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Rote Säule
Folgende Sage wird davon erzählt:
Zwischen Unterhausen und Sinning steht die Rote Säule. Da ist ein Hirsch mit dem Kreuz zwischen dem Geweih und ein Jäger draufgemalt. Die Leute haben sich früher erzählt, daß da im Wald zwischen Sinning und Unterhausen ein Hirsch umeinanderlauft, der zwischen dem Geweih ein goldenes Kreuz trägt. Ein Jäger hat das nicht glauben wollen. Dann ist er nachts auf die Jagd gegangen, und plötzlich ist ein Hirsch vor ihm gestanden. Er hat draufgeschossen: der Hirsch ist aber nicht tot umgefallen. Da hat sich der Jäger hingekniet und ist gläubig geworden.
(Emmi Böck: Sagen aus dem Neuburg-Schrobenhauser Land, Nr. 277)
Zeugnisse der Vergangenheit
Die Alte Burg
Die Ruine der Alten Burg liegt ca. 2,5 Kilometer östlich von Oberhausen. Sie ist umgeben von dichten Laub- und Nadelwäldern. Nach Norden hin bietet das Steilufer zur Donau einen natürlichen Schutz. Die anderen Seiten der Burg sind durch einen tiefen Burggraben gesichert.
Die Alte Burg wurde gegen Ende des 10. Jahrhunderts erbaut.
Heute ist von der Burg nur noch ein großer Teil der westlichen hohen Außenmauer erhalten. In ihr sind die Fenster deutlich sichtbar. Die Löcher in der Mauer auf der Innenseite sind wohl Balkenlöcher, und man kann aus ihrer Anlage in vier Reihen erkennen, daß die Burg etwa fünf Etagen besaß. Die quadratische Grube in der Mitte der Südseite dürfte wohl das Fundament des Bergfriedes sein. Auch die Überreste eines Brunnens sind noch zu sehen.
St. Wolfgang
Die Kirche geht in ihrem ersten Bau auf das Jahr 1430 zurück. Niklas von Erlbeck brach in der protestantischen Zeit des Fürstentums Neuburg im Jahre 1561 auf Befehl Wolfgangs von Zweibrücken die Kirche ab. Nach der Wiedereinführung des katholischen Glaubens wurde sie wieder aufgebaut und 1660 geweiht. Bis nach 1800 war St. Wolfgang ein viel besuchter Wallfahrtsort. Die Kirche steht im Eigentum der freiherrlichen Familie von Weveld und ist auch deren Begräbnisstätte. Zahlreiche Epitaphe im Inneren erinnern an die Herren der ehemaligen Hofmark Sinning. Auf St. Wolfgang wirkte bis 1872 ein Benefiziat. Er und sein Mesner wohnten jeweils in einem eigenen Haus. Das Gasthaus auf dem Wolfgangsberg ist heute noch ein gern besuchtes Ausflugsziel.
(Text: Ludwig Ried)
Schloss Sinning
Das alte Sinninger Schloss stand auf dem Kirchenberg westlich der Kirche, wurde aber im 30-jährigen Krieg zerstört. Franz Gise baute nach 1639 das neue Schloss im Tal als dreistöckiges Wasserschloss, das dann 1727 durch Wilhelm Adam von Weveld durch einen zweigeschossigen Anbau im Norden und Osten erweitert wurde. Das Adelsgeschlecht von Weveld bewohnt seit dieser Zeit bis heute das Schloss.
(Text: Ludwig Ried)
Latour-Denkmal
Auf der Anhöhe zwischen Ober- und Unterhausen steht das Denkmal für den hier in unmittelbarer Nähe am 27. Juni 1800 in einem Gefecht gefallenen französischen Soldaten Theophile Malo Corret Latour d'Auvergne, der von Napoleon Bonaparte auf Grund seiner Verdienste den Ehrentitel "Erster Grenadier der Armeen der Republik" und einen Ehrensäbel erhalten hatte. In einem Tagesbefehl vom 1. Juli 1800 ordnet der Oberbefehlshaber der französíschen Truppen, General Moreau, die Errichtung eines Denkmals an. 1837 erhält das Denkmal auf Anordnung von König Ludwig I. von Bayern bei einer Renovierung seine heutige Form. Das Grundstück, auf dem das Denkmal sich befindet, ist seit 1800 durch Kauf Eigentum des französischen Staates.
(Text: Georg Habermayr)
Kaiserburg
Erbaut im 10./11. Jahrhundert. Ursprünglich Reichsgut (daher der Name. Andere volkstümliche Version: Kaiser Heinrich der Heilige soll sich hier aufgehalten haben), später Grenzburg der Grafen von Graisbach und deren Lehensträgern, den Rittern von Straß. Im Krieg Bayern gegen den Rheinbund 1386 zerstört und nicht wieder aufgebaut.
(Text: Roland Holzmayr)
Forsthaus
Das Wohnhaus Dr. Kirchner-Platz 2 war 400 Jahre lang bis 1954 Sitz des Forstamtes Unterhausen. Das Gebäude wurde Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet und war am 27. Juni 1800 das Sterbehaus von Latour d'Auvergne. Eine Gedenktafel, die am 29. Juni 1980 enthüllt wurde, erinnert an dieses Ereignis.
(Text: Georg Habermayr)
Schöffenwahl 2023
Gesucht werden Einwohner der Gemeinde Oberhausen, die am Amtsgericht Neuburg und Landgericht Ingolstadt als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen. Dabei schlägt die Gemeinde Oberhausen und der Jugendhilfeausschuss grundsätzlich mehr Kandidaten vor, wie an Schöffen benötigt werden. Aus diesen Vorschlägen wählt der Schöffenwahlausschuss in der zweiten Jahreshälfte die Haupt- und Hilfsschöffen. Gesucht werden Personen, die in Oberhausen wohnen, die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen und am 1. Januar 2024 zwischen 25 und 69 Jahre alt sein werden.
Das verantwortungsvolle Amt eines Schöffen verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit und - wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes - körperliche Eignung. Schöffen sollten sich in verschiedene soziale Milieus hineindenken und das Handeln eines Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen können, sie müssen Objektivität und Unvoreingenommenheit auch dann bewahren können, wenn der Prozess in schwierige Situationen kommt, z.B. wenn ein Verteidiger eine sog. Konfliktverteidigung praktiziert. Sie brauchen einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, bedürften der Standfestigkeit wie der Flexibilität im Vertreten der eigenen Meinung und nicht zuletzt eine gute Kommunikations- und Dialogfähigkeit. Juristische Kenntnisse irgendwelcher Art sind für das Amt nicht erforderlich.
Wer sich zur Ausübung eines Schöffenamtes in der Lage sieht, war gebeten, sich bis spätestens 20. März 2023 bei der Gemeinde Oberhausen, Hauptstraße 25, 86697 Oberhausen, Tel.: 08431/6794-0 oder unter info@oberhausen-donau.de mit dem jeweiligen Bewerbungsbogen zu bewerben.
Am 20.04.2023 hat der Gemeinderat der Gemeinde Oberhausen den Beschluss über die Vorschlagsliste zur Wahl der Schöffinnen und Schöffen gefasst. Weitere Informationen finden Sie in der unten stehenden Bekanntmachung über die öffentliche Auflegung der Vorschlagsliste.
Bei Fragen steht Ihnen Frau Alena Karmann gerne zur Verfügung.
Europawahl 2024
Das Ergebnis der Europawahl am 09.06.2024 ist auf der Homepage des Landratsamtes Neuburg-Schrobenhausen unter folgendem Link erreichbar:
Ergebnisse Europawahl 2024 in Neuburg-Schrobenhausen