 Erzieherinnen und 5 Kinderpflegerinnen) betreut die Kinder im Alter von 2 - 7 Jahren. Integrationsplätze für Kinder mit Behinderung sind vorhanden. Viele verschiedene Räume laden die Kinder zum gemeinsamen Spielen, zum selbständigen, sozialen und emotionalen Lernen, zur Bewegung, zur Ruhe und zum Wohlfühlen ein.
In der Sonnen-, Regenbogen- und Sternengruppe werden Kinder von 3 - 6 Jahren, bis zum Schuleintritt gemeinsam betreut. In der Sternschnuppengruppe werden Kinder von 2 - 3 Jahren betreut. Diese Gruppenstrukturen bieten vielfältige Lern-, Entwicklungs- und Erfahrungsmöglichkeiten.
Breitband
Herzlich Willkommen auf der Informationsseite zum Thema Breitbandausbau für die Gemeinde Oberhausen an der Donau.
Im Gemeindegebiet Oberhausen mit dem Stadtteil Bergen ist bereits flächendeckend ein Glasfasernetz vorhanden. Die derzeit nicht erschlossenen Gebäude können im Rahmen einer Einzelbeauftragung über einen zugeordneten Hausanschluss an das Netz angebunden werden.
Um den Anschluss der nicht versorgten Gebäude zu gewährleisten, richtet die Gemeinde Oberhausen einen Service Desk ein, um den Kunden einen einfachen Zugang zu einem Anschluss zu gewährleisten.
Details und weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Gemeinde Oberhausen www.oberhausen-donau.de/gemeinde/ver-und-entsorgung/glasfaser-in-oberhausen
Rechts die Karte zur Übersicht des Ausbaugebiets Oberhausen und Neuburg-Bergen.