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Ausgrabung Unterhausen
Georg Habermayr
Im Zuge des Neubaus der Bundesstraße 16 als Ortsumfahrung von Ober- und Unterhausen – erster Spatenstich am 14. Mai 2001, Verkehrsfreigabe am 30. Juli 2004 – wurden im Bereich der nördlichen Zufahrtsrampe des Brückenbauwerkes „Am Ziegler“ Körpergräber bei Erdarbeiten angeschnitten. Der informierte Kreisheimatpfleger Ludwig Lang konnte vier größere, hellgrauockerne Bereiche, 2 x 3 Meter bis 3 x 4 Meter mit Knochensplitter-streuungen und einigen Skelettteilen feststellen. Die Skelettteile waren durch Erosion freigelegt worden.
Das für die Bauausführung der B 16 zuständige Straßenbauamt Ingolstadt beauftragte die Firma Pro Arch GmbH, Ingolstadt, mit der wissenschaftlichen Untersuchung, um archäologische Funde zu bergen und zu dokumentieren. Eine archäologisch fachliche Erkundung der gesamten Neubaustrecke von 5,2 km der Ortsumfahrung von Ober- und Unterhausen fand nach der Humusabtragung im März/April 2002 durch eine Fachfirma statt, wobei keine besonders erwähnenswerten Funde gemacht wurden.
Technische Daten
Ausschreibung
Am 16.6.2009 beschloss der Gemeinderat der Gemeinde Oberhausen die Errichtung eines Multimedia-Breitbandnetzes europaweit auszuschreiben. Mit der Durchführung wurde das Büro mdcon UG von Herrn Martin Dreisewerd beauftragt. Der Geschäftsführer der Firma mdcon UG, Martin Dreisewerd, hat über 20 Jahre Erfahrung im Bereich Informations- und Telekommunikationstechnologie sowie im Projektmanagement. Das Unternehmen verbindet die Bereiche Daten- und Telekommunikation, Beratung der öffentlichen Hand und Projektmanagement miteinander.
Mit der Ausschreibungsunterlage sollte eine Lösung herbeigeführt werden, die ein zukunftsfähiges Netzwerk zur Versorgung aller Bürger der Gemeinde Oberhausen mit breitbandigem Internet bietet. Die Bieter wurden aufgefordert, folgende Rahmenbedingungen zu erbringen:
Alle Einwohner mit mindestens 50 Mbit/s Bandbreite pro Anschluss anbinden
Die Zukunftssicherheit darstellen
Diskriminierungsfreie und technikneutrale Bereitstellung des Netzes für Dritte
Ein Finanzierungskonzept ausarbeiten
Beteiligungsmöglichkeit der Gemeinde Oberhausen
Als Ergebnis der Ausschreibung wurde als Vergabevorschlag die Firma sacoin GmbH ermittelt.
Durchführungsbeschluß
Der gesamte Gemeinderat der Gemeinde Oberhausen entschied am 17.12.2009 einstimmig den Breitbandausbau in der Gemeinde Oberhausen durchzuführen.
Auftragsunterzeichnung
Am 9.2.2010 fand in der Gemeinde Oberhausen die Auftragsunterzeichnung zwischen dem Geschäftsführer der Unser Ortsnetz GmbH, Herrn Klaus Pütz und dem Geschäftsführer der Sanierungs- und Beteiligungsgesellschaft für kommunale Dienstleistungen mbH Oberhausen, Herrn Fridolin Gößl, statt.
Zukunftmöglichkeiten
Vom lokalen Rechenzentrum, dem sogenannten POP (Point Of Presence), ausgehend werden im gesamten Ausbaugebiet Leerrohre verlegt. Es werden je Haushalt zwei Glasfasern verlegt. In den Glasfaserhaupttrassen wird ein 100-prozentiger zuzüglich Erweiterungsmöglichkeiten vorgesehen.
Konzeption
Konzeption Kindergarten Oberhausen
Liebe Eltern,
Ihr Kind besucht unsere gemeindlichen Kindertagesstätten. Im Auftrag der Gemeinde Oberhausen und persönlich heiße ich Sie und Ihr Kind herzlich willkommen.
In dieser Konzeption erhalten Sie einen Einblick in die individuelle Arbeit unserer Kindertagesstätten in Oberhausen und Sinning.
Die Gemeinde Oberhausen als Träger und die Leiterinnen mit ihren Teams sind der Meinung, dass jedes Kind einmalig ist. Daher wollen wir helfen, Kinder in ihren Begabungen und Fähigkeiten kompetent zu fördern. Wir geben Kindern Raum, in dem sie selbst mit ihren Stärken und Schwächen akzeptiert werden. Wir wünschen uns eine Atmosphäre des Vertrauens, die es ermöglicht, tolerant und offen miteinander umzugehen.
Die Kindertagesstätten, sowie die Außenanlagen sind so gestaltet worden, dass die kindlichen Ansprüche optimal erfüllt werden.
Wenn Kinder sagen:
„Wir gehen gerne in den Kindergarten!“
ist dies das schönste Kompliment für uns.
Ihr
Fridolin Gößl
1.Bürgermeister
Mit dieser Konzeption wollen wir Ihnen unsere pädagogische Arbeit näherbringen, unsere Erziehungsziele aufzeigen und die Rahmenbedingungen erläutern. Sie ist ein schriftlicher Einblick in die individuelle Arbeit unserer Einrichtung, in der wir als Team gemeinsame Richtlinien erarbeitet haben und somit unser eigenes Profil darstellen wollen.
Das Kind in seiner Gesamtheit, ein Wesen aus Körper, Geist und Seele, steht im Mittelpunkt.
Wir nehmen es so wie es ist an. Dieser Aspekt ist die Grundlage unseres pädagogischen Handelns. "Du hast das Recht, genauso geachtet zu werden, wie ein Erwachsener. Du hast das Recht, so zu sein, wie du bist. Du musst dich nicht verstellen und so sein, wie es die Erwachsenen wollen. Du hast ein Recht auf den heutigen Tag, jeder Tag deines Lebens gehört dir, keinem sonst. Du, Kind wirst nicht erst Mensch, du bist Mensch." (Janusz Korczak) UNSER AUFTRAG Kindertageseinrichtungen bieten jedem einzelnen Kind vielfältige und entwicklungsangemessene Bildungs- und Erfahrungsmöglichkeiten, um beste Bildungs- und Entwicklungschancen zu gewährleisten Entwicklungsrisiken frühzeitig entgegenzuwirken sowie zur Integration zu befähigen. Das pädagogische Personal in förderfähigen Kindertageseinrichtungen hat die Kinder in ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu unterstützen, mit dem Ziel, zusammen mit den Eltern den Kindern die hierzu notwendigen Basiskompetenzen zu vermitteln. Dazu zählen beispielsweise positives Selbstwertgefühl, Problemlösefähigkeit, lernmethodische Kompetenz, Verantwortungsübernahme sowie Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit. Die Kita hat die Aufgabe, Kinder, deren Einschulung ansteht, auf diesen Übergang vorzubereiten und hierbei zu begleiten. Eltern und pädagogisches Personal arbeiten partnerschaftlich bei der Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder zusammen. Diesen Auftrag hat der Träger, die Gemeinde Oberhausen, an uns weitergegeben. AUFTRAG DES TRÄGERS Der Auftrag des Trägers besteht in der sozialen Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Staat. Der Träger ist verantwortlich für die Gesamteinrichtung in Bezug auf die Schaffung von Kindertagesstätte, Räumlichkeiten, Gebühren und die Einstellung des Personals. Ihm unterstehen auch die Planung und Sicherstellung eines ausreichenden Betreuungsangebotes. Der Träger informiert über wichtige Vorhaben der Gemeinde und gibt Sachinformationen weiter. Er ermöglicht uns, dem päd. Personal, durch Fort- und Weiterbildungen, auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Wir als Kita-team sind auf eine gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und ihrem Bürgermeister bedacht. Regelmäßige Einblicke in die aktuelle Kitasituation, Veränderungen und Probleme werden besprochen. Bei Anfragen und Anregungen treffen wir immer auf ein offenes Ohr. ZUSAMMENARBEIT TRÄGER-KITA Der Träger informiert über wichtige Vorhaben der Gemeinde und gibt Sachinformationen weiter. Er ermöglicht uns, dem päd. Personal, durch Fort- und Weiterbildungen, auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Wir als Kita-Team sind auf eine gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und ihrem Bürgermeister bedacht. Regelmäßige Einblicke in die aktuelle Kitasituation, Veränderungen und Probleme werden besprochen. Bei Anfragen und Anregungen treffen wir immer auf ein offenes Ohr. ZUSAMMENARBEIT KITA-ELTERN Je mehr gesellschaftliche Veränderungen stattfinden, umso bedeutender wird die enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kita. Wir wollen Erziehungs- und Bildungspartner sein. Folgende Kooperationsformen bieten wir an: Kinder erwerben in ihrer Familie Kompetenzen und Einstellungen, die für das ganze weitere Leben wichtig sind. In diesen Lernprozessen wollen wir die Eltern unterstützen, entlasten und Ihnen in Erziehungsfragen partnerschaftlich zur Seite stehen. Eine erweiterte Zusammenarbeit findet mit den Mitgliedern des Elternbeirats statt Ca. 6x im Jahr finden Elternbeiratssitzungen statt. Hier besprechen Beirat, Team und bei besonderen Vorhaben der Träger, Themen, welche die Kinder, die Eltern und die Einrichtung betreffen. Aktivitäten und Veranstaltungen werden geplant und mit den Eltern durchgeführt. Anregungen und Probleme werden diskutiert. Unsere Beiratssitzungen sind öffentlich (Termine hängen aus) und alle Eltern sind herzlich dazu eingeladen. Wir hoffen auch weiterhin auf tatkräftige Hilfe, die uns in den letzten Jahren immer zugutegekommen ist. Die Kita hat eine zentrale Bedeutung in unserem Ort, der Familien mit Kindern unterstützt und Möglichkeiten der Begegnung bietet. Unterstützung erwarten wir auch in der Weiterentwicklung unserer Konzeption. RECHTLICHEN GRUNDLAGEN Der gesetzliche Auftrag unserer Arbeit findet sich im Sozialgesetzbuch (SGS). Zum einen im SGB Vlll Kinder- und Jugendhilfe, sowie für die Betreuung von Behinderten oder von Behinderung bedrohten Kindern im SGB Xll. Weiter in der Behinderten- und Kinderrechtskonventionen. Zur Umsetzung dient uns das Bayrische Gesetz zur Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Kindergärten (BayKiBiG). Weiter bilden der BEP (Bayrische Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung). KINDERSCHUTZAUFTRAG BEI KINDSWOHLGEFÄHRDUNG Seit 2005 ist der §8 (Kinderschutzgesetz) in Kraft. Wir haben Abläufe und Verfahren für den Umgang mit (dem Verdacht) einer Kindeswohlgefährdung entwickelt. Bei Auffälligkeiten und Anhaltspunkten der Kindeswohlgefährdung sind die Erzieherinnen verpflichtet, die kollegiale Beratung durch die Kitaleitung in Anspruch zu nehmen. Der nächste Schritt ist im Rahmen der Elterngespräche bei Bedarf auf Schwierigkeiten in der Entwicklung des Kindes hinzuweisen und die Eltern zu motivieren, damit sie gegebenenfalls die notwendige Hilfe und Unterstützung in ihrem Interesse und ihres Kindes suchen. Sehen die Eltern jedoch keinen Bedarf oder entscheiden sich für einen anderen Weg, so steht ihnen das grundsätzlich frei. Dieses von Freiwilligkeit geprägte Verhältnis verändert sich in dem Moment, indem der Verdacht besteht, dass ein Kind gefährdet ist. Nun sind wir Erzieherinnen verpflichtet, die Gefährdung unter Beteiligung der Eltern und Kinder und einer erfahrenen Fachkraft abzuklären. Für den Fall, dass dies nicht gelingt sind wir verpflichtet, die nächste Instanz hinzu zu ziehen, das Jugendamt, um eine verbindliche Gefährdungseinschätzung zum Schutz des Kindes sicher zu stellen. Wir hoffen jedoch, dass wir zu allen Eltern ein von Vertrauen geprägtes Verhältnis aufbauen können, dass wir so ein Verfahren nicht einleiten müssen. An unserem Schutzkonzept wird ständig weitergearbeitet. INKLUSION Wir sehen unsere Vielfalt als Chance. Eine Lebenswelt ohne Ausgrenzung zu ermöglichen ist hierbei unser Wunsch und unsere Haltung. Das BayKiBiG Art.2 Abs.1 unterstützt die Inklusion von Kindern mit bestehender oder drohender Behinderung. Die Eltern haben die freie Wahl, wo sie ihr Kind betreuen lassen wollen. Integration bedeutet für uns FÖRDERUNG DER KINDER IM ALLTAG; so wie Teilhabe- und Chancengerechtigkeit in allen Lebensbereichen. Wir holen die Kinder dort ab, wo sie stehen und setzen die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen so ein, dass das bestmögliche Ergebnis für das Kind erzielt wird. Durch externe Förderdienste wird die Vernetzung mit Fachdiensten (z.B. Frühförderstation) im Kindergarten zusätzlich abgedeckt. Fachdienst und Kindergarten stehen im engen Austausch und Zusammenarbeit. Im Hinblick auf die individuellen Bedürfnisse jedes Kindes, muss in der Einrichtung geprüft werden, ob wir den spezifischen Anforderungen im Einzelfall entsprechen können oder eine Vermittlung in entsprechende Fördereinrichtungen vorgenommen werden müssen. Wir können bis zu zwei Plätze für Kinder mit Förderbedarf anbieten. DIE KITA IST TEIL DES GEMEINWESENS Die Kita hat eine zentrale Bedeutung in unserem Ort, der Familien mit Kindern unterstützt und Möglichkeiten der Begegnung bietet. Die Einbindung in das Gemeinwesen erfolgt durch: - Kontakt mit der Kirche - gemeinsame Veranstaltungen mit den Lebensräumen Jung und Alt - Zusammenarbeit mit Fachdiensten, Förder- und Therapieeinrichtungen - gute Zusammenarbeit und Kooperationsauftrag mit der Schule - Kontakte zu Vereinen - gemeinsame Feste mit der ganzen Gemeinde - Elternabende - Teilnahme am öffentlichen Geschehen - Kontakt zu Einzelpersonen (Firmen, Geschäften, Banken), die die Kita auf verschiedenste Weise unterstützen - Kooperation mit Ausbildungsstätten, Begleitung von Praktikanten - Kontakt zu Gesundheits- und Jugendamt RAHMENBEDINGUNGEN UNSERER EINRICHTUNG Chronik unserer Einrichtung Im Jahre 1992 wurde die Nachfrage nach Kindergartenplätzen so groß, dass nicht mehr alle Kinder im Kindergarten Sinning aufgenommen werden konnten. Die Gemeinde Oberhausen entschied sich, in Oberhausen einen weiteren Kindergarten zu planen. Die alte, zentral gelegene IVG- Kantine, die gerade leer stand, konnte die Gemeinde kostengünstig von der IVG erwerben. Mit großer Unterstützung der Eltern konnte nach nur einem Jahr im September 1995 der Kindergarten Oberhausen eröffnet werden. Im September 2006 haben wir unser Angebot erweitert und boten seitdem eine Mittags- und Hausaufgabenbetreuung für Grundschulkinder an. Ab Herbst 2013 wurde die Kita um eine Gruppe erweitert. Die Räumlichkeiten dazu befanden sich gegenüber im Gebäude der Raiffeisenbank mit eigenen Kleinkindgarten. Ab Herbst 2017 wurde die Kita wieder um eine Gruppe erweitert. Es standen uns keine Räumlichkeiten mehr zur Verfügung, deshalb wurde im erweiterten Garten vorübergehend eine Gruppe im Container eingerichtet. Aufgrund der begrenzten Räumlichkeiten plante die Gemeinde Oberhausen einen neuen Kindergarten. Seit September 2022 wurde die Hortgruppe in die Offene Ganztagsschule eingegliedert. Im Dezember 2022 konnten die ersten Kinder im neuen Kindergarten in der Hauptstraße einziehen. Allen Kindern der Regenbogen-, Sonnen-, Sternen- und Sternschnuppengruppe steht jetzt ein gemeinsames Haus und Garten zur Verfügung. Öffnungszeiten Unser Kindergarten ist von 7.00 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet. Räumliche Gegebenheiten Den Kindern stehen vier freundliche, helle Gruppenräume, mit Nebenräumen zur Verfügung. Weitaus größer als die Norm vorgibt sind wir auch mit einem schönen Turnraum und Förder- und Therapiezimmer ausgestattet. Alle Gruppen können diese Räume nutzen. Gruppenstärke und -struktur der Gruppen Unsere Einrichtung besteht aus vier Gruppen, die maximale Gruppenstärke beträgt in den drei Regelgruppen 25 Kinder. In den drei altersgemischten Gruppen (Sonnen- Regenbogen- und Sternengruppe), von 3 - 6 Jahren, werden die Kinder bis zum Schuleintritt gemeinsam betreut. In der Sternschnuppengruppe betreuen wir die Kleinsten ab 2 Jahren mit einer kleineren Gruppenstärke. Diese Gruppenstruktur bietet allen Kindern vielfältige Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten. Mittagessen Wir bieten warmes, frisches Mittagessen von unserem Caterer. Für dieses Essen ist eine extra Anmeldung über die Kita fino app erforderlich. Falls kein warmes Essen gebucht wird, oder im Kindergartennotdienst, kann eine zusätzliche Brotzeit mitgebracht werden. Wir nehmen am Schulobst- und gemüseprogramm mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Gemeinschaft teil. Das heißt, einmal pro Woche erhalten wir von der Ökokiste Ingolstadt Obst und Gemüse. Personelle Besetzung Unser Betreuungsteam besteht aus 7 Erzieherinnen und 5 Kinderpflegerinnen. Das gesamte pädagogische Personal nimmt regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen teil. Unsere Kita ist auch Ausbildungsstätte! Zusätzlich zum Stammpersonal werden Praktikantinnen verschiedener Schulen, Fachschule für Kinderpflege in Neuburg und gelegentlich angehende Erzieherinnen bei uns betreut. Außerdem gehört zum Personal drei Raumpflegerinnen. Weitere Unterstützung erhalten wir von den Gemeindearbeitern, die uns immer tatkräftig zur Seite stehen. Finanzielle Mittel Die Kita Oberhausen wird durch die Gemeinde Oberhausen, staatlichen Zuschüssen, gefördert durch den Freistaat Bayern in Höhe von jährlich 1200 Euro pro Kind, sowie Elternbeiträgen finanziert. Der monatliche Elternbeitrag enthält einen Spielgeldbetrag. Dieser steht dem Kindergarten zur freien Verfügung und wird für Spielzeug und Bastelmaterial verwendet. Einmal jährlich sammeln wir eine Versorgungspauschale ein. Davon werden für die Kinder Säfte, Milch und Tee eingekauft. Auch alltägliche Ausgaben für Kochen und Backen und der Bedarf für gruppeninterne Feste werden damit bestritten. Durch Spenden von Banken, Vereinen, Betrieben und Privatpersonen wird unser Etat zusätzlich aufgebessert. Auch die Gemeinde Oberhausen, vertreten durch den ersten Bürgermeister Fridolin Gößl, zeigt sich der Kita gegenüber immer großzügig. Situation der Familien in unserer Gemeinde Unsere Kita liegt im ländlichen Bereich in einer wachstumsorientierten Gemeinde. Durch unsere flexiblen Öffnungszeiten haben viele Mütter und Väter die Möglichkeit berufstätig zu sein. UNSER BILD VOM KIND UND UNSERE ROLLE ALS ERZIEHER UND WEGBEGLEITER Jedes Kind ist einzigartig! Es unterscheidet sich durch seine Persönlichkeit und Individualität von anderen Kindern. Es hat einzigartige Besonderheiten, Stärken und durch sein Temperament, seine Anlagen und seine Eigenaktivitäten ein eigenes Entwicklungstempo. Sie wollen von sich aus Lernen. Ihre Neugier, Erkundungs- und Forschungsdrang sind Beweis dafür. Uns ist es wichtig das Kind als vollwertige Persönlichkeit, dass seine Entwicklung selbst mitgestaltet, zu sehen. Die Kinder dürfen vielfältige Impulse und Anregungen, durch einfühlsame Zuwendung und aufmerksame Beobachtung, erwarten. Kinder haben Rechte. Sie sind in der UN- Kinderrechtskonvention verankert. Insbesondere das Recht auf bestmögliche Bildung. Ihre Persönlichkeit, Begabung und ihre geistig-körperlichen Fähigkeiten sollen dadurch voll zur Entfaltung kommen. Wir wollen ihnen auch Mitsprache und Mitgestaltung in unserem Kindergarten ermöglichen. Gemeinsame Gespräche und aufstellen von Regeln fördern diesen Prozess. Sie verdienen immer Respekt und Anerkennung! Der Bildungs- und Entwicklungsprozess eines jeden Kindes baut auf den vorherigen und begleitenden Prozess in der Familie auf. Wir holen ihr Kind da ab, wo es steht. Wir wollen dadurch deutlich machen, dass wir den Kindern mit bedingungsloser Akzeptanz und Respekt gegenüberstehen. Wir wollen es niemals beschämen und den Kindern ein gutes Vorbild sein und ihnen mit Zuneigung, Zuversicht und Freude begegnen. Das Beobachten von Lern- und Entwicklungsprozessen des Kindes bildet eine weitere, wesentliche Grundlage für unser pädagogisches Handeln. (Beobachtungs- und Entwicklungsbögen, Beobachtung und Dokumentation). Mit der Einführung des neuen Bildungsplans müssen wir auch noch stärker die Bildungsarbeit in den Mittelpunkt stellen. Unsere Zielsetzung haben wir daraufhin erweitert. Nur gemeinsam mit den Eltern, Großeltern und Geschwistern können wir erfolgreich sein. UNSERE ZIELE Unser Leitsatz, "Gemeinsam für die Zukunft der Kinder" ist für uns Verpflichtung, gemeinsam mit den Eltern die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit des Kindes zum schöpferischen, wertorientierten und beziehungsfähigen Menschen. Pädagogische Zielsetzung In unserer Einrichtung werden Kinder zwischen 2 - 6 Jahren betreut. Für die Betreuung der Kinder in den verschiedenen Altersgruppen bedarf es einer altersspezifischen Arbeitsweise. Gerade in der Kleinkindgruppe ist ein großer Bestandteil unserer Arbeit feinfühlig auf die Bedürfnisse der Kinder nach körperlicher Nähe, Sicherheit und Geborgenheit zu reagieren. Dadurch entwickelt sich eine sichere Bindung des Kindes zu seiner Bezugsperson. Dies schafft Stabilität und lässt Kinder Situationen leichter voraussehen. Erst dann ist das Kind in der Lage, seine Umgebung selbständig zu erkunden. Um den Bedürfnissen aller Kinder gerecht zu werden ist es uns wichtig, mehrmals wöchentlich alters- und entwicklungsspezifische Förderangebote in Kleingruppen anzubieten. Dies bedeutet, dass Beschäftigungen altersgerecht geplant und umgesetzt werden. Wir achten darauf, gerade unsere Jüngsten nicht zu überfordern. Kinder unter drei Jahren, die in unseren Regelgruppen integriert sind, werden genauso achtsam und altersgerecht von uns begleitet. Die größeren Kinder in unseren Regelgruppen haben häufig noch die gleichen Bedürfnisse. Aber sie streben schon nach mehr Selbständigkeit und Autonomie. Während die Kleinsten noch gerne in ihrem vertrauten Nest (Gruppenraum) bleiben, erweitern die Größeren ihren Radius und erobern nach und nach das ganze Gebäude. Deswegen bieten wir auch Spielmöglichkeiten im Gang oder der Turnhalle an. Jedes Kind entscheidet mit den Bezugspersonen wann es „ausfliegt“. Das pädagogische Personal beobachtet und dokumentiert den Entwicklungsstand jedes einzelnen Kindes und holt es dort ab wo es steht. Besonders wichtige Ziele in unserem Kindergarten sind die Förderung der Basiskompetenzen: Förderung der sozialen Kompetenz Stärkung des "ICHS" Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten, Grenzen erkennen Körperliche Fähigkeiten entwickeln Geistige Entwicklung Übergang in die Schule Lernmethodische Kompetenz (lernen wie man lernt) Förderung der sozialen Kompetenz Unsere Kinder kommen heute meist aus Kleinfamilien, viele haben keine Geschwister. Wir bieten den Kindern ein Übungsfeld, in dem sie Gelegenheit haben, Beziehungen aufzubauen mit jüngeren, älteren, gleichaltrigen Jungen und Mädchen. Es lernt soziale Verhaltensweisen wie, Hilfsbereitschaft, Verantwortung für sich und andere, Gemeinschaftsgeist, Rücksichtnahme, sich anzupassen, aber auch sich durchzusetzen, Kritik anzunehmen und zu äußern, teilen, …. Dabei findet das Kind seinen Platz in der Gruppe. Durch die Spielgemeinschaften entstehen die ersten Freundschaften. Die Gemeinschaft verstärkt das "WIR - Gefühl", beim Spielen, Feiern und Tun. Unsere demokratische Gesellschaft braucht Menschen mit einer eigenen Meinung, die sich ausdrücken können, aber auch andere Meinungen akzeptieren und Kompromisse schließen können! Uns ist es sehr wichtig, den Kindern ein gutes Vorbild zu geben. Werte, Normen und Regeln bedeuten Sicherheit. Durch das gemeinsame Aufstellen von Regeln, erschaffen wir eine Umgebung von Sicherheit und Geborgenheit, in der die Kinder positive Erfahrungen sammeln können. Wir zeigen Konfliktlösungen auf und die größeren Kinder müssen für die Kleineren die Verantwortung übernehmen. Um später nicht zum Außenseiter zu werden, ist es wichtig, bereits im Kindergarten die sozialen Kompetenzen zu stärken!" Stärkung des ICHS, Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten, Grenzen erkennen Wir wollen dazu beitragen, dass die Kinder sich für wertvoll erachten, mit sich selbst zufrieden sind und stolz auf ihre Leistungen und Fähigkeiten sind. Sie sollen ein positives Selbstkonzept im Umgang mit Gleichaltrigen erwerben. Sie sollen Probleme und Aufgaben selbständig meistern und Herausforderungen annehmen. Bei Erfolg stellen wir lobend heraus, dass sich das Kind angestrengt hat, bei Misserfolg weisen wir z.B. auf eine hohe Schwierigkeit hin und äußern aber Zuversicht, dass es beim nächsten Mal besser klappen wird. Nur wer sich selbst achtet, kann anderen Achtung und Respekt entgegenbringen. Kinder dürfen niemals beschämt werden. Körperliche Fähigkeiten entwickeln Grob- und Feinmotorik Die Kinder erhalten bei uns genügend Möglichkeit zur körperlichen Betätigung. Sie können ihren Bewegungsdrang im Haus und im Garten ausleben. Beim Turnen lernen sie ihren Körper zu beherrschen, die Geschicklichkeit entwickelt sich weiter. Die Feinmotorik beinhaltet z.B. die Handgeschicklichkeit des Kindes. Dafür stellen wir verschiedene Materialien (Stifte, Kleber, Schere, Pinsel, …) zur Verfügung. Jedes Kind soll die Verantwortung für seine Gesundheit und sein körperliches Wohlbefinden übernehmen. Regelmäßige Mahlzeiten, Trinken, positive Einstellung zur gesunden Ernährung und Hygienemaßnahmen sollen, unterstützt von der Kita, selbständig ausgeführt werden. Durch unseren geregelten Tagesablauf erfahren die Kinder, dass nach körperlich und geistig anstrengenden Tätigkeiten auch eine Phase der Entspannung anschließt, z.B. Mandala, Puzzle, Bilderbuchbetrachtung. So lernen die Kinder auch Stress abzubauen. Geistige Entwicklung Kinder erfahren und begreifen die Welt über die Sinne "hören, sehen, riechen, schmecken und fühlen". Gemeinsam mit motorischen Erfahrungen wird das Fundament, sowohl für die geistige, als auch die persönliche und soziale Entwicklung gelegt. Durch entsprechende Lernarrangements werden die Kinder angeregt, z.B. Sachinhalte mit mehreren Sinnen zu begreifen. (Feuerwehr: wir gehen zur Feuerwehr, wir schauen ein Bilderbuch an, wir malen ein Feuerwehrauto, schneiden, wir riechen das Feuer). Wir fördern die persönliche Intelligenz des Kindes auch durch das Üben von Merkfähigkeit und Konzentration und geben logische Denkanstöße. Die Entwicklung der Sprache ist uns ein großes Anliegen. Jedes Alter hat seine typischen Merkmale des Lernens, Forschens und Entdeckens. Die intellektuellen Ansprüche werden mit zunehmendem Altem komplexer. Gezielte Beschäftigungen und Angebote finden in altersspezifischen Gruppen statt. Unsere Mini-(2-4jährige), Midi-(4-5jährige) und Maxistunden (5-6jährige) finden gruppenübergreifend und gruppenintern statt. So gehen wir auf den Entwicklungsstand der Kinder ein und führen sie langsam zur kognitiven Entwicklung und schließlich zur Schulfähigkeit hin. Übergang in die Schule KINDER FREUEN SICH AUF DIE SCHULE!!! Unser Ziel ist es, einen reibungslosen und entspannten Übergang zu schaffen. Ausgehend vom individuellen Entwicklungsstand des Kindes, unterstützen wir durch besondere Angebote die Entwicklung. Mehrmals wöchentlich finden unsere sogenannten "Maxistunden" statt. Die Maxis verlassen den Gruppenraum und treffen sich zu Lern-, Spiel- und Projektgruppen zusammen. Wir führen einige Beispiele auf: Logische Reihen werden gebildet Mengen- und Zahlenbegriffe werden erörtert Geometrische Formen begreifen und malen Formen falten Leistungsverhalten wird gefördert Förderung des phonologischen Bewusstseins, durch Sprach- und Lauschspiele (Vorbereitung auf den Schrifterwerb) Englisch Rhythmischer Tanz Experimente mit der unbewegten Natur (physikalischer Bereich) Gestalten von kreativen Arbeiten Schulbesuch - die Kinder lernen die Lehrkräfte und das Schulgebäude kennen Die enge Zusammenarbeit (Kooperation) mit den Lehrkräften der Oberhauser Grundschule sollen den Kindern und Eltern den Übergang in die Schule erleichtern.Dies geschieht in einer ganzheitlichen, individuellen und spielerischen Form. Transitionen – Übergänge gestalten Der Transitionsprozess verläuft über einen längeren Zeitraum. Schon vor dem ersten Besuch im Kindergarten beginnen die Vorbereitungen in der Familie und im Kindergarten. Nach Abschluss eines jeden Übergangs wird erwartet, dass das Kind sich in seiner neuen Rolle/Situation sozial und emotional sicher fühlt und ein gutes Vertrauensverhältnis zum pädagogischen Personal aufgebaut hat. Unser oberstes Ziel ist es, für die Kinder einen reibungslosen und entspannten Übergang zu schaffen. Elternhaus - Kleinkindgruppe - Kindergartengruppe Anmeldung/Erstkontakt Info - Elternabend Aktive Eingewöhnung (siehe: jetzt gehts los) Tür- und Angelgespräche bzw. Reflexionsgespräche nach Bedarf Kleinkindgruppe - Kindergartengruppe Info - Austausch über die einzelnen Kinder mit dem jeweiligen Gruppenpersonal Schnuppertag in den Kindergartengruppen (Ende des Kindergartenjahres) Regelmäßige Besuche im Garten Gemeinsame Aktionen für den gesamten Kindergarten Kindergarten - Grundschule mehrmals wöchentlich Maxistunden Schulspiel im Kindergarten Schulspiel in der Schule Gemeinsamer Ausflug (Schule/Kiga) Gemeinsame Aktionen (z.B. Feste) Gemeinsamer Elternabend Vorschulübernachtung Verabschiedungsfeier Die enge Kooperation mit den Lehrkräften der Grundschule Oberhausen soll den Kindern und Eltern den Übergang in die Schule erleichtern. Lernmethodische Kompetenz; lernen, wie man lernt Diese Fähigkeit ist die Grundlage für einen bewussten Wissenserwerb und der Grundstein für schulisches und lebenslanges selbstgesteuertes Lernen. Kinder werden lernen, eigene Lernprozesse wahrzunehmen und erworbenes Wissen anzuwenden. Wir ermöglichen es den Kindern, verschiedene Lernwege kennen zu lernen und auszuprobieren und ermutigen sie, sich neue Informationen gezielt zu beschaffen, (z.B. aus Büchern, aus dem Internet, im Beobachten anderer, Fragen zu stellen) Die lernmethodische Kompetenz baut auf vielen der bisher genannten Basiskompetenzen, wie z.B. Denkfähigkeit, Gedächtnis, Kommunikationsfähigkeit und Kreativität auf. BILDUNGSBEREICHE Wir arbeiten nach dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen, der folgende Schwerpunkte vorsieht: 1. Wertorientierung und Religiosität Kinder erfragen unvoreingenommen die Welt und stehen ihr staunend gegenüber.
Sie stellen Grundfragen nach Anfang und Ende, nach Leben und Tod. Die
Frage nach Gott kann für sie eine zentrale Lebensfrage sein. Wir greifen dies auf, indem wir unsere christlichen Werte vermitteln und das Anderssein der Kulturen der Welt respektieren. Wir wollen die Achtung vor der Schöpfung an die Kinder weitergeben. Ein zentrales Element der abendländischen Kultur ist der christliche Glaube. Unser Beitrag, den ethische und religiöse Bildung und Erziehung hierbei leisten kann: Ein positives Weltbild aufbauen Mit schwierigen Lebenssituationen umgehen Toleranz gegenüber anderen üben Mitgefühl und Einfühlungsvermögen entwickeln Andere annehmen wie sie sind Verzeihen Mitverantwortung für andere tragen Dankbar sein Dies entwickelt sich alles nur, wie in vielen anderen Bereichen, wenn die Eltern schon den Grundstein dafür gelegt haben. In der Kita feiern wir: Feste im Jahreskreis (vorbereiten und feiern) Gemeinsamer Gottesdienst Gebete, Meditation, Mandalas Wir arbeiten oft nach der Methode von Franz Kett Kinder können sich mit den Heiligen in den Legenden identifizieren. Kinder sind darauf angewiesen, vertrauensbildende religiöse Grunderfahrungen zu machen, die sie ein Leben lang tragen. 2. Emotionalität, soziale Beziehungen und Konflikte Emotionale und soziale Kompetenzen sind Voraussetzung, dass ein Kind lernt, sich in die soziale Gesellschaft zu integrieren. Schon von Geburt an erleben Kinder den Umgang mit ihren Mitmenschen. Sie sind sozial ansprechbar und reagieren auf soziale Reize. In den ersten Jahren durchleben die Kleinkinder viele Entwicklungsphasen. Angefangen beim „sozialen Lächeln“, über das „Fremdeln“, hin zur „ICH- Findung“ auch „Trotzphase“ genannt. Wir wollen unseren Kleinsten einen Schutzraum bieten, sich selbst zu finden, mit eigenem Willen und eigenen Zielen. Gerade die 2Jährigen sind noch in dieser „ICH- Erkundungsphase“. Dazu gehört auch Zorn zuzulassen, Freiräume einzuräumen, aber auch Grenzen klar aufzuzeigen und beim Umgang mit Konfliktsituationen helfend zu unterstützen. Zunehmend wichtig für das Kind werden positive, tragfähige Beziehungen zu mehreren Bezugspersonen, in denen es Sicherheit und Anerkennung erfährt und die es ermutigen, die Welt zu erforschen und sich Neuem zuzuwenden. Kinder sind herausgefordert zu lernen, wie sie ihre Gefühle, ihr Temperament steuern und auf die Gefühle anderer reagieren. Dafür schaffen wir eine entwicklungsförderliche Umgebung. In den Regelgruppen können die Kinder aufgrund der großen Altersspanne voneinander lernen. Die Älteren helfen den Jüngeren. Gerade beim Kindergartenstart unterstützen und helfen die Großen den neuen Kindern. Sie müssen früh lernen, eigene Gefühle zu erkennen und zu regulieren und das emphatische Erleben anderer zu verstehen. Die Kinder werden auch Frustration erleben. Aber sie werden lernen damit klarzukommen. So können sie mit sich und anderen besser umgehen und sind sozial kompetent. Konflikte gehören zum Alltag. Sie sind Ausdruck gegensätzlicher Bedürfnisse und damit Bestandteil menschlicher Kommunikation. Wir brauchen Strategien, um Konflikte auszuhalten und zu lösen. Positiv bewältigte Konflikte machen Kinder stark. Sich konstruktiv zu streiten und auseinandersetzen zu können - dies gehört zu einer lebendigen Erziehung und einem demokratischen Miteinander. Sich der eigenen Gefühle bewusstwerden und zu akzeptieren, diese gegenüber anderen auszudrücken und darüber nachzudenken unterstützen wir durch: Unsere Kita ist ein Schonraum, die Kinder dürfen ausprobieren, wie Beziehungen funktionieren; wir ermutigen die Kinder zu Bindungen und unterstützen sie in schwierigen Situationen. Der zeitliche Rahmen hierfür ist die Freispielzeit. Gefühle in Worte fassen (Kinderkonferenz) Wir sind immer als Ansprechpartner für die Kinder da. Materialien wie Bilderbücher und Geschichten werden eingesetzt, um mit den Kindern in Dialog zu treten. Gespräche über die Vielfalt der Gefühle. Eigene Wünsche und Meinungen äußern, z.B. im Morgenkreis, beim Turnen, im Stuhlkreis, bei Gesellschaftsspielen. Kinder sollen ihre Konflikte austragen dürfen, wir greifen nicht sofort ein. Wenn es ohne Hilfe nicht funktioniert, verschiedene Konfliktlösungen aufzeigen. Wir stellen zusammen mit den Kindern Regeln zur Konfliktlösung auf, an die sich alle, gerade bei Konflikten, halten müssen. Unsere Kita ist für die Kinder ein zentrales Erfahrungsfeld, für das Schließen von Freundschaften mit anderen Kindern. Wir unterstützen sie auf diesem Weg. Wir dokumentieren die soziale Kompetenz in Beobachtungsbögen (Perik). 3. Sprache Kommunikation ist nicht nur Sprache. Alles was wir tun und erleben, wird von Kommunikation begleitet. Schaut ein Kind traurig muss es nichts sagen, damit wir wissen, wie es ihm geht. Weint ein Kind, kann man oft schon am Schreien erkennen, was es uns sagen möchte. Hat es Hunger, Durst oder tut ihm etwas weh? Kommunikation ist vielseitig und begleitet den Alltag. Uns ist es wichtig in ständigem Austausch und Dialog mit den Kindern zu stehen. Wir versuchen jedes Kind in seiner Kommunikation zu unterstützen und zu stärken. Das ist ein wesentlicher Bestandteil gerade bei den Kleinen für die Entwicklung der Sprache. Wir unterstützen die Kinder in ihrer Sprachkompetenz und schaffen im Alltag viele Anregungen. Kinder lernen die Sprache am besten im persönlichen Kontakt mit anderen. Das Gespräch ist eines der wichtigsten Kommunikationsmittel in unserer Gesellschaft. Durch Sprachkompetenz lernen die Kinder ihre Umwelt zu verstehen. Kinder sind von sich aus sehr aktiv beim Spracherwerb. Wir versuchen den Kindern ein gutes Sprachvorbild zu sein und achten darauf, dass unsere Sprache kindgerecht, aber nicht zu "verniedlicht" oder stark vereinfacht ist. Bei Gesprächen mit einzelnen Kindern oder auch bei Gruppengesprächen achten wir auf die Einhaltung der Gesprächsregeln (z.B. ausreden lassen), da diese für den Umgang mit anderen wichtig sind. Wir fördern die Sprachentwicklung auch durch Rollenspiele und Spiele im Stuhlkreis. Hier können die Kinder freisprechen und erzählen und erweitern so ihren Wortschatz und ihre Ausdrucksfähigkeit. Wir bieten für die Maxis einmal in der Woche Englisch an. Hier geht es nicht um den Erwerb einer Fremdsprache oder Vokabeln lernen, sondern die kindliche Neugier und Lust an einer anderen Sprache soll geweckt werden. Dies geschieht durch Lieder, Spiele und Reime. Mit Bilderbüchern und Geschichten geben wir den Kindern die Möglichkeit, vom Zuhörer zum Erzähler zu werden. Das Kind kann sich eigene Ideen und Gedanken überlegen und lernt diese zu formulieren und auszusprechen. Im Freispiel wird Dialekt gesprochen, dies fördert das deutsche Kulturgut und die Kreativität, außerdem ist das Sprachbild natürlich und authentisch. Bei Beschäftigungen achten wir darauf, hochdeutsch zu sprechen, da dies für den Erwerb der Schrift wichtig ist. Sprache, was tun wir dafür? Fingerspiele und Abzählreime Gedichte Märchen und Geschichten Würzburger Trainingsprogramm für Maxis Englisch für Maxis (erleichtert später den Erwerb einer Fremdsprache) Gemeinsame Gespräche (Gesprächsregeln kennen lernen und einhalten) Bilderbücher vorlesen und erzählen Spielregeln erklären Konflikte und Probleme besprechen und lösen Gesprächskreis (Morgenkreis) Begegnungen mit Schrift (Namen schreiben, Buchstaben) Sprachliche Kommunikation ist im Alltag vorhanden Bei Auffälligkeiten Eltern informieren und evtl. Logopäden empfehlen Lesepatenschaften mit Eltern und Großeltern Sprachkompetenz ist eine wesentliche Voraussetzung für schulischen und beruflichen Erfolg und für eine erfolgreiche Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Wir dokumentieren die sprachliche Entwicklung in Beobachtungsbögen (Seldak und Sismik). Das gesamte Kita-Team nahm gerne das Fortbildungsangebot der Bayrischen Staatsregierung "Sprachberatung in Kitas" an. Dieses Sprachbildungsprojekt umfasste 170 Stunden. Nach 18 Monaten schlossen wir die sog. Sprachberatung mit einem Zertifikat von Bayerns Sozialministerin Christine Hadertauer ab. 4. Informations- und Kommunikationstechnik, Medien Kinder wachsen von Geburt an mit Medien auf - Medien verstanden als Objekte zur Vermittlung von Informationen. Der kompetente Umgang mit Medien und den durch sie vermittelten Inhalten gilt als neue Kulturtechnik. Kinder müssen erfahren, dass man Informationen und Wissen aus unterschiedlichsten Medien selbst beschaffen kann. Druckmedien: Bücher, Lexika, Zeitungen, Zeitschriften, Fotos. Techn. Medien: Fernseher, Radio, Video, DVD, MP3, CDs und nicht zuletzt der Computer. Zurzeit können wir den Kindern noch keinen Zugang zum Computer (Internet, Lernspiele) ermöglichen. Dies ist jedoch unser Ziel. Kindern ist frühzeitig ein kompetenter Umgang mit Medien zu vermitteln, damit sie am kulturellen, sozialen und ökonomischen Leben der Gesellschaft teilhaben und es mitgestalten zu können. 5. Mathematik Die Welt, in der Kinder aufwachsen, ist voller Mathematik. Geometrische Formen und Zahlen lassen sich überall entdecken. (z.B. Möbel, Spiele, Stuhlreihe im Morgenkreis) Kinder haben ein natürliches Interesse an Formen und Zahlen. Zählen, vergleichen und ordnen sind Tätigkeiten, die für sie mit Spaß, Kreativität und Erfolgserlebnissen verbunden sind. Dies machen wir uns bei der Vermittlung von mathematischen Kompetenzen zunutze: Raumerfassung (vorne-hinten, oben-unten, wo ist das Kuscheltier?) Zuordnung und sortieren (wo gehört etwas hin) Erfahren von Zahlen und Mengen im täglichen Leben (Würfelspiele, Reime, Fingerspiele) Umgang mit Begriffen: größer/kleiner, mehr/weniger (schütten, Lego bauen) Grundbegriffe geometrischer Formen mit allen Sinnen erfahren (legen, malen, schneiden, tasten) Zählkompetenz (Zählen der Kinder im Morgenkreis, Abzählreime, Würfel, mit Murmeln spielen) Musik und Tanz zeigt durch ihren Takt und ihre Struktur mathematische Regelmäßigkeiten auf (Tänze erarbeiten, Takt auszählen) Mit Hilfe unseres Montessori Lernmaterials können wir den Kindern die Welt der Mathematik praktisch und sinnlich näherbringen. Durch die Auseinandersetzung mit mathematischen Inhalten und Gesetzmäßigkeiten machen bereits Kinder die Erfahrung von Beständigkeit und Verlässlichkeit. 6. Naturwissenschaften und Technik Kinder wachsen in einer hochtechnisierten Wissensgesellschaft auf. Diese prägt unser tägliches Leben. Naturwissenschaftliche Erkenntnisse liefern Grundlagenwissen über Vorgänge der belebten und unbelebten Natur. Sie trage dazu bei, sich ein Bild von der Welt zu machen, sie zu erforschen und ihr einen Sinn zu verleihen. Kinder zeigen ein hohes Interesse an Alltagsphänomenen. Sie sind bestrebt nachzuforschen und herauszufinden, "warum das so ist", oder "wie etwas funktioniert". Ihr Forschungsinteresse gilt dem Wasser, der Luft, den Wetterphänomenen und dem Feuer. Ihre Wissbegier bringt uns auch selber oft an Grenzen. Gemeinsam wollen wir mit viel Freude experimentieren, ausprobieren und erforschen: Durch experimentieren mit naturwissenschaftlichen Vorgängen wollen wir die Welt bewusst wahrnehmen und erschließen. Wir beobachten die Natur und ihre kurz- oder längerfristigen Veränderungen. (Wetterveränderungen, Jahreszeiten, Naturkreisläufe) Sammeln von Naturmaterialien (sortieren, benennen, ordnen) Wir sammeln Erfahrungen mit physikalischen Gesetzmäßigkeiten (Mechanik, Schwerkraft, Magnetismus) Naturwissenschaften sollen auch differenzierte Einsichten in die Prozesse unserer Umwelt aufzeigen und somit helfen, selbstverantwortlich und eigeninitiativ an der Gestaltung der zukünftigen Lebensbedingungen mitzuwirken. Es ist deshalb wichtig, Kinder schon im Vorschulalter naturwissenschaftlich zu fördern. 7. Umwelt Kinder haben ein großes Interesse an der Natur, die sie umgibt. Besonders beliebt ist das Spielen im Garten. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen gewinnt vor dem Hintergrund globaler, ökologischer Veränderungen zunehmend an Bedeutung. Umweltbildung und -erziehung ist in erster Linie die Begegnung mit der Natur und Erlebnisse mit Tieren und Pflanzen. Wir wollen die Natur mit allen Sinnen erfahren und sie als unersetzlich, aber auch verletzbar wahrnehmen. Einmal wöchentlich gehen wir in den Wald und die Natur. Wir wollen ein ökologisches Verantwortungsgefühl bei den Kindern entwickeln. Das gelingt aber nur, wenn die Kinder die Umwelt bewusst wahrnehmen.
Was man kennt, dass beschützt man! Dies fördern wir, indem wir die Natur mit allen Sinnen wahrnehmen: Wir gehen in den Wald, an den Teich, an den Bach und auf die Wiese Wir beobachten Lebensbedingungen und -räume unterschiedlicher Tiere und Pflanzen Wir wollen eine Vorstellung der Artenvielfalt (Pflanzenwelt) vermitteln Wir lernen und benennen unterschiedliche Naturmaterialien (Blätter, Rinden, Früchte, Blütenformen) Einzelne Natur- und Umweltvorgänge werden beobachtet (säen, wachsen, ernten) Für uns ist es wichtig, dass die Kinder der Natur gegenüber fürsorglich, achtsam und verantwortungsvoll werden. 8. Ästhetik, Kunst und Kultur Die Ästhetik und die Kreativität von Kindern zu stärken, heißt auch, ihnen die Entfaltung ihrer Persönlichkeit zu ermöglichen. Der Ausgangspunkt der ästhetischen Erziehung ist die Einbeziehung aller 5 Sinne. Kopf, Herz und Hand sollen mit unseren Angeboten erreicht werden. Dabei sind vor allem taktile Grunderfahrungen wie matschen, rollen und kneten wichtig. Kinder erfahren, dass Gegenstände Funktionen haben und versuchen diese herauszufinden und zu nutzen, z.B. ein Farbstift malt, es entsteht etwas. Dem Denken und Lernen, dem Handeln und dem Umsetzen der Vorstellung wird ein breiter Rahmen gegeben. Sprache und Sprachentwicklung geht Hand in Hand mit dem gemeinsamen Tun. (z.B. Gemeinschaftsarbeiten, Kinder dürfen bei spontanen Ideen nach Materialien fragen und sie sich holen). Vor allem in der Freispielzeit stellen wir unterschiedliche Materialien (Papier, Pappe, Kleber, Textilien, Verpackungen, Holz, Zeitungen usw.) und Werkzeuge (Stifte, Pinsel, Scheren, Kreide, Hammer usw.) zur Verfügung. Der Entwicklung und Förderung der Grob- und Feinmotorik kommt hier besondere Bedeutung zu. Die Kinder lernen den Umgang mit Material, Werkzeug und Verbindungsmaterial kennen. Hier ein kleiner Überblick, wie wir dies im Alltag umsetzen: Gezielte Angebote Malen nach Künstlerbild (mit Materialvorgabe und Ergebnis) Raumgestaltung, Bühnendekoration Theaterbesuche Fensterbilder Collagen Projektgestaltung Töpfern, kneten Musikinstrumente bauen Sandkastenspiele Einladungskarten gestalten Masken und Kostüme gestalten Kreative, fantasievolle Kinder bzw. Erwachsene bewältigen Aufgabenstellungen, Lebenskrisen und Ereignisse leichter, haben mehr Spaß. 9. Musik Kinder handeln von Geburt an musikalisch. Mit Neugier und Faszination begegnen sie der Welt der Musik. Sie haben Freude daran, den Geräuschen, Tönen und Klängen in ihrer Umgebung zu lauschen, diese selbst zu produzieren, sowie die Klangeigenschaften von Materialien aktiv zu erforschen. Gehörte Musik setzen Kinder in der Regel spontan in Tanz und Bewegung um. Musik ist Teil ihrer Erlebniswelt. Musik ist ein ideales Medium für Kinder, Traditionen aus unserem Kulturkreis zu begegnen. Es schafft Identifikation mit unserer Musikkultur. Gerade auf musikalischem Gebiet wird Fremdes begeistert aufgegriffen und ausprobiert. (z.B. Musik der Indianer, englische Lieder, brasilianische Rhythmen) Gemeinsames singen und musizieren stärkt die soziale Kompetenz. Beim Musizieren wird das abstrakte Denken gefördert. Die Gesamtkörperspannung wird positiv beeinflusst. Musik bedeutet im Kindergarten nicht nur Singen, sondern: Rhythmusempfinden durch klatschen, patschen und stampfen fördern Lieder und Verse aus eigenen und fremden Kulturkreisen kennen lernen Verschiedene Orffinstrumente kennen lernen und spielen Lieder, Geschichten, Musikstücke begleiten Geschichten und kleine Spielszenen, Theaterstücke szenisch, vokal und instrumental darstellen (bei Festen) Begriffsbildung laut/leise, schnell/langsam, hoch/tief Tänze erlernen Klassische Musik kennen lernen Musik kann zur Entspannung, Aufmunterung, Lebensfreude und emotionalen Stärke und damit zur Ausgeglichenheit beitragen. 10. Bewegung, Rhythmik, Tanz und Sport Kinder haben einen natürlichen Drang und Freude daran, sich zu bewegen. Für sie ist Bewegung ein wichtiges Mittel, Wissen über ihre Umwelt zu erwerben, ihre Umwelt zu „begreifen“, auf ihre Umwelt einzuwirken, Kenntnisse über sich selbst und ihren Körper zu erwerben, ihre Fähigkeiten kennen zu lernen und mit anderen Personen zu kommunizieren. Bewegung ist für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Kindes unerlässlich. Die Bewegungsbedürfnisse des Kindes zu vernachlässigen heißt, kindliche Entwicklungsprozesse empfindlich zu schwächen. Wird das Bewegungsbedürfnis der Kinder eingeschränkt, kann dies schwerwiegende Folgen haben, nicht nur für die Gesundheit und die körperliche Leistungsfähigkeit. Wir bieten den Kindern eine Fülle von Möglichkeiten zur Bewegung an.
Die Kinder gehen täglich in den Garten, auch öfter in den nahen Wald. Regelmäßige Turnstunden finden einmal in der Woche statt.
An den anderen Tagen dürfen die größeren Kinder auch alleine den Turnraum benutzen, um selbständig ihre motorischen Fähigkeiten zu erproben und körperliches Geschick und Selbstsicherheit zu erwerben. Unsere Schwerpunkte: Zuversicht in die eigene Leistungsfähigkeit aufbauen Steigerung des Selbstwertgefühls, durch Steigerung der Bewegungssicherheit Lernen, mit negativen Gefühlen umzugehen (Angst, Unsicherheit) Entwicklung von Körpergefühl und Körperbewusstsein Erproben und verbessern der motorischen Fertigkeiten (Grob- und Feinmotorik) Erhalten der Bewegungsfreude, Neugierde und Aktivitätsbereitschaft Freude am Zusammenspiel in der Gruppe Befriedigung des Bedürfnisses nach Anerkennung und Leistung durch Entwicklungsangemessene Herausforderungen Förderung von Teamgeist und Kooperation bei gemeinsamen Bewegungsaufgaben Regeln verstehen und einhalten Misserfolge ertragen und sich zurücknehmen können Üben von Rücksichtnahme und Fairness Förderung sensorischer Fähigkeiten (tasten, hören, sehen) durch die Auseinandersetzung mit vielfältigen Sinnes- und Umwelteindrücken Wissen um den sachgerechten Umgang mit Turngeräten Steigerung von körperlichem und psychischem Wohlbefinden Ausgleich von Bewegungsmangel Bewegungserfahrungen haben Einfluss auf die Ausbildung eines positiven Selbstkonzeptes. Das Vertrauen in die eigene Person und das Selbstbild wird wesentlich geprägt von den Körpererfahrung in den ersten Lebensjahren. Das Gefühl, etwas bewirken zu können, wurzelt in der Erfahrung körperlicher Geschicklichkeit und Sicherheit. Dieses Kompetenzgefühl ist grundlegend für den Aufbau von Selbstvertrauen bei Leistungsanforderungen. 11. Gesundheit GESUNDHEIT IST UNSER WICHTIGSTES GUT!! Die Kinder lernen, selbstbestimmt Verantwortung für ihr eigenes Wohlergehen, ihren Körper und ihre Gesundheit zu übernehmen. Sie erwerben entsprechendes Wissen für ein gesundheitsbewusstes Leben und lernen gesundheitsförderndes Verhalten. Dazu gehören: ERNÄHRUNG Tisch- und Esskultur entwickeln, als Pflege sozialer Beziehungen Essen in der Kleingruppe, Genuss mit allen Sinnen erleben Obst und Gemüse stehen jeden Tag zur Verfügung (magischer Obstteller) Getränkebar: Apfelschorle, Wasser, Tee HYGIENE kennen lernen des eigenen Körpers und seiner Funktion Nase putzen, Hände waschen Hygieneregeln lernen Toilettengang Sauberkeitserziehung ist Aufgabe der Familie - wir sind gerne bereit den Weg dahin zu unterstützen
WICKEL- UND SCHLAFSITUATION Bei Kindern unter drei Jahren ist das Thema „Pflege“ ein wichtiger Bestandteil im Tagesablauf. Der Toiletten- und Wickelbereich ist mit ausreichend Waschbecken und Toiletten in Kinderhöhe ausgestattet. Somit wird die Selbstständigkeit und das Sauberwerden gefördert. Außerdem gibt es einen extra Wickeltisch, der über eine kleine Treppe selbstständig von den Kindern erreichbar ist. Die persönlichen Pflegeutensilien wie Windeln und Wäsche zum Wechseln, werden für jedes Kind in den einzelnen Fächern aufbewahrt. Die Kinder, die bereits auf dem Weg zum Sauberwerden sind, müssen nicht unbedingt im Liegen gewickelt werden. Sie werden aktiv in die Körperpflege miteinbezogen, z.B. durch öffnen und herunterziehen der Kleidung oder das Schließen der Windel. Die Pflegezeit stellt eine wichtige Zuwendungszeit da, welche für den Aufbau und die Vertiefung einer verlässlichen und sicheren Beziehung zwischen Bezugsperson und Kind bedeutsam ist. In dem oft so lebhaften Gruppenalltag genießen die Kinder in dieser Zeit die volle Aufmerksamkeit und Zuwendung der Bezugsperson. Die Sauberkeitserziehung ist ein wichtiges Thema. Deshalb findet ein regelmäßiger Austausch zwischen dem pädagogischen Personal und den Eltern statt, um das Kind individuell in dieser Phase zu stärken und unterstützen. Ruhebereiche sind gerade in den ersten Jahren unerlässlich und sollten jederzeit zur Verfügung stehen. Die Kinder brauchen eine Möglichkeit sich von der Unruhe und dem Lärmpegel des Gruppengeschehens zurückziehen zu können. Das Bedürfnis nach Aktivität und Ruhe ist individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt und hängt auch von der Tagesform jedes Kindes ab. Durch Beobachtung und Austausch mit den Eltern lernt das pädagogische Personal die Ruhe- und Schlafgewohnheiten der einzelnen Kinder kennen. Vor allem Kinder unter drei Jahren brauchen mittags einen festen und sicheren Schlafplatz. In einer geschützten Atmosphäre mit einer vertrauten Bezugsperson, Ritualen und Utensilien wie Schmusetuch und Schnuller, begleiten wir die Kinder in der Einschlaf- und Aufwachphase. Währende der Schlafphase ist immer eine vertraute Person in Hörweite, die später auch in der Aufwachphase dabei ist. UNFALLVERHÜTUNG richtiger Umgang mit der Schere, mit Besteck Regeln für den Umgang mit Turngeräten, Verhalten im Turnraum Regeln für das Spielen im Garten Umgang mit Feuer (Kerze, Lagerfeuer) Eine positive Geschlechtsidentität zu entwickeln durch Bestärkung (tolle Mädchen, super Jungs). Wir wollen den Kindern den Zusammenhang zwischen Bewegung, Ernährung und Gesundheitsvorsorge verständlich machen. Gesunde und fitte Kinder sind leistungsbereiter, selbstbewusster und glücklicher. DAS SPIEL IN DER FREISPIELZEIT Das Spiel ist weiterhin pädagogisches Grundprinzip. Das Spiel in der Freispielzeit übernimmt im Tagesablauf eine wichtige Funktion. Freispielzeit bedeutet für die Kinder, dass sie selbst entscheiden dürfen, mit wem, was, wo und wie lange sie spielen wollen. Sie müssen eigene Absprachen treffen, sich an vorher festgelegte Regeln halten und sich ihre Zeit eigenverantwortlich einteilen. Die Freispielzeit ist als soziales Lernfeld unumgänglich, aber auch viele andere Bereiche (Selbstwahrnehmung, Verantwortung übernehmen, demokratische Teilhabe), werden ganz natürlich eingeübt und verinnerlicht. In dieser Zeit steht für die Kinder folgendes bereit: Raum: verschiedene Spielecken im Gruppenraum, Nebenzimmer, Gang, Turnraum (Turnraum mit Matten und großen Polstern, Gang mit unterschiedlichen Angeboten Nebenzimmer mit Legematerial und Tüchern). Material: alle Spielsachen und Tischspiele (Puzzle) kreatives Material (Schere, Kleber, Papier, Stifte) Zeit: genügend Zeit Auswahl des Spielpartners: Beziehungen mit einzelnen Kindern Interessengruppen wir stehen jederzeit zur Verfügung. Unser Ziel ist es, dass die Kinder in dieser Zeit so selbständig werden und Sicherheit aufbauen, dass wir für die Kinder entbehrlich werden. Die Freiheit ist dann erlangt, wenn das Kind sich seinen inneren Gesetzen nach, den Bedürfnissen seiner Entwicklung entsprechend, entfalten kann. Das Kind ist frei, wenn es der erdrückenden Energie des Erwachsenen unabhängig geworden ist. (Maria Montessori) BEOBACHUTUNG UND DOKUMENTATION Um die Eltern regelmäßig über den Stand der Lern- und Entwicklungsprozesse ihres Kindes in der Tageseinrichtung zu informieren, kommen bei uns folgende Dokumentationen zum Einsatz: Portfolio (enthält z. B. selbstgemalte Bilder, Schneidearbeiten, etc.) Beobachtungsbögen: PERIK (positive Entwicklung und Resilienz im Kitaalltag von 3,5 Jahren bis Schuleintritt) SELDAK (Kinder mit Erstsprache Deutsch von 4 Jahren bis Schuleintritt) SISMIK (Kinder, deren Erstsprache nicht Deutsch ist von 3,5 Jahren bis Schuleintritt) TAGESABLAUF DER SONNEN-, REGENBOGEN-, UND STERNENGRUPPE ab 7.00-8.00 Uhr empfangen und begrüßen der Kinder 8:00 Uhr Beginn der Kernzeit ab ca. 8.10 Uhr Morgenkreis ab 9.00 Uhr Brotzeit und Freispielzeit Kinder entscheiden selbst, was sie mit wem, wo, womit und wie lange sie spielen wollen. Hierbei können sie im Gruppenraum, im Nebenraum und im Gang spielen. In dieser Zeit finden altersgemischte Angebote in Kleingruppen zu den verschiedenen Bildungsbereichen statt. ca.10.45 Uhr Sauberkeitserziehung, Toilettengang, gegebenenfalls wickeln, Händewaschen ca. 11 Uhr Mittagskreis ca. 11.15 Uhr freie Bewegungszeit im Garten, Spaziergänge, Wald ab 12.00-12.10 Uhr 1. Abholzeit ab ca. 12:00 Uhr gemeinsames Mittagessen ab 13.00 Uhr flexible Abholzeiten bis 16.30 Uhr ca. 13.30 Uhr Sauberkeitserziehung, Toilettengang, gegebenenfalls wickeln, Hände waschen 13.30-14.45 Uhr Möglichkeit zum Mittagsschlaf (bei Bedarf auch früher/länger) bis 16.30 Uhr letzte Abholzeit TAGESABLAUF FÜR DIE STERNSCHNUPPENGRUPPE Ab 7.00 Uhr empfangen und begrüßen der Kinder 8:00 Uhr Beginn der Kernzeit 8.15 Uhr Toilettengang für Kinder, die schon sauber sind 8.30 Uhr Morgenkreis 8.45-10.30 Uhr Freispielzeit und gemeinsame Brotzeit Kinder entscheiden selbst, was sie mit wem, wo, womit und wie lange sie spielen wollen. In dieser Zeit finden Angebote in Kleingruppe zu den einzelnen Bildungsbereichen statt. 10.30 Uhr Sauberkeitserziehung mit wickeln, Toilettengang und Hände waschen Ca.10.45 Uhr Versammlungskreis für alle Ca. 11.15 Uhr freie Bewegungszeit im Garten 12.00-12.10 Uhr 1. Abholzeit 12.15 Uhr Toilettengang mit Hände waschen 12.30-13.00 Uhr gemeinsames Mittagessen ab 13.00 Uhr Toilettengang, wickeln und fertigmachen für den Mittagsschlaf 14.00 Uhr letzte Abholzeit Kinder, die länger angemeldet sind, gehen gemeinsam mit einer Betreuerin in die Sonnengruppe. WEITERENTWICKLUNG Diese Konzeption werden wir kontinuierlich überprüfen, ergänzen und weiterentwickeln. Wir hoffen, dass sich in Zukunft noch mehr Eltern für unsere Bildungs- und Erziehungsarbeit interessieren und an diesem Prozess mitarbeiten. Impressum: Diese Konzeption wurde erarbeitet von den Mitarbeiterinnen Kindergarten Oberhausen
Hauptstraße 4a
86697 Oberhausen Überarbeitung: Juli 2025 Birgit Braunmüller, Kindergartenleitung Eva Auerhammer, stellv. Kindergartenleitung und Gruppenleitung Christine Weiland, Gruppenleitung Anja Gottschall, Gruppenleitung Doreen Güntzel, Gruppenleitung Silvia Kurz, Erzieherin Kindergarten
Oberhausen
Wir nehmen es so wie es ist an. Dieser Aspekt ist die Grundlage unseres pädagogischen Handelns. "Du hast das Recht, genauso geachtet zu werden, wie ein Erwachsener. Du hast das Recht, so zu sein, wie du bist. Du musst dich nicht verstellen und so sein, wie es die Erwachsenen wollen. Du hast ein Recht auf den heutigen Tag, jeder Tag deines Lebens gehört dir, keinem sonst. Du, Kind wirst nicht erst Mensch, du bist Mensch." (Janusz Korczak) UNSER AUFTRAG Kindertageseinrichtungen bieten jedem einzelnen Kind vielfältige und entwicklungsangemessene Bildungs- und Erfahrungsmöglichkeiten, um beste Bildungs- und Entwicklungschancen zu gewährleisten Entwicklungsrisiken frühzeitig entgegenzuwirken sowie zur Integration zu befähigen. Das pädagogische Personal in förderfähigen Kindertageseinrichtungen hat die Kinder in ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu unterstützen, mit dem Ziel, zusammen mit den Eltern den Kindern die hierzu notwendigen Basiskompetenzen zu vermitteln. Dazu zählen beispielsweise positives Selbstwertgefühl, Problemlösefähigkeit, lernmethodische Kompetenz, Verantwortungsübernahme sowie Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit. Die Kita hat die Aufgabe, Kinder, deren Einschulung ansteht, auf diesen Übergang vorzubereiten und hierbei zu begleiten. Eltern und pädagogisches Personal arbeiten partnerschaftlich bei der Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder zusammen. Diesen Auftrag hat der Träger, die Gemeinde Oberhausen, an uns weitergegeben. AUFTRAG DES TRÄGERS Der Auftrag des Trägers besteht in der sozialen Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Staat. Der Träger ist verantwortlich für die Gesamteinrichtung in Bezug auf die Schaffung von Kindertagesstätte, Räumlichkeiten, Gebühren und die Einstellung des Personals. Ihm unterstehen auch die Planung und Sicherstellung eines ausreichenden Betreuungsangebotes. Der Träger informiert über wichtige Vorhaben der Gemeinde und gibt Sachinformationen weiter. Er ermöglicht uns, dem päd. Personal, durch Fort- und Weiterbildungen, auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Wir als Kita-team sind auf eine gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und ihrem Bürgermeister bedacht. Regelmäßige Einblicke in die aktuelle Kitasituation, Veränderungen und Probleme werden besprochen. Bei Anfragen und Anregungen treffen wir immer auf ein offenes Ohr. ZUSAMMENARBEIT TRÄGER-KITA Der Träger informiert über wichtige Vorhaben der Gemeinde und gibt Sachinformationen weiter. Er ermöglicht uns, dem päd. Personal, durch Fort- und Weiterbildungen, auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Wir als Kita-Team sind auf eine gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und ihrem Bürgermeister bedacht. Regelmäßige Einblicke in die aktuelle Kitasituation, Veränderungen und Probleme werden besprochen. Bei Anfragen und Anregungen treffen wir immer auf ein offenes Ohr. ZUSAMMENARBEIT KITA-ELTERN Je mehr gesellschaftliche Veränderungen stattfinden, umso bedeutender wird die enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kita. Wir wollen Erziehungs- und Bildungspartner sein. Folgende Kooperationsformen bieten wir an: Kinder erwerben in ihrer Familie Kompetenzen und Einstellungen, die für das ganze weitere Leben wichtig sind. In diesen Lernprozessen wollen wir die Eltern unterstützen, entlasten und Ihnen in Erziehungsfragen partnerschaftlich zur Seite stehen. Eine erweiterte Zusammenarbeit findet mit den Mitgliedern des Elternbeirats statt Ca. 6x im Jahr finden Elternbeiratssitzungen statt. Hier besprechen Beirat, Team und bei besonderen Vorhaben der Träger, Themen, welche die Kinder, die Eltern und die Einrichtung betreffen. Aktivitäten und Veranstaltungen werden geplant und mit den Eltern durchgeführt. Anregungen und Probleme werden diskutiert. Unsere Beiratssitzungen sind öffentlich (Termine hängen aus) und alle Eltern sind herzlich dazu eingeladen. Wir hoffen auch weiterhin auf tatkräftige Hilfe, die uns in den letzten Jahren immer zugutegekommen ist. Die Kita hat eine zentrale Bedeutung in unserem Ort, der Familien mit Kindern unterstützt und Möglichkeiten der Begegnung bietet. Unterstützung erwarten wir auch in der Weiterentwicklung unserer Konzeption. RECHTLICHEN GRUNDLAGEN Der gesetzliche Auftrag unserer Arbeit findet sich im Sozialgesetzbuch (SGS). Zum einen im SGB Vlll Kinder- und Jugendhilfe, sowie für die Betreuung von Behinderten oder von Behinderung bedrohten Kindern im SGB Xll. Weiter in der Behinderten- und Kinderrechtskonventionen. Zur Umsetzung dient uns das Bayrische Gesetz zur Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Kindergärten (BayKiBiG). Weiter bilden der BEP (Bayrische Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung). KINDERSCHUTZAUFTRAG BEI KINDSWOHLGEFÄHRDUNG Seit 2005 ist der §8 (Kinderschutzgesetz) in Kraft. Wir haben Abläufe und Verfahren für den Umgang mit (dem Verdacht) einer Kindeswohlgefährdung entwickelt. Bei Auffälligkeiten und Anhaltspunkten der Kindeswohlgefährdung sind die Erzieherinnen verpflichtet, die kollegiale Beratung durch die Kitaleitung in Anspruch zu nehmen. Der nächste Schritt ist im Rahmen der Elterngespräche bei Bedarf auf Schwierigkeiten in der Entwicklung des Kindes hinzuweisen und die Eltern zu motivieren, damit sie gegebenenfalls die notwendige Hilfe und Unterstützung in ihrem Interesse und ihres Kindes suchen. Sehen die Eltern jedoch keinen Bedarf oder entscheiden sich für einen anderen Weg, so steht ihnen das grundsätzlich frei. Dieses von Freiwilligkeit geprägte Verhältnis verändert sich in dem Moment, indem der Verdacht besteht, dass ein Kind gefährdet ist. Nun sind wir Erzieherinnen verpflichtet, die Gefährdung unter Beteiligung der Eltern und Kinder und einer erfahrenen Fachkraft abzuklären. Für den Fall, dass dies nicht gelingt sind wir verpflichtet, die nächste Instanz hinzu zu ziehen, das Jugendamt, um eine verbindliche Gefährdungseinschätzung zum Schutz des Kindes sicher zu stellen. Wir hoffen jedoch, dass wir zu allen Eltern ein von Vertrauen geprägtes Verhältnis aufbauen können, dass wir so ein Verfahren nicht einleiten müssen. An unserem Schutzkonzept wird ständig weitergearbeitet. INKLUSION Wir sehen unsere Vielfalt als Chance. Eine Lebenswelt ohne Ausgrenzung zu ermöglichen ist hierbei unser Wunsch und unsere Haltung. Das BayKiBiG Art.2 Abs.1 unterstützt die Inklusion von Kindern mit bestehender oder drohender Behinderung. Die Eltern haben die freie Wahl, wo sie ihr Kind betreuen lassen wollen. Integration bedeutet für uns FÖRDERUNG DER KINDER IM ALLTAG; so wie Teilhabe- und Chancengerechtigkeit in allen Lebensbereichen. Wir holen die Kinder dort ab, wo sie stehen und setzen die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen so ein, dass das bestmögliche Ergebnis für das Kind erzielt wird. Durch externe Förderdienste wird die Vernetzung mit Fachdiensten (z.B. Frühförderstation) im Kindergarten zusätzlich abgedeckt. Fachdienst und Kindergarten stehen im engen Austausch und Zusammenarbeit. Im Hinblick auf die individuellen Bedürfnisse jedes Kindes, muss in der Einrichtung geprüft werden, ob wir den spezifischen Anforderungen im Einzelfall entsprechen können oder eine Vermittlung in entsprechende Fördereinrichtungen vorgenommen werden müssen. Wir können bis zu zwei Plätze für Kinder mit Förderbedarf anbieten. DIE KITA IST TEIL DES GEMEINWESENS Die Kita hat eine zentrale Bedeutung in unserem Ort, der Familien mit Kindern unterstützt und Möglichkeiten der Begegnung bietet. Die Einbindung in das Gemeinwesen erfolgt durch: - Kontakt mit der Kirche - gemeinsame Veranstaltungen mit den Lebensräumen Jung und Alt - Zusammenarbeit mit Fachdiensten, Förder- und Therapieeinrichtungen - gute Zusammenarbeit und Kooperationsauftrag mit der Schule - Kontakte zu Vereinen - gemeinsame Feste mit der ganzen Gemeinde - Elternabende - Teilnahme am öffentlichen Geschehen - Kontakt zu Einzelpersonen (Firmen, Geschäften, Banken), die die Kita auf verschiedenste Weise unterstützen - Kooperation mit Ausbildungsstätten, Begleitung von Praktikanten - Kontakt zu Gesundheits- und Jugendamt RAHMENBEDINGUNGEN UNSERER EINRICHTUNG Chronik unserer Einrichtung Im Jahre 1992 wurde die Nachfrage nach Kindergartenplätzen so groß, dass nicht mehr alle Kinder im Kindergarten Sinning aufgenommen werden konnten. Die Gemeinde Oberhausen entschied sich, in Oberhausen einen weiteren Kindergarten zu planen. Die alte, zentral gelegene IVG- Kantine, die gerade leer stand, konnte die Gemeinde kostengünstig von der IVG erwerben. Mit großer Unterstützung der Eltern konnte nach nur einem Jahr im September 1995 der Kindergarten Oberhausen eröffnet werden. Im September 2006 haben wir unser Angebot erweitert und boten seitdem eine Mittags- und Hausaufgabenbetreuung für Grundschulkinder an. Ab Herbst 2013 wurde die Kita um eine Gruppe erweitert. Die Räumlichkeiten dazu befanden sich gegenüber im Gebäude der Raiffeisenbank mit eigenen Kleinkindgarten. Ab Herbst 2017 wurde die Kita wieder um eine Gruppe erweitert. Es standen uns keine Räumlichkeiten mehr zur Verfügung, deshalb wurde im erweiterten Garten vorübergehend eine Gruppe im Container eingerichtet. Aufgrund der begrenzten Räumlichkeiten plante die Gemeinde Oberhausen einen neuen Kindergarten. Seit September 2022 wurde die Hortgruppe in die Offene Ganztagsschule eingegliedert. Im Dezember 2022 konnten die ersten Kinder im neuen Kindergarten in der Hauptstraße einziehen. Allen Kindern der Regenbogen-, Sonnen-, Sternen- und Sternschnuppengruppe steht jetzt ein gemeinsames Haus und Garten zur Verfügung. Öffnungszeiten Unser Kindergarten ist von 7.00 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet. Räumliche Gegebenheiten Den Kindern stehen vier freundliche, helle Gruppenräume, mit Nebenräumen zur Verfügung. Weitaus größer als die Norm vorgibt sind wir auch mit einem schönen Turnraum und Förder- und Therapiezimmer ausgestattet. Alle Gruppen können diese Räume nutzen. Gruppenstärke und -struktur der Gruppen Unsere Einrichtung besteht aus vier Gruppen, die maximale Gruppenstärke beträgt in den drei Regelgruppen 25 Kinder. In den drei altersgemischten Gruppen (Sonnen- Regenbogen- und Sternengruppe), von 3 - 6 Jahren, werden die Kinder bis zum Schuleintritt gemeinsam betreut. In der Sternschnuppengruppe betreuen wir die Kleinsten ab 2 Jahren mit einer kleineren Gruppenstärke. Diese Gruppenstruktur bietet allen Kindern vielfältige Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten. Mittagessen Wir bieten warmes, frisches Mittagessen von unserem Caterer. Für dieses Essen ist eine extra Anmeldung über die Kita fino app erforderlich. Falls kein warmes Essen gebucht wird, oder im Kindergartennotdienst, kann eine zusätzliche Brotzeit mitgebracht werden. Wir nehmen am Schulobst- und gemüseprogramm mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Gemeinschaft teil. Das heißt, einmal pro Woche erhalten wir von der Ökokiste Ingolstadt Obst und Gemüse. Personelle Besetzung Unser Betreuungsteam besteht aus 7 Erzieherinnen und 5 Kinderpflegerinnen. Das gesamte pädagogische Personal nimmt regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen teil. Unsere Kita ist auch Ausbildungsstätte! Zusätzlich zum Stammpersonal werden Praktikantinnen verschiedener Schulen, Fachschule für Kinderpflege in Neuburg und gelegentlich angehende Erzieherinnen bei uns betreut. Außerdem gehört zum Personal drei Raumpflegerinnen. Weitere Unterstützung erhalten wir von den Gemeindearbeitern, die uns immer tatkräftig zur Seite stehen. Finanzielle Mittel Die Kita Oberhausen wird durch die Gemeinde Oberhausen, staatlichen Zuschüssen, gefördert durch den Freistaat Bayern in Höhe von jährlich 1200 Euro pro Kind, sowie Elternbeiträgen finanziert. Der monatliche Elternbeitrag enthält einen Spielgeldbetrag. Dieser steht dem Kindergarten zur freien Verfügung und wird für Spielzeug und Bastelmaterial verwendet. Einmal jährlich sammeln wir eine Versorgungspauschale ein. Davon werden für die Kinder Säfte, Milch und Tee eingekauft. Auch alltägliche Ausgaben für Kochen und Backen und der Bedarf für gruppeninterne Feste werden damit bestritten. Durch Spenden von Banken, Vereinen, Betrieben und Privatpersonen wird unser Etat zusätzlich aufgebessert. Auch die Gemeinde Oberhausen, vertreten durch den ersten Bürgermeister Fridolin Gößl, zeigt sich der Kita gegenüber immer großzügig. Situation der Familien in unserer Gemeinde Unsere Kita liegt im ländlichen Bereich in einer wachstumsorientierten Gemeinde. Durch unsere flexiblen Öffnungszeiten haben viele Mütter und Väter die Möglichkeit berufstätig zu sein. UNSER BILD VOM KIND UND UNSERE ROLLE ALS ERZIEHER UND WEGBEGLEITER Jedes Kind ist einzigartig! Es unterscheidet sich durch seine Persönlichkeit und Individualität von anderen Kindern. Es hat einzigartige Besonderheiten, Stärken und durch sein Temperament, seine Anlagen und seine Eigenaktivitäten ein eigenes Entwicklungstempo. Sie wollen von sich aus Lernen. Ihre Neugier, Erkundungs- und Forschungsdrang sind Beweis dafür. Uns ist es wichtig das Kind als vollwertige Persönlichkeit, dass seine Entwicklung selbst mitgestaltet, zu sehen. Die Kinder dürfen vielfältige Impulse und Anregungen, durch einfühlsame Zuwendung und aufmerksame Beobachtung, erwarten. Kinder haben Rechte. Sie sind in der UN- Kinderrechtskonvention verankert. Insbesondere das Recht auf bestmögliche Bildung. Ihre Persönlichkeit, Begabung und ihre geistig-körperlichen Fähigkeiten sollen dadurch voll zur Entfaltung kommen. Wir wollen ihnen auch Mitsprache und Mitgestaltung in unserem Kindergarten ermöglichen. Gemeinsame Gespräche und aufstellen von Regeln fördern diesen Prozess. Sie verdienen immer Respekt und Anerkennung! Der Bildungs- und Entwicklungsprozess eines jeden Kindes baut auf den vorherigen und begleitenden Prozess in der Familie auf. Wir holen ihr Kind da ab, wo es steht. Wir wollen dadurch deutlich machen, dass wir den Kindern mit bedingungsloser Akzeptanz und Respekt gegenüberstehen. Wir wollen es niemals beschämen und den Kindern ein gutes Vorbild sein und ihnen mit Zuneigung, Zuversicht und Freude begegnen. Das Beobachten von Lern- und Entwicklungsprozessen des Kindes bildet eine weitere, wesentliche Grundlage für unser pädagogisches Handeln. (Beobachtungs- und Entwicklungsbögen, Beobachtung und Dokumentation). Mit der Einführung des neuen Bildungsplans müssen wir auch noch stärker die Bildungsarbeit in den Mittelpunkt stellen. Unsere Zielsetzung haben wir daraufhin erweitert. Nur gemeinsam mit den Eltern, Großeltern und Geschwistern können wir erfolgreich sein. UNSERE ZIELE Unser Leitsatz, "Gemeinsam für die Zukunft der Kinder" ist für uns Verpflichtung, gemeinsam mit den Eltern die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit des Kindes zum schöpferischen, wertorientierten und beziehungsfähigen Menschen. Pädagogische Zielsetzung In unserer Einrichtung werden Kinder zwischen 2 - 6 Jahren betreut. Für die Betreuung der Kinder in den verschiedenen Altersgruppen bedarf es einer altersspezifischen Arbeitsweise. Gerade in der Kleinkindgruppe ist ein großer Bestandteil unserer Arbeit feinfühlig auf die Bedürfnisse der Kinder nach körperlicher Nähe, Sicherheit und Geborgenheit zu reagieren. Dadurch entwickelt sich eine sichere Bindung des Kindes zu seiner Bezugsperson. Dies schafft Stabilität und lässt Kinder Situationen leichter voraussehen. Erst dann ist das Kind in der Lage, seine Umgebung selbständig zu erkunden. Um den Bedürfnissen aller Kinder gerecht zu werden ist es uns wichtig, mehrmals wöchentlich alters- und entwicklungsspezifische Förderangebote in Kleingruppen anzubieten. Dies bedeutet, dass Beschäftigungen altersgerecht geplant und umgesetzt werden. Wir achten darauf, gerade unsere Jüngsten nicht zu überfordern. Kinder unter drei Jahren, die in unseren Regelgruppen integriert sind, werden genauso achtsam und altersgerecht von uns begleitet. Die größeren Kinder in unseren Regelgruppen haben häufig noch die gleichen Bedürfnisse. Aber sie streben schon nach mehr Selbständigkeit und Autonomie. Während die Kleinsten noch gerne in ihrem vertrauten Nest (Gruppenraum) bleiben, erweitern die Größeren ihren Radius und erobern nach und nach das ganze Gebäude. Deswegen bieten wir auch Spielmöglichkeiten im Gang oder der Turnhalle an. Jedes Kind entscheidet mit den Bezugspersonen wann es „ausfliegt“. Das pädagogische Personal beobachtet und dokumentiert den Entwicklungsstand jedes einzelnen Kindes und holt es dort ab wo es steht. Besonders wichtige Ziele in unserem Kindergarten sind die Förderung der Basiskompetenzen: Förderung der sozialen Kompetenz Stärkung des "ICHS" Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten, Grenzen erkennen Körperliche Fähigkeiten entwickeln Geistige Entwicklung Übergang in die Schule Lernmethodische Kompetenz (lernen wie man lernt) Förderung der sozialen Kompetenz Unsere Kinder kommen heute meist aus Kleinfamilien, viele haben keine Geschwister. Wir bieten den Kindern ein Übungsfeld, in dem sie Gelegenheit haben, Beziehungen aufzubauen mit jüngeren, älteren, gleichaltrigen Jungen und Mädchen. Es lernt soziale Verhaltensweisen wie, Hilfsbereitschaft, Verantwortung für sich und andere, Gemeinschaftsgeist, Rücksichtnahme, sich anzupassen, aber auch sich durchzusetzen, Kritik anzunehmen und zu äußern, teilen, …. Dabei findet das Kind seinen Platz in der Gruppe. Durch die Spielgemeinschaften entstehen die ersten Freundschaften. Die Gemeinschaft verstärkt das "WIR - Gefühl", beim Spielen, Feiern und Tun. Unsere demokratische Gesellschaft braucht Menschen mit einer eigenen Meinung, die sich ausdrücken können, aber auch andere Meinungen akzeptieren und Kompromisse schließen können! Uns ist es sehr wichtig, den Kindern ein gutes Vorbild zu geben. Werte, Normen und Regeln bedeuten Sicherheit. Durch das gemeinsame Aufstellen von Regeln, erschaffen wir eine Umgebung von Sicherheit und Geborgenheit, in der die Kinder positive Erfahrungen sammeln können. Wir zeigen Konfliktlösungen auf und die größeren Kinder müssen für die Kleineren die Verantwortung übernehmen. Um später nicht zum Außenseiter zu werden, ist es wichtig, bereits im Kindergarten die sozialen Kompetenzen zu stärken!" Stärkung des ICHS, Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten, Grenzen erkennen Wir wollen dazu beitragen, dass die Kinder sich für wertvoll erachten, mit sich selbst zufrieden sind und stolz auf ihre Leistungen und Fähigkeiten sind. Sie sollen ein positives Selbstkonzept im Umgang mit Gleichaltrigen erwerben. Sie sollen Probleme und Aufgaben selbständig meistern und Herausforderungen annehmen. Bei Erfolg stellen wir lobend heraus, dass sich das Kind angestrengt hat, bei Misserfolg weisen wir z.B. auf eine hohe Schwierigkeit hin und äußern aber Zuversicht, dass es beim nächsten Mal besser klappen wird. Nur wer sich selbst achtet, kann anderen Achtung und Respekt entgegenbringen. Kinder dürfen niemals beschämt werden. Körperliche Fähigkeiten entwickeln Grob- und Feinmotorik Die Kinder erhalten bei uns genügend Möglichkeit zur körperlichen Betätigung. Sie können ihren Bewegungsdrang im Haus und im Garten ausleben. Beim Turnen lernen sie ihren Körper zu beherrschen, die Geschicklichkeit entwickelt sich weiter. Die Feinmotorik beinhaltet z.B. die Handgeschicklichkeit des Kindes. Dafür stellen wir verschiedene Materialien (Stifte, Kleber, Schere, Pinsel, …) zur Verfügung. Jedes Kind soll die Verantwortung für seine Gesundheit und sein körperliches Wohlbefinden übernehmen. Regelmäßige Mahlzeiten, Trinken, positive Einstellung zur gesunden Ernährung und Hygienemaßnahmen sollen, unterstützt von der Kita, selbständig ausgeführt werden. Durch unseren geregelten Tagesablauf erfahren die Kinder, dass nach körperlich und geistig anstrengenden Tätigkeiten auch eine Phase der Entspannung anschließt, z.B. Mandala, Puzzle, Bilderbuchbetrachtung. So lernen die Kinder auch Stress abzubauen. Geistige Entwicklung Kinder erfahren und begreifen die Welt über die Sinne "hören, sehen, riechen, schmecken und fühlen". Gemeinsam mit motorischen Erfahrungen wird das Fundament, sowohl für die geistige, als auch die persönliche und soziale Entwicklung gelegt. Durch entsprechende Lernarrangements werden die Kinder angeregt, z.B. Sachinhalte mit mehreren Sinnen zu begreifen. (Feuerwehr: wir gehen zur Feuerwehr, wir schauen ein Bilderbuch an, wir malen ein Feuerwehrauto, schneiden, wir riechen das Feuer). Wir fördern die persönliche Intelligenz des Kindes auch durch das Üben von Merkfähigkeit und Konzentration und geben logische Denkanstöße. Die Entwicklung der Sprache ist uns ein großes Anliegen. Jedes Alter hat seine typischen Merkmale des Lernens, Forschens und Entdeckens. Die intellektuellen Ansprüche werden mit zunehmendem Altem komplexer. Gezielte Beschäftigungen und Angebote finden in altersspezifischen Gruppen statt. Unsere Mini-(2-4jährige), Midi-(4-5jährige) und Maxistunden (5-6jährige) finden gruppenübergreifend und gruppenintern statt. So gehen wir auf den Entwicklungsstand der Kinder ein und führen sie langsam zur kognitiven Entwicklung und schließlich zur Schulfähigkeit hin. Übergang in die Schule KINDER FREUEN SICH AUF DIE SCHULE!!! Unser Ziel ist es, einen reibungslosen und entspannten Übergang zu schaffen. Ausgehend vom individuellen Entwicklungsstand des Kindes, unterstützen wir durch besondere Angebote die Entwicklung. Mehrmals wöchentlich finden unsere sogenannten "Maxistunden" statt. Die Maxis verlassen den Gruppenraum und treffen sich zu Lern-, Spiel- und Projektgruppen zusammen. Wir führen einige Beispiele auf: Logische Reihen werden gebildet Mengen- und Zahlenbegriffe werden erörtert Geometrische Formen begreifen und malen Formen falten Leistungsverhalten wird gefördert Förderung des phonologischen Bewusstseins, durch Sprach- und Lauschspiele (Vorbereitung auf den Schrifterwerb) Englisch Rhythmischer Tanz Experimente mit der unbewegten Natur (physikalischer Bereich) Gestalten von kreativen Arbeiten Schulbesuch - die Kinder lernen die Lehrkräfte und das Schulgebäude kennen Die enge Zusammenarbeit (Kooperation) mit den Lehrkräften der Oberhauser Grundschule sollen den Kindern und Eltern den Übergang in die Schule erleichtern.Dies geschieht in einer ganzheitlichen, individuellen und spielerischen Form. Transitionen – Übergänge gestalten Der Transitionsprozess verläuft über einen längeren Zeitraum. Schon vor dem ersten Besuch im Kindergarten beginnen die Vorbereitungen in der Familie und im Kindergarten. Nach Abschluss eines jeden Übergangs wird erwartet, dass das Kind sich in seiner neuen Rolle/Situation sozial und emotional sicher fühlt und ein gutes Vertrauensverhältnis zum pädagogischen Personal aufgebaut hat. Unser oberstes Ziel ist es, für die Kinder einen reibungslosen und entspannten Übergang zu schaffen. Elternhaus - Kleinkindgruppe - Kindergartengruppe Anmeldung/Erstkontakt Info - Elternabend Aktive Eingewöhnung (siehe: jetzt gehts los) Tür- und Angelgespräche bzw. Reflexionsgespräche nach Bedarf Kleinkindgruppe - Kindergartengruppe Info - Austausch über die einzelnen Kinder mit dem jeweiligen Gruppenpersonal Schnuppertag in den Kindergartengruppen (Ende des Kindergartenjahres) Regelmäßige Besuche im Garten Gemeinsame Aktionen für den gesamten Kindergarten Kindergarten - Grundschule mehrmals wöchentlich Maxistunden Schulspiel im Kindergarten Schulspiel in der Schule Gemeinsamer Ausflug (Schule/Kiga) Gemeinsame Aktionen (z.B. Feste) Gemeinsamer Elternabend Vorschulübernachtung Verabschiedungsfeier Die enge Kooperation mit den Lehrkräften der Grundschule Oberhausen soll den Kindern und Eltern den Übergang in die Schule erleichtern. Lernmethodische Kompetenz; lernen, wie man lernt Diese Fähigkeit ist die Grundlage für einen bewussten Wissenserwerb und der Grundstein für schulisches und lebenslanges selbstgesteuertes Lernen. Kinder werden lernen, eigene Lernprozesse wahrzunehmen und erworbenes Wissen anzuwenden. Wir ermöglichen es den Kindern, verschiedene Lernwege kennen zu lernen und auszuprobieren und ermutigen sie, sich neue Informationen gezielt zu beschaffen, (z.B. aus Büchern, aus dem Internet, im Beobachten anderer, Fragen zu stellen) Die lernmethodische Kompetenz baut auf vielen der bisher genannten Basiskompetenzen, wie z.B. Denkfähigkeit, Gedächtnis, Kommunikationsfähigkeit und Kreativität auf. BILDUNGSBEREICHE Wir arbeiten nach dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen, der folgende Schwerpunkte vorsieht: 1. Wertorientierung und Religiosität Kinder erfragen unvoreingenommen die Welt und stehen ihr staunend gegenüber.
Sie stellen Grundfragen nach Anfang und Ende, nach Leben und Tod. Die
Frage nach Gott kann für sie eine zentrale Lebensfrage sein. Wir greifen dies auf, indem wir unsere christlichen Werte vermitteln und das Anderssein der Kulturen der Welt respektieren. Wir wollen die Achtung vor der Schöpfung an die Kinder weitergeben. Ein zentrales Element der abendländischen Kultur ist der christliche Glaube. Unser Beitrag, den ethische und religiöse Bildung und Erziehung hierbei leisten kann: Ein positives Weltbild aufbauen Mit schwierigen Lebenssituationen umgehen Toleranz gegenüber anderen üben Mitgefühl und Einfühlungsvermögen entwickeln Andere annehmen wie sie sind Verzeihen Mitverantwortung für andere tragen Dankbar sein Dies entwickelt sich alles nur, wie in vielen anderen Bereichen, wenn die Eltern schon den Grundstein dafür gelegt haben. In der Kita feiern wir: Feste im Jahreskreis (vorbereiten und feiern) Gemeinsamer Gottesdienst Gebete, Meditation, Mandalas Wir arbeiten oft nach der Methode von Franz Kett Kinder können sich mit den Heiligen in den Legenden identifizieren. Kinder sind darauf angewiesen, vertrauensbildende religiöse Grunderfahrungen zu machen, die sie ein Leben lang tragen. 2. Emotionalität, soziale Beziehungen und Konflikte Emotionale und soziale Kompetenzen sind Voraussetzung, dass ein Kind lernt, sich in die soziale Gesellschaft zu integrieren. Schon von Geburt an erleben Kinder den Umgang mit ihren Mitmenschen. Sie sind sozial ansprechbar und reagieren auf soziale Reize. In den ersten Jahren durchleben die Kleinkinder viele Entwicklungsphasen. Angefangen beim „sozialen Lächeln“, über das „Fremdeln“, hin zur „ICH- Findung“ auch „Trotzphase“ genannt. Wir wollen unseren Kleinsten einen Schutzraum bieten, sich selbst zu finden, mit eigenem Willen und eigenen Zielen. Gerade die 2Jährigen sind noch in dieser „ICH- Erkundungsphase“. Dazu gehört auch Zorn zuzulassen, Freiräume einzuräumen, aber auch Grenzen klar aufzuzeigen und beim Umgang mit Konfliktsituationen helfend zu unterstützen. Zunehmend wichtig für das Kind werden positive, tragfähige Beziehungen zu mehreren Bezugspersonen, in denen es Sicherheit und Anerkennung erfährt und die es ermutigen, die Welt zu erforschen und sich Neuem zuzuwenden. Kinder sind herausgefordert zu lernen, wie sie ihre Gefühle, ihr Temperament steuern und auf die Gefühle anderer reagieren. Dafür schaffen wir eine entwicklungsförderliche Umgebung. In den Regelgruppen können die Kinder aufgrund der großen Altersspanne voneinander lernen. Die Älteren helfen den Jüngeren. Gerade beim Kindergartenstart unterstützen und helfen die Großen den neuen Kindern. Sie müssen früh lernen, eigene Gefühle zu erkennen und zu regulieren und das emphatische Erleben anderer zu verstehen. Die Kinder werden auch Frustration erleben. Aber sie werden lernen damit klarzukommen. So können sie mit sich und anderen besser umgehen und sind sozial kompetent. Konflikte gehören zum Alltag. Sie sind Ausdruck gegensätzlicher Bedürfnisse und damit Bestandteil menschlicher Kommunikation. Wir brauchen Strategien, um Konflikte auszuhalten und zu lösen. Positiv bewältigte Konflikte machen Kinder stark. Sich konstruktiv zu streiten und auseinandersetzen zu können - dies gehört zu einer lebendigen Erziehung und einem demokratischen Miteinander. Sich der eigenen Gefühle bewusstwerden und zu akzeptieren, diese gegenüber anderen auszudrücken und darüber nachzudenken unterstützen wir durch: Unsere Kita ist ein Schonraum, die Kinder dürfen ausprobieren, wie Beziehungen funktionieren; wir ermutigen die Kinder zu Bindungen und unterstützen sie in schwierigen Situationen. Der zeitliche Rahmen hierfür ist die Freispielzeit. Gefühle in Worte fassen (Kinderkonferenz) Wir sind immer als Ansprechpartner für die Kinder da. Materialien wie Bilderbücher und Geschichten werden eingesetzt, um mit den Kindern in Dialog zu treten. Gespräche über die Vielfalt der Gefühle. Eigene Wünsche und Meinungen äußern, z.B. im Morgenkreis, beim Turnen, im Stuhlkreis, bei Gesellschaftsspielen. Kinder sollen ihre Konflikte austragen dürfen, wir greifen nicht sofort ein. Wenn es ohne Hilfe nicht funktioniert, verschiedene Konfliktlösungen aufzeigen. Wir stellen zusammen mit den Kindern Regeln zur Konfliktlösung auf, an die sich alle, gerade bei Konflikten, halten müssen. Unsere Kita ist für die Kinder ein zentrales Erfahrungsfeld, für das Schließen von Freundschaften mit anderen Kindern. Wir unterstützen sie auf diesem Weg. Wir dokumentieren die soziale Kompetenz in Beobachtungsbögen (Perik). 3. Sprache Kommunikation ist nicht nur Sprache. Alles was wir tun und erleben, wird von Kommunikation begleitet. Schaut ein Kind traurig muss es nichts sagen, damit wir wissen, wie es ihm geht. Weint ein Kind, kann man oft schon am Schreien erkennen, was es uns sagen möchte. Hat es Hunger, Durst oder tut ihm etwas weh? Kommunikation ist vielseitig und begleitet den Alltag. Uns ist es wichtig in ständigem Austausch und Dialog mit den Kindern zu stehen. Wir versuchen jedes Kind in seiner Kommunikation zu unterstützen und zu stärken. Das ist ein wesentlicher Bestandteil gerade bei den Kleinen für die Entwicklung der Sprache. Wir unterstützen die Kinder in ihrer Sprachkompetenz und schaffen im Alltag viele Anregungen. Kinder lernen die Sprache am besten im persönlichen Kontakt mit anderen. Das Gespräch ist eines der wichtigsten Kommunikationsmittel in unserer Gesellschaft. Durch Sprachkompetenz lernen die Kinder ihre Umwelt zu verstehen. Kinder sind von sich aus sehr aktiv beim Spracherwerb. Wir versuchen den Kindern ein gutes Sprachvorbild zu sein und achten darauf, dass unsere Sprache kindgerecht, aber nicht zu "verniedlicht" oder stark vereinfacht ist. Bei Gesprächen mit einzelnen Kindern oder auch bei Gruppengesprächen achten wir auf die Einhaltung der Gesprächsregeln (z.B. ausreden lassen), da diese für den Umgang mit anderen wichtig sind. Wir fördern die Sprachentwicklung auch durch Rollenspiele und Spiele im Stuhlkreis. Hier können die Kinder freisprechen und erzählen und erweitern so ihren Wortschatz und ihre Ausdrucksfähigkeit. Wir bieten für die Maxis einmal in der Woche Englisch an. Hier geht es nicht um den Erwerb einer Fremdsprache oder Vokabeln lernen, sondern die kindliche Neugier und Lust an einer anderen Sprache soll geweckt werden. Dies geschieht durch Lieder, Spiele und Reime. Mit Bilderbüchern und Geschichten geben wir den Kindern die Möglichkeit, vom Zuhörer zum Erzähler zu werden. Das Kind kann sich eigene Ideen und Gedanken überlegen und lernt diese zu formulieren und auszusprechen. Im Freispiel wird Dialekt gesprochen, dies fördert das deutsche Kulturgut und die Kreativität, außerdem ist das Sprachbild natürlich und authentisch. Bei Beschäftigungen achten wir darauf, hochdeutsch zu sprechen, da dies für den Erwerb der Schrift wichtig ist. Sprache, was tun wir dafür? Fingerspiele und Abzählreime Gedichte Märchen und Geschichten Würzburger Trainingsprogramm für Maxis Englisch für Maxis (erleichtert später den Erwerb einer Fremdsprache) Gemeinsame Gespräche (Gesprächsregeln kennen lernen und einhalten) Bilderbücher vorlesen und erzählen Spielregeln erklären Konflikte und Probleme besprechen und lösen Gesprächskreis (Morgenkreis) Begegnungen mit Schrift (Namen schreiben, Buchstaben) Sprachliche Kommunikation ist im Alltag vorhanden Bei Auffälligkeiten Eltern informieren und evtl. Logopäden empfehlen Lesepatenschaften mit Eltern und Großeltern Sprachkompetenz ist eine wesentliche Voraussetzung für schulischen und beruflichen Erfolg und für eine erfolgreiche Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Wir dokumentieren die sprachliche Entwicklung in Beobachtungsbögen (Seldak und Sismik). Das gesamte Kita-Team nahm gerne das Fortbildungsangebot der Bayrischen Staatsregierung "Sprachberatung in Kitas" an. Dieses Sprachbildungsprojekt umfasste 170 Stunden. Nach 18 Monaten schlossen wir die sog. Sprachberatung mit einem Zertifikat von Bayerns Sozialministerin Christine Hadertauer ab. 4. Informations- und Kommunikationstechnik, Medien Kinder wachsen von Geburt an mit Medien auf - Medien verstanden als Objekte zur Vermittlung von Informationen. Der kompetente Umgang mit Medien und den durch sie vermittelten Inhalten gilt als neue Kulturtechnik. Kinder müssen erfahren, dass man Informationen und Wissen aus unterschiedlichsten Medien selbst beschaffen kann. Druckmedien: Bücher, Lexika, Zeitungen, Zeitschriften, Fotos. Techn. Medien: Fernseher, Radio, Video, DVD, MP3, CDs und nicht zuletzt der Computer. Zurzeit können wir den Kindern noch keinen Zugang zum Computer (Internet, Lernspiele) ermöglichen. Dies ist jedoch unser Ziel. Kindern ist frühzeitig ein kompetenter Umgang mit Medien zu vermitteln, damit sie am kulturellen, sozialen und ökonomischen Leben der Gesellschaft teilhaben und es mitgestalten zu können. 5. Mathematik Die Welt, in der Kinder aufwachsen, ist voller Mathematik. Geometrische Formen und Zahlen lassen sich überall entdecken. (z.B. Möbel, Spiele, Stuhlreihe im Morgenkreis) Kinder haben ein natürliches Interesse an Formen und Zahlen. Zählen, vergleichen und ordnen sind Tätigkeiten, die für sie mit Spaß, Kreativität und Erfolgserlebnissen verbunden sind. Dies machen wir uns bei der Vermittlung von mathematischen Kompetenzen zunutze: Raumerfassung (vorne-hinten, oben-unten, wo ist das Kuscheltier?) Zuordnung und sortieren (wo gehört etwas hin) Erfahren von Zahlen und Mengen im täglichen Leben (Würfelspiele, Reime, Fingerspiele) Umgang mit Begriffen: größer/kleiner, mehr/weniger (schütten, Lego bauen) Grundbegriffe geometrischer Formen mit allen Sinnen erfahren (legen, malen, schneiden, tasten) Zählkompetenz (Zählen der Kinder im Morgenkreis, Abzählreime, Würfel, mit Murmeln spielen) Musik und Tanz zeigt durch ihren Takt und ihre Struktur mathematische Regelmäßigkeiten auf (Tänze erarbeiten, Takt auszählen) Mit Hilfe unseres Montessori Lernmaterials können wir den Kindern die Welt der Mathematik praktisch und sinnlich näherbringen. Durch die Auseinandersetzung mit mathematischen Inhalten und Gesetzmäßigkeiten machen bereits Kinder die Erfahrung von Beständigkeit und Verlässlichkeit. 6. Naturwissenschaften und Technik Kinder wachsen in einer hochtechnisierten Wissensgesellschaft auf. Diese prägt unser tägliches Leben. Naturwissenschaftliche Erkenntnisse liefern Grundlagenwissen über Vorgänge der belebten und unbelebten Natur. Sie trage dazu bei, sich ein Bild von der Welt zu machen, sie zu erforschen und ihr einen Sinn zu verleihen. Kinder zeigen ein hohes Interesse an Alltagsphänomenen. Sie sind bestrebt nachzuforschen und herauszufinden, "warum das so ist", oder "wie etwas funktioniert". Ihr Forschungsinteresse gilt dem Wasser, der Luft, den Wetterphänomenen und dem Feuer. Ihre Wissbegier bringt uns auch selber oft an Grenzen. Gemeinsam wollen wir mit viel Freude experimentieren, ausprobieren und erforschen: Durch experimentieren mit naturwissenschaftlichen Vorgängen wollen wir die Welt bewusst wahrnehmen und erschließen. Wir beobachten die Natur und ihre kurz- oder längerfristigen Veränderungen. (Wetterveränderungen, Jahreszeiten, Naturkreisläufe) Sammeln von Naturmaterialien (sortieren, benennen, ordnen) Wir sammeln Erfahrungen mit physikalischen Gesetzmäßigkeiten (Mechanik, Schwerkraft, Magnetismus) Naturwissenschaften sollen auch differenzierte Einsichten in die Prozesse unserer Umwelt aufzeigen und somit helfen, selbstverantwortlich und eigeninitiativ an der Gestaltung der zukünftigen Lebensbedingungen mitzuwirken. Es ist deshalb wichtig, Kinder schon im Vorschulalter naturwissenschaftlich zu fördern. 7. Umwelt Kinder haben ein großes Interesse an der Natur, die sie umgibt. Besonders beliebt ist das Spielen im Garten. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen gewinnt vor dem Hintergrund globaler, ökologischer Veränderungen zunehmend an Bedeutung. Umweltbildung und -erziehung ist in erster Linie die Begegnung mit der Natur und Erlebnisse mit Tieren und Pflanzen. Wir wollen die Natur mit allen Sinnen erfahren und sie als unersetzlich, aber auch verletzbar wahrnehmen. Einmal wöchentlich gehen wir in den Wald und die Natur. Wir wollen ein ökologisches Verantwortungsgefühl bei den Kindern entwickeln. Das gelingt aber nur, wenn die Kinder die Umwelt bewusst wahrnehmen.
Was man kennt, dass beschützt man! Dies fördern wir, indem wir die Natur mit allen Sinnen wahrnehmen: Wir gehen in den Wald, an den Teich, an den Bach und auf die Wiese Wir beobachten Lebensbedingungen und -räume unterschiedlicher Tiere und Pflanzen Wir wollen eine Vorstellung der Artenvielfalt (Pflanzenwelt) vermitteln Wir lernen und benennen unterschiedliche Naturmaterialien (Blätter, Rinden, Früchte, Blütenformen) Einzelne Natur- und Umweltvorgänge werden beobachtet (säen, wachsen, ernten) Für uns ist es wichtig, dass die Kinder der Natur gegenüber fürsorglich, achtsam und verantwortungsvoll werden. 8. Ästhetik, Kunst und Kultur Die Ästhetik und die Kreativität von Kindern zu stärken, heißt auch, ihnen die Entfaltung ihrer Persönlichkeit zu ermöglichen. Der Ausgangspunkt der ästhetischen Erziehung ist die Einbeziehung aller 5 Sinne. Kopf, Herz und Hand sollen mit unseren Angeboten erreicht werden. Dabei sind vor allem taktile Grunderfahrungen wie matschen, rollen und kneten wichtig. Kinder erfahren, dass Gegenstände Funktionen haben und versuchen diese herauszufinden und zu nutzen, z.B. ein Farbstift malt, es entsteht etwas. Dem Denken und Lernen, dem Handeln und dem Umsetzen der Vorstellung wird ein breiter Rahmen gegeben. Sprache und Sprachentwicklung geht Hand in Hand mit dem gemeinsamen Tun. (z.B. Gemeinschaftsarbeiten, Kinder dürfen bei spontanen Ideen nach Materialien fragen und sie sich holen). Vor allem in der Freispielzeit stellen wir unterschiedliche Materialien (Papier, Pappe, Kleber, Textilien, Verpackungen, Holz, Zeitungen usw.) und Werkzeuge (Stifte, Pinsel, Scheren, Kreide, Hammer usw.) zur Verfügung. Der Entwicklung und Förderung der Grob- und Feinmotorik kommt hier besondere Bedeutung zu. Die Kinder lernen den Umgang mit Material, Werkzeug und Verbindungsmaterial kennen. Hier ein kleiner Überblick, wie wir dies im Alltag umsetzen: Gezielte Angebote Malen nach Künstlerbild (mit Materialvorgabe und Ergebnis) Raumgestaltung, Bühnendekoration Theaterbesuche Fensterbilder Collagen Projektgestaltung Töpfern, kneten Musikinstrumente bauen Sandkastenspiele Einladungskarten gestalten Masken und Kostüme gestalten Kreative, fantasievolle Kinder bzw. Erwachsene bewältigen Aufgabenstellungen, Lebenskrisen und Ereignisse leichter, haben mehr Spaß. 9. Musik Kinder handeln von Geburt an musikalisch. Mit Neugier und Faszination begegnen sie der Welt der Musik. Sie haben Freude daran, den Geräuschen, Tönen und Klängen in ihrer Umgebung zu lauschen, diese selbst zu produzieren, sowie die Klangeigenschaften von Materialien aktiv zu erforschen. Gehörte Musik setzen Kinder in der Regel spontan in Tanz und Bewegung um. Musik ist Teil ihrer Erlebniswelt. Musik ist ein ideales Medium für Kinder, Traditionen aus unserem Kulturkreis zu begegnen. Es schafft Identifikation mit unserer Musikkultur. Gerade auf musikalischem Gebiet wird Fremdes begeistert aufgegriffen und ausprobiert. (z.B. Musik der Indianer, englische Lieder, brasilianische Rhythmen) Gemeinsames singen und musizieren stärkt die soziale Kompetenz. Beim Musizieren wird das abstrakte Denken gefördert. Die Gesamtkörperspannung wird positiv beeinflusst. Musik bedeutet im Kindergarten nicht nur Singen, sondern: Rhythmusempfinden durch klatschen, patschen und stampfen fördern Lieder und Verse aus eigenen und fremden Kulturkreisen kennen lernen Verschiedene Orffinstrumente kennen lernen und spielen Lieder, Geschichten, Musikstücke begleiten Geschichten und kleine Spielszenen, Theaterstücke szenisch, vokal und instrumental darstellen (bei Festen) Begriffsbildung laut/leise, schnell/langsam, hoch/tief Tänze erlernen Klassische Musik kennen lernen Musik kann zur Entspannung, Aufmunterung, Lebensfreude und emotionalen Stärke und damit zur Ausgeglichenheit beitragen. 10. Bewegung, Rhythmik, Tanz und Sport Kinder haben einen natürlichen Drang und Freude daran, sich zu bewegen. Für sie ist Bewegung ein wichtiges Mittel, Wissen über ihre Umwelt zu erwerben, ihre Umwelt zu „begreifen“, auf ihre Umwelt einzuwirken, Kenntnisse über sich selbst und ihren Körper zu erwerben, ihre Fähigkeiten kennen zu lernen und mit anderen Personen zu kommunizieren. Bewegung ist für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Kindes unerlässlich. Die Bewegungsbedürfnisse des Kindes zu vernachlässigen heißt, kindliche Entwicklungsprozesse empfindlich zu schwächen. Wird das Bewegungsbedürfnis der Kinder eingeschränkt, kann dies schwerwiegende Folgen haben, nicht nur für die Gesundheit und die körperliche Leistungsfähigkeit. Wir bieten den Kindern eine Fülle von Möglichkeiten zur Bewegung an.
Die Kinder gehen täglich in den Garten, auch öfter in den nahen Wald. Regelmäßige Turnstunden finden einmal in der Woche statt.
An den anderen Tagen dürfen die größeren Kinder auch alleine den Turnraum benutzen, um selbständig ihre motorischen Fähigkeiten zu erproben und körperliches Geschick und Selbstsicherheit zu erwerben. Unsere Schwerpunkte: Zuversicht in die eigene Leistungsfähigkeit aufbauen Steigerung des Selbstwertgefühls, durch Steigerung der Bewegungssicherheit Lernen, mit negativen Gefühlen umzugehen (Angst, Unsicherheit) Entwicklung von Körpergefühl und Körperbewusstsein Erproben und verbessern der motorischen Fertigkeiten (Grob- und Feinmotorik) Erhalten der Bewegungsfreude, Neugierde und Aktivitätsbereitschaft Freude am Zusammenspiel in der Gruppe Befriedigung des Bedürfnisses nach Anerkennung und Leistung durch Entwicklungsangemessene Herausforderungen Förderung von Teamgeist und Kooperation bei gemeinsamen Bewegungsaufgaben Regeln verstehen und einhalten Misserfolge ertragen und sich zurücknehmen können Üben von Rücksichtnahme und Fairness Förderung sensorischer Fähigkeiten (tasten, hören, sehen) durch die Auseinandersetzung mit vielfältigen Sinnes- und Umwelteindrücken Wissen um den sachgerechten Umgang mit Turngeräten Steigerung von körperlichem und psychischem Wohlbefinden Ausgleich von Bewegungsmangel Bewegungserfahrungen haben Einfluss auf die Ausbildung eines positiven Selbstkonzeptes. Das Vertrauen in die eigene Person und das Selbstbild wird wesentlich geprägt von den Körpererfahrung in den ersten Lebensjahren. Das Gefühl, etwas bewirken zu können, wurzelt in der Erfahrung körperlicher Geschicklichkeit und Sicherheit. Dieses Kompetenzgefühl ist grundlegend für den Aufbau von Selbstvertrauen bei Leistungsanforderungen. 11. Gesundheit GESUNDHEIT IST UNSER WICHTIGSTES GUT!! Die Kinder lernen, selbstbestimmt Verantwortung für ihr eigenes Wohlergehen, ihren Körper und ihre Gesundheit zu übernehmen. Sie erwerben entsprechendes Wissen für ein gesundheitsbewusstes Leben und lernen gesundheitsförderndes Verhalten. Dazu gehören: ERNÄHRUNG Tisch- und Esskultur entwickeln, als Pflege sozialer Beziehungen Essen in der Kleingruppe, Genuss mit allen Sinnen erleben Obst und Gemüse stehen jeden Tag zur Verfügung (magischer Obstteller) Getränkebar: Apfelschorle, Wasser, Tee HYGIENE kennen lernen des eigenen Körpers und seiner Funktion Nase putzen, Hände waschen Hygieneregeln lernen Toilettengang Sauberkeitserziehung ist Aufgabe der Familie - wir sind gerne bereit den Weg dahin zu unterstützen
WICKEL- UND SCHLAFSITUATION Bei Kindern unter drei Jahren ist das Thema „Pflege“ ein wichtiger Bestandteil im Tagesablauf. Der Toiletten- und Wickelbereich ist mit ausreichend Waschbecken und Toiletten in Kinderhöhe ausgestattet. Somit wird die Selbstständigkeit und das Sauberwerden gefördert. Außerdem gibt es einen extra Wickeltisch, der über eine kleine Treppe selbstständig von den Kindern erreichbar ist. Die persönlichen Pflegeutensilien wie Windeln und Wäsche zum Wechseln, werden für jedes Kind in den einzelnen Fächern aufbewahrt. Die Kinder, die bereits auf dem Weg zum Sauberwerden sind, müssen nicht unbedingt im Liegen gewickelt werden. Sie werden aktiv in die Körperpflege miteinbezogen, z.B. durch öffnen und herunterziehen der Kleidung oder das Schließen der Windel. Die Pflegezeit stellt eine wichtige Zuwendungszeit da, welche für den Aufbau und die Vertiefung einer verlässlichen und sicheren Beziehung zwischen Bezugsperson und Kind bedeutsam ist. In dem oft so lebhaften Gruppenalltag genießen die Kinder in dieser Zeit die volle Aufmerksamkeit und Zuwendung der Bezugsperson. Die Sauberkeitserziehung ist ein wichtiges Thema. Deshalb findet ein regelmäßiger Austausch zwischen dem pädagogischen Personal und den Eltern statt, um das Kind individuell in dieser Phase zu stärken und unterstützen. Ruhebereiche sind gerade in den ersten Jahren unerlässlich und sollten jederzeit zur Verfügung stehen. Die Kinder brauchen eine Möglichkeit sich von der Unruhe und dem Lärmpegel des Gruppengeschehens zurückziehen zu können. Das Bedürfnis nach Aktivität und Ruhe ist individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt und hängt auch von der Tagesform jedes Kindes ab. Durch Beobachtung und Austausch mit den Eltern lernt das pädagogische Personal die Ruhe- und Schlafgewohnheiten der einzelnen Kinder kennen. Vor allem Kinder unter drei Jahren brauchen mittags einen festen und sicheren Schlafplatz. In einer geschützten Atmosphäre mit einer vertrauten Bezugsperson, Ritualen und Utensilien wie Schmusetuch und Schnuller, begleiten wir die Kinder in der Einschlaf- und Aufwachphase. Währende der Schlafphase ist immer eine vertraute Person in Hörweite, die später auch in der Aufwachphase dabei ist. UNFALLVERHÜTUNG richtiger Umgang mit der Schere, mit Besteck Regeln für den Umgang mit Turngeräten, Verhalten im Turnraum Regeln für das Spielen im Garten Umgang mit Feuer (Kerze, Lagerfeuer) Eine positive Geschlechtsidentität zu entwickeln durch Bestärkung (tolle Mädchen, super Jungs). Wir wollen den Kindern den Zusammenhang zwischen Bewegung, Ernährung und Gesundheitsvorsorge verständlich machen. Gesunde und fitte Kinder sind leistungsbereiter, selbstbewusster und glücklicher. DAS SPIEL IN DER FREISPIELZEIT Das Spiel ist weiterhin pädagogisches Grundprinzip. Das Spiel in der Freispielzeit übernimmt im Tagesablauf eine wichtige Funktion. Freispielzeit bedeutet für die Kinder, dass sie selbst entscheiden dürfen, mit wem, was, wo und wie lange sie spielen wollen. Sie müssen eigene Absprachen treffen, sich an vorher festgelegte Regeln halten und sich ihre Zeit eigenverantwortlich einteilen. Die Freispielzeit ist als soziales Lernfeld unumgänglich, aber auch viele andere Bereiche (Selbstwahrnehmung, Verantwortung übernehmen, demokratische Teilhabe), werden ganz natürlich eingeübt und verinnerlicht. In dieser Zeit steht für die Kinder folgendes bereit: Raum: verschiedene Spielecken im Gruppenraum, Nebenzimmer, Gang, Turnraum (Turnraum mit Matten und großen Polstern, Gang mit unterschiedlichen Angeboten Nebenzimmer mit Legematerial und Tüchern). Material: alle Spielsachen und Tischspiele (Puzzle) kreatives Material (Schere, Kleber, Papier, Stifte) Zeit: genügend Zeit Auswahl des Spielpartners: Beziehungen mit einzelnen Kindern Interessengruppen wir stehen jederzeit zur Verfügung. Unser Ziel ist es, dass die Kinder in dieser Zeit so selbständig werden und Sicherheit aufbauen, dass wir für die Kinder entbehrlich werden. Die Freiheit ist dann erlangt, wenn das Kind sich seinen inneren Gesetzen nach, den Bedürfnissen seiner Entwicklung entsprechend, entfalten kann. Das Kind ist frei, wenn es der erdrückenden Energie des Erwachsenen unabhängig geworden ist. (Maria Montessori) BEOBACHUTUNG UND DOKUMENTATION Um die Eltern regelmäßig über den Stand der Lern- und Entwicklungsprozesse ihres Kindes in der Tageseinrichtung zu informieren, kommen bei uns folgende Dokumentationen zum Einsatz: Portfolio (enthält z. B. selbstgemalte Bilder, Schneidearbeiten, etc.) Beobachtungsbögen: PERIK (positive Entwicklung und Resilienz im Kitaalltag von 3,5 Jahren bis Schuleintritt) SELDAK (Kinder mit Erstsprache Deutsch von 4 Jahren bis Schuleintritt) SISMIK (Kinder, deren Erstsprache nicht Deutsch ist von 3,5 Jahren bis Schuleintritt) TAGESABLAUF DER SONNEN-, REGENBOGEN-, UND STERNENGRUPPE ab 7.00-8.00 Uhr empfangen und begrüßen der Kinder 8:00 Uhr Beginn der Kernzeit ab ca. 8.10 Uhr Morgenkreis ab 9.00 Uhr Brotzeit und Freispielzeit Kinder entscheiden selbst, was sie mit wem, wo, womit und wie lange sie spielen wollen. Hierbei können sie im Gruppenraum, im Nebenraum und im Gang spielen. In dieser Zeit finden altersgemischte Angebote in Kleingruppen zu den verschiedenen Bildungsbereichen statt. ca.10.45 Uhr Sauberkeitserziehung, Toilettengang, gegebenenfalls wickeln, Händewaschen ca. 11 Uhr Mittagskreis ca. 11.15 Uhr freie Bewegungszeit im Garten, Spaziergänge, Wald ab 12.00-12.10 Uhr 1. Abholzeit ab ca. 12:00 Uhr gemeinsames Mittagessen ab 13.00 Uhr flexible Abholzeiten bis 16.30 Uhr ca. 13.30 Uhr Sauberkeitserziehung, Toilettengang, gegebenenfalls wickeln, Hände waschen 13.30-14.45 Uhr Möglichkeit zum Mittagsschlaf (bei Bedarf auch früher/länger) bis 16.30 Uhr letzte Abholzeit TAGESABLAUF FÜR DIE STERNSCHNUPPENGRUPPE Ab 7.00 Uhr empfangen und begrüßen der Kinder 8:00 Uhr Beginn der Kernzeit 8.15 Uhr Toilettengang für Kinder, die schon sauber sind 8.30 Uhr Morgenkreis 8.45-10.30 Uhr Freispielzeit und gemeinsame Brotzeit Kinder entscheiden selbst, was sie mit wem, wo, womit und wie lange sie spielen wollen. In dieser Zeit finden Angebote in Kleingruppe zu den einzelnen Bildungsbereichen statt. 10.30 Uhr Sauberkeitserziehung mit wickeln, Toilettengang und Hände waschen Ca.10.45 Uhr Versammlungskreis für alle Ca. 11.15 Uhr freie Bewegungszeit im Garten 12.00-12.10 Uhr 1. Abholzeit 12.15 Uhr Toilettengang mit Hände waschen 12.30-13.00 Uhr gemeinsames Mittagessen ab 13.00 Uhr Toilettengang, wickeln und fertigmachen für den Mittagsschlaf 14.00 Uhr letzte Abholzeit Kinder, die länger angemeldet sind, gehen gemeinsam mit einer Betreuerin in die Sonnengruppe. WEITERENTWICKLUNG Diese Konzeption werden wir kontinuierlich überprüfen, ergänzen und weiterentwickeln. Wir hoffen, dass sich in Zukunft noch mehr Eltern für unsere Bildungs- und Erziehungsarbeit interessieren und an diesem Prozess mitarbeiten. Impressum: Diese Konzeption wurde erarbeitet von den Mitarbeiterinnen Kindergarten Oberhausen
Hauptstraße 4a
86697 Oberhausen Überarbeitung: Juli 2025 Birgit Braunmüller, Kindergartenleitung Eva Auerhammer, stellv. Kindergartenleitung und Gruppenleitung Christine Weiland, Gruppenleitung Anja Gottschall, Gruppenleitung Doreen Güntzel, Gruppenleitung Silvia Kurz, Erzieherin Kindergarten
Oberhausen
Probestimmzettel
Hier finden Sie den interaktiven Probestimmzettel für die Gemeinderatswahl am 08.03.2026. Sie können in dieser Anwendung den Probestimmzettel ausfüllen und überprüfen, ob der Stimmzettel - so wie ausgefüllt - gültig ist.
Sie können auf dem Probestimmzettel (pro Kandiat auch mehrfach) Stimmen vergeben durch klicken mit der linken Maustaste in das Feld vor dem Kandidatennamen. Durch Klicken mit der rechten Maustaste können sie die Anzahl der Stimmen für den jeweiligen Kandidaten wieder verringern.
Durch Klicken auf den Namen eines Kandidaten können Sie diesen streichen bzw. die Streichung wieder rückgängig machen.
Projektentwicklung
Ausgangslage
Gemeindeteil Sinning, 770 Einwohner völlig unterversorgt, kein DSL
Gemeindeteile Oberhausen, Unterhausen bis zu 60 % mit Kabel Deutschland versorgt
Gemeindeteil Kreut wird mit bis zu 6 Mbit/s über die Telekom versorgt
Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern, 30 Telefonanschlüsse verfügt über 0,3 Mbit/s
Unternehmen mit 30 Mitarbeitern verfügt über 0,7 MBit/s
Freie Mitarbeiter/Home-office können ihre Tätigkeiten nur außerhalb der Gemeinde Oberhausen nachgehen
Angebot der Telekom für einen Ausbau bis zu 6.016 kbit/s (Downstream) und 576 kbit/s (Upstream) 523.600 Euro Baukostenbeteiligung durch die Gemeinde Oberhausen gefordert (bedeutet verlorene Kostenbeteiligung, kein Mitspracherecht, kein Eigentum; weitere Kosten für weiteren zukünftigen Ausbau z.B. bis zu 16 MBit nicht ausgeschlossen)
Ergebnis der Machbarkeitsstudie der Gemeinde Oberhausen: Einziger vernünftiger Ausbau ist die Verlegung eines Glasfasernetzes bis ins Haus (FttH)
Machbarkeitsstudie zur Breitbandversorgung in der Gemeinde Oberhausen vom 25. März 2009
Fazit
... die Erkenntnisse, dass bei Investitionen zur Breitbandversorgung über die Kupferdoppelader (DSL System) es zu bedenken gilt, dass diese Technik zwar stetig weiterentwickelt wird, aber nie in puncto Bandbreite mit FttH Netzen konkurrenzfähig sein wird...
... In Skandinavien werden aber schon heute 1000 Mbit per Glasfaser, also FttH angeboten. Dieses Beispiel zeigte klar, dass es bei Investitionen in die Kupferdoppelader ein sehr hohes Risiko gibt, in bereits überholte Technik (fehl) zu investieren...
... über die Hälfte der Kommunen in Schweden besitzen eigene Glasfaserinfrastruktur, die entweder die Kommune selbst oder der kommunale Energieversorger betreibt...
... Breitbandversorgung per Funk und/oder Kupferdoppelader (ADSL) ist im Hinblick auf das von der Bundesregierung gesteckte Ziel von mindestens 50 Mbit Bandbreite pro Benutzer nur als Übergangslösung zu sehen...
... Ergebnis der Studie war, dass die Gemeinde Oberhausen mit FttH (Glasfasernetz) die finale Ausbaustufe des Breitbandnetzes erreicht. Jede Maßnahme, die das FttH Netz zum Ziel hat, ist richtig...
(Auszüge/Zitate aus der Machbarkeitsstudie vom 25.03.2009, H. Dipl.-Ing. (FH) Thomas Lecker)
Förderung der Ausbaumaßnahme
Eine Förderung wurde auf mehrmaliger Anfrage nicht gewährt, da
der Ausbau mit FttH-Glasfaser bis ins Haus 50 MB Up- und Download keine Wirtschaftlichkeitslücke ausweist.
die Glasfaserinfrastruktur über den Backbone hinaus bis hin zum einzelnen Teilnehmer heute Stand der Technik ist und daher technisch nicht als pilotwürdig eingestuft werden kann.
Ziel der Gemeinde Oberhausen
Nachhaltige Versorgung der Bevölkerung mit Breitband in wirtschaftlicher wie auch technischer Hinsicht. Integrierte Gesamtlösung mit zukunftsfähigem Glasfasernetz FttH, 50 MBit/s up- und download im Einstieg sowie Ausbaufähigkeit.
Kommunales Eigentumsrecht, Mitspracherecht, Refinanzierung der Infrastruktur ohne kommunalen Mitteleinsatz;
Die Wirtschaftlichkeit des Projektes konnte nur durch eine Anschlussquote von 75% der Haushalte erreicht werden. Diese Vorgaben konnte nicht alleine durch die Mitglieder des Gemeinderates und der Gemeindeverwaltung erzielt werden. Es konnten rund 70 Bürgerinnen und Bürger als Multiplikatoren gewonnen werden, die dieses Projekt den einzelnen Haushalten vorstellten.
800 Jahre Hausen 1214-2014
1214
Erste Nennung von Oberhausen, Unterhausen, Kreut und der Beutmühle im Pappenheimer Urbar (Besitzverzeichnis) der Reichsmarschälle von Pappenheim. Die Pappenheimer waren Lehensleute des Königs.
"Der Marschall ist Vogt über Husen" (Unterhausen) "und das ander Husen" (Oberhausen). Kreut wird als "Gerüt" und die Beutmühle als "Peit" aufgeführt.
Während Unterhausen bald als "Grimoldshusen", "Gremeltshausen" oder "Grinwald" und "Grünwaldshausen" unterschieden wird, gebrauchte man für Oberhausen noch lange den Namen "Husen" oder "Hausen". Erst im Laufe des 16. Jahrhunderts bürgern sich die Namen "Unterhausen" und "Oberhausen" ein.
1247
In der Meraner Fehde erobern die Wittelsbacher unter Herzog Otto II. den Erlauchten mit Gewalt das Amt Neuburg. Unsere Orte werden somit wieder bayrisch. Die Alte Burg wird dabei erstmals zerstört.
1255
Bei der 1. Landesteilung kommt unser Gebiet zu Oberbayern. Herzog Ludwig II der Strenge erhält Oberbayern und die Pfalzgrafschaft bei Rhein, Herzog Heinrich Niederbayern.
1280
Nennung unserer Orte im Salbuch Herzog Ludwig des Strengen (Wittelsbacher Urbar).
1300
Der Kirchturm von Oberhausen stammt aus dieser Zeit.
1342
Der letzte Graf von Graisbach schenkt dem Kloster Niederschönenfeld den Kirchensatz von Unterhausen. Im selben Jahr tauscht das Kloster den Kirchensatz von Unterhausen mit dem von Burgheim. (Kirchensatz = Recht, einen Pfarrer einzusetzen sowie Lehen und Pfründe zu nutzen).
1352
Herzog Ludwig von Bayern bestätigt dem Benediktinerinnenkloster in Neuburg seine Besitzungen, darunter auch die in Unterhausen. Kaiser Heinrich II. hat um das Jahr 1000 dem neu gegründeten Kloster sie als Ausstattung übergeben.
1386/88*
Im Krieg Bayern gegen den Städtebund werden die Kaiserburg und die wieder aufgebaute Alte Burg endgültig zerstört. Bei der Belagerung kommen Bliden, das sind große Steinschleudern, zum Einsatz.
1392
Bei der 3. Landesteilung kommt unser Gebiet zu Bayern-Ingolstadt unter Herzog Stephan III., genannt der Kneißl.
1398
Herzog Stephan III. von Bayern-Ingolstadt gibt den Bürgern von Burgheim das Recht, in Unterhausen einen Steinbruch an der "Hochgestatt" zu nutzen.
1447
Unser Gebiet fällt an Bayern-Landshut. Heinrich XVI. der Reiche ist der neue Landesherr.
1450-1518
In verschiedenen Salbüchern (= Güterverzeichnisse) von 1450 bis 1518 werden den Benediktinerinnen in Neuburg ihre Besitzungen bestätigt, darunter auch die in Unterhausen.
1503*
Landshuter Erbfolgekrieg. Herzog Georg der Reiche von Bayern-Landshut hat keine männlichen Erben. Nach dem Wittelsbacher Hausvertrag soll das Land an Bayern-München fallen. Herzog Heinrich bedenkt aber in seinem Testament seinen Schwiegersohn Ruprecht von der Pfalz und dessen Kinder Ottheinrich und Philipp. Das will der Münchner Herzog aber nicht akzeptieren und es kommt zu einem zerstörerischen und blutigen Bruderkrieg.
1505
Kölner Schiedsspruch. König Maximilian entscheidet, dass Bayern-Landshut an München fällt und für die Enkel Georgs ein eigenes kleines Fürstentum geschaffen wird. Unsere Orte kommen zu diesem neu gegründeten Fürstentum Pfalz-Neuburg, auch "Junge Pfalz" genannt. Landesherr wird Pfalzgraf Friedrich von der Pfalz für die noch unmündigen Ottheinrich und Philipp.
1522
Die Pfalzgrafen Ottheinrich und Philipp sind volljährig und Übernehmen die Regierung. 1541 verzichtet der völlig verschuldete Philipp auf die Mitherrschaft zugunsten seines Bruders.
1542
Pfalzgraf Ottheinrich führt als inzwischen glühender Verfechter der Reformation den protestantischen Glauben ein.
1544
Staatsbankrott des Fürstentums Pfalz-Neuburg. Die Landstände übernehmen die Regierung.
1546*
Schmalkaldischer Krieg. Neuburg wird von Kaiser Karl V. belagert und eingenommen. Ottheinrich flieht in die Pfalz. Das Land wird rekatholisiert.
1552
Der zurückgekehrte Pfalzgraf Ottheinrich führt in Pfalz-Neuburg endgültig die protestantische Lehre ein. Das Kloster der Benediktinerinnen wird aufgehoben, die Höfe in Unterhausen werden dem Amt Neuburg zinspflichtig. Aus dieser Zeit sind vier Protokolle zu Pfarreienvisitationen in Ober- und Unterhausen erhalten mit örtlich interessanten Aussagen (Protokolle von 1558, 1586, 1587, 1600).
1557
Der 1556 zum Kurfürsten von der Pfalz aufgestiegene Ottheinrich überlässt Pfalz-Neuburg dem Pfalzgrafen Wolfgang von Zweibrücken unter der Bedingung, dass das Land protestantisch bleibt. Wolfgang ist überzeugter Protestant, der eine der großen Kirchenordnungen erlässt und das evangelische Gesangbuch einführt. Im Abbau der Staatsverschuldung ist er nur wenig erfolgreich..
1569
Der Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang, Pfalzgraf Philipp Ludwig, erbt das Land. Auch er bleibt dem protestantischen Glauben treu. Er heiratet Anna von Jülich, Cleve und Berg und sichert sich damit Ansprüche auf diese Länder am Niederrhein. Er kann die Staatsschulden endlich reduzieren. Er lässt von Elias Holl die Sternschanze in Neuburg errichten.
1583
Pfalzgraf Philipp Ludwig erlässt ein Dekret, in dem festgelegt ist, was die Untertanen des Landgerichts Neuburg „wegen gefährlichen Zeitläufen“ (= im Kriegsfalle) zu stellen haben.
Unterhausen: (in Klammer Angaben zu Oberhausen/Sinning)
35 (20/29) Mann mit Spieß oder Hellebarde bewaffnet.
10 (6/8) Schützen.
6 (8/6) Mann mit ganzer Rüstung.
- (1/1) Reißwagen (= Transportwagen).
1614
Neuer Landesherr: Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm. Er heiratet Magdalena von Bayern und konvertiert zum Katholizismus. Er sichert sich die Länder Jülich und Berg mit dem Hauptort Düsseldorf für sein Haus Pfalz-Neuburg. Er vollendet die Frauenkirche in Neuburg als katholische Hofkirche.
1617
Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm betreibt die Rekatholisierung. Er ruft die Jesuiten nach Neuburg und übergibt ihnen die ehemaligen Besitzungen der Benediktinerinnen. (Zu den sog. Jesuitendörfern zählen: Ballersdorf, Bruck, Hollenbach, Unterhausen, Zell sowie der Forsthof und der Igstetter Hof). Aus dieser Zeit ist eine Redewendung überkommen: „Wart nur, dich mach ich auch noch katholisch!“
1618-1648
Dreißigjähriger Krieg.
1624
Oberhausen wird wieder katholisch.
1629
In Reichertshofen (damals als Amt zu Pfalz-Neuburg gehörig) werden drei Frauen und ein Mann als Hexen bzw. Hexer angeklagt. Eine der drei Frauen ist Anna Spitzerin, 56 Jahr alt, geb. in Unterhausen. Der Vater namens Hopf war Forstknecht in Unterhausen.
1632*
Im Verlaufe des 30-jährigen Krieges kommt es zur Schlacht bei Rain am Lech. Die Schweden erzwingen den Übergang über den Lech und dringen in Bayern ein. Tilly wird in der Schlacht verwundet. Er wird über Unterhausen und Oberhausen nach Ingolstadt verbracht, wo er verstirbt.
1638-1648*
Kaiserliche, schwedische, französische und bayerische Truppen sind in Kampfhandlungen in Bayern verwickelt.
1653
Neuer Landesherr: Pfalzgraf Philipp Wilhelm. 1685 erbt er die Kurpfalz und wird Kurfürst. Mit seiner zweiten Frau Elisabeth Amalie Magdalena von Hessen-Darmstadt hat er 17 Kinder, die alle zu hohen Würden gelangen und für die er durch kluge Heiratspolitik zum "Schwiegervater Europas" wird. Elisabeth Amalie überlebt ihren Mann um 20 Jahre und ist in der Hofkirche beigesetzt.
1690
Neuer Landesherr: Kurfürst Johann Wilhelm. Er residiert wegen des pfälzischen Erbfolgekrieges nicht in Heidelberg, sondern in Düsseldorf. Wegen seiner Bauten und der Förderung der Kunst in Düsseldorf wird er dort liebevoll "Jan Wellem" genannt.
1691
Fertigstellung des neuen Pfarrhofes in Unterhausen, nachdem der alte Pfarrhof seit 1556 (bis 1954) als Forstdienststelle genutzt wurde.
Unterhausen erhält wieder einen eigenen Pfarrer, nachdem seit Wiedereinführung der kath. Lehre 1617 die Pfarrer von Straß Unterhausen mitbetreuten.
1703*
Spanischer Erbfolgekrieg. Die Kupfalz und Pfalz-Neuburg stehen auf Seite des Kaisers, Kurbayern auf Seite der Franzosen. Neuburg wird von bayrischen Truppen belagert und genommen und die Region leidet unter Truppendurchmärschen und Plünderungen.
1716
Neuer Landesherr: Kurfürst Karl Philipp, Bruder von Johann Wilhelm. Er residiert in Heidelberg und dann in Mannheim. Mit seinem Tod stirbt die Linie Pfalz-Neuburg aus.
1742
Neuer Landesherr: Kurfürst Karl Theodor aus der Linie Pfalz-Sulzbach. In den folgenden 35 Jahren herrscht ausnahmsweise Frieden im Land. 1777 erbt Karl Theodor Bayern und ist jetzt Kurfürst von Pfalz-Bayern. Alle wittelsbachischen Länder sind jetzt vereinigt. Doch Österreich beansprucht Bayern und bietet die österreichischen Niederlande im Tausch an. Weil Karl Theodor nicht abgeneigt scheint, verhindert der preußische König Friedrich II. das Ansinnen. Karl Theodor veranlasst die Trockenlegung und die Besiedlung des Donaumooses.
1743
Prozess u. a. gegen Johann Seitz, Leinwebersohn von Unterhausen, wegen Wilderei vor dem Gumppenbergischen Herrschaftsgericht in Pöttmes.
1775-1782
Bau der Pfarrkirche St. Pankratius in Unterhausen.
1778
In Oberhausen wird der erste Lehrer angestellt: Lorenz Fischer, 21 Jahre alt. Er unterrichtet im Haus Nr. 29 (1976 abgebrochen) bis 1834, das sind stolze 56 Jahre. Sein Gehalt: 8 Gulden im Jahr, ein Klafter Brennholz, dazu von jedem Kind Schulgeld, 2 Kreuzer pro Woche im Winter und 1 Kreuzer im Sommer.
1781
Die Johanniter, auch Malteser genannt, erhalten die von den Jesuiten 1773 eingezogenen Güter und Herrschaften, auch die in Unterhausen. Der Jesuitenorden war 1773 von Papt Clemens XIV. aufgehoben worden.
1792 ff*
Die Furcht vor dem Übergreifen der Ideen der französischen Revolution auf andere europäische Länder und der Anspruch Frankreichs auf alle linksrheinischen Gebiete löst die Revolutions- und Koalitionskriege aus. Der Aufstieg Napoleons verschärft die Lage erheblich. Bis 1815 bekämpfen sich europäische Staaten in unterschiedlichen Bündnissen. Erst der Wiener Kongress bringt den ersehnten Frieden. Vom 2. Koalitionskrieg (1798-1802) werden unsere Orte besonders stark betroffen.
1799
Neuer Landesherr: Kurfürst Maximilian IV. Joseph aus der Linie Zweibrücken. Erzogen als Soldat und in französischen Diensten stehend wird er unvorhergesehen Thronfolger an Stelle seines verstorbenen Bruders. Er betreibt die Säkularisation in Bayern, in deren Zuge fast alle Klöster aufgelöst werden und deren Besitz an den Staat fällt. Außenpolitisch wendet er sich ab 1801 Frankreich zu und verbündet sich mit Napoleon.
1800*
Schlacht bei Oberhausen, bei der sich französische und bayrisch-österreichische Soldaten gegenüber stehen. Zu den zahlreichen Opfern zählt auch Latour d´Auvergne, der „Erste Grenadier Frankreichs“.
Das Grundstück mit dem Denkmal über seinem Grab wird Eigentum des französischen Staates.
1803
Einführung der Schulpflicht in Bayern.
1806
Für die Bündnisstreue mit Frankreich wird Bayern Königreich von Napoleons Gnaden.
1808
Aufhebung der pfalz-neuburgischen Landschaft. Unser Gebiet kommt zum Altmühlkreis mit Eichstätt als Hauptstadt.
Ober- und Unterhausen werden eine gemeinsame Steuergemeinde und erhalten erstmals Hausnummern. Uhs 1-33, Ohs 34-71.
Das Königreich Bayern gibt sich eine erste Verfassung. 1818 wird sie überarbeitet und gilt bis 1918. Darin werden die Leibeigenschaft aufgehoben und Privilegien des Adels abgebaut.
1809
Kaiser Napoleon I. besucht das Latour-Denkmal.
Aufhebung und Einziehung der Besitzungen der Johanniter.
Erstmalige Erwähnung eines Volksschullehrers in Unterhausen.
1810
Unser Gebiet kommt zum Oberdonaukreis mit Eichstätt als Hauptstadt (ab 1817 Augsburg).
1812
Von Kaiser Napoleon I. Russlandfeldzug – Bayern muss 30.000 Soldaten stellen – kehren zwei Bürger aus Unterhausen nicht zurück.
1815-1817
Eine der schlimmsten Hungersnöte wütet in ganz Deutschland, ausgelöst durch den gewaltigen Ausbruch des Vulkanes Tambora in Indonesien. Der Auswurf verdunkelte die Nordhalbkugel fast 1 ½ Jahre. Das Jahr 1816 geht als "Jahr ohne Sommer" in die Geschichte ein.
1817
Kauf eines Anwesens durch die Gemeinde Unterhausen, das zu einem Schulhaus umgebaut wird.
1820
Bau des Kirchturmes der Pfarrkirche in Unterhausen.
1825
Neuer Landesherr: König Ludwig I. Seine Hochzeit begründet das Münchner Oktoberfest. In der Gesinnung ist er deutsch-national, in der Kunst schwärmt er für das klassische Altertum. Die klassizistischen Bauten in der Münchner Ludwigstraße und auf dem Königsplatz, die Befreiungshalle und die Walhalla entstehen auf sein Betreiben. Wegen seiner Affäre mit Lola Montez muss er 1848 abdanken.
1830
Protestantische Siedler kaufen die Höfe in Kreut und legen 1842 den Friedhof an.
1838
Der Oberdonaukreis wird umgegliedert in den Regierungsbezirk „Schwaben und Neuburg“.
1846
Oberhausen erhält ein Schul- und Mesnerhaus (heute Gemeindeamt). Das Grundstück kostet 100 Gulden, der Schulhausbau ist mit 3000 Gulden veranschlagt. Weil Oberhausen kein Geld hat, übernimmt der "Allgemeine Schulfond" den größten Teil, der Rest wird auf die Bürger umgelegt. Im Gebäude sind auch die Lehrerwohnung, eine Magdkammer sowie Stall, Tenne und Heubühne untergebracht.
1848
Neuer Landesherr: König Maximilian II. Er fördert Wissenschaft und Kunst, aber auch bayrisches Brauchtum, Tracht und Volksmusik. Er gründet das Maximilianeum, eine bayrische Hochbegabtenstiftung.
1850-1870
Flussbegradigung der Donau, dabei teilweise Absprengung des Felsenspitzes zur Gewinnung von Gestein für die Uferbefestigungen.
1860
Einführung der Landpostboten und der Briefkästen in den Landgemeinden. Briefträger zu Fuß stellen jetzt täglich außer Sonntag von Neuburg aus die Post in den Landgemeinden zu und leeren die Landbriefkästen.
1864
Neuer Landesherr: König Ludwig II. Er strebt nach einem mystisch geprägten Idealbild eines christlichen Königtums. Er zieht sich in Traumwelten zurück und setzt sie in Bauten mit erheblichen finanziellem Aufwand um. Sein Interesse gilt aber auch der Technik und er fördert Richard Wagner. Letztendlich wird er entmündigt und stirbt unter mysteriösen Umständen im Starnberger See.
1870/71
Deutsch-französischer Krieg. Auslöser ist der lapidare Streit zwischen Preußen und Frankreich über die spanische Thronkandidatur eines Hohenzollernprinzen. Bayern ist bündnistreu und Frankreich wird schnell besiegt. Ein Ergebnis ist die Vereinigung der deutschen Staaten im Deutschen Kaiserreich. Ein Bürger aus Unterhausen verliert sein Leben.
1874
Eröffnung der Donautalbahn Regensburg-Ingolstadt-Donauwörth. Unterhausen wird Bahnstation mit Post im Bahnhofsgebäude.
1876
Währungsreform: Nach der Reicheinigung wird ein einheitliches deutsches Zahlungsmittel eingeführt. Statt Gulden und Kreuzer wird jetzt auch in Bayern mit Mark und Pfennig (Goldmark) bezahlt.
Kalksteinabbau am Steinbruch beim Bahnhof mit Schienen-anschluss zum Bahnhof. Die gebrochenen Steine werden auch zum Ausbau der bayerischen Landesfestung Ingolstadt verwendet.
1879
Gründung der Freiwilligen Feuerwehren Oberhausen und Unterhausen.
1886
Neuer Landesherr: Für den geisteskranken, nicht regierungsfähigen König Otto übernimmt sein Onkel, der volks- und naturverbundene Prinz Luitpold die Regentschaft. Die folgenden 26 Jahre seiner Regierung gehen als die "gute alte zeit" in die bayrische Geschichte ein.
1888
Neubau eines zweistöckigen Schulhauses in Unterhausen. Abbruch 1968.
1889
Exhumierung und Überführung der Gebeine von Latour d`Auvergne nach Paris und dort Beisetzung im Pantheon aus Anlass der 100-Jahrfeier zur französischen Revolution.
1893
Die Fa. Schulz & Philipp beginnt mit der Ausbeutung der Kieselerdevorkommen bei Kreut und Oberhausen.
1908
Sprengung des 36 m hohen Schornsteines des Kalkwerkes Unterhausen. (Heute befindet sich dort die Schreinerei Burzler)
1909
Bau eines Kalkofens am Huberbruch. (Aufgabe 1956, während der Flurbereinigung 1959 – 62 verfüllt)
1910
Bau der Pfarrkirche St. Clemens in Oberhausen in der heutigen Form.
1912
Neuer Landesherr: Prinzregent Ludwig, ab 1913 König Ludwig III. Sein Interesse gilt der Landwirtschaft, weshalb er den Spitznamen "Millibauer" erhält. Seine Regierungszeit wird aber durch den 1. Weltkrieg geprägt.
1913
Neubau eines Schulhauses in Unterhausen mit Lehrerwohnung.
1914
1. Weltkrieg. Das vom Militarismus geprägte Deutsch Kaiserreich lässt sich am 1. August 1914 mit großer Begeisterung in die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" ziehen. Weihnachten will man wieder zu Hause feiern, doch schon im November erstarren alle Fronten. Nach 4 Jahren Stellungskrieg sind 10 Millionen tote Soldaten und 7 Millionen Zivilisten zu beklagen. Aus Unterhausen fallen 20, aus Oberhausen 11 Soldaten.
1918
Der verlorene 1. Weltkrieg und die Unterversorgung der Bevölkerung führen zur Novemberrevolution, die am 7. November Bayern erreicht und zur Absetzung König Ludwig III. führt. Bayern wird "Volksstaat", dann "Räterepublik", später "Freistaat".
1919
Gründung des Krieger- und Soldatenvereins Unterhausen.
1920
Mit der Weimarer Verfassung werden Bahn, Post und der Rest der Armee "verreichlicht". Bayern ist nur noch ein Land unter vielen im Deutschen Reich.
1921
Beginn der Stromversorgung für elektrisches Licht in Oberhausen und Unterhausen.
1923
Die Finanzierung des 1. Weltkrieges und die Ausweitung der Geldmenge, um die Staatsschulden zu bezahlen, führen 1923 in die Hochinflation. 1 Mass Bier kostet im November 80 Milliarden Mark und ein Brief aus Unterhausen nach Österreich 300 Milliarden Mark. Die Folge ist eine Währungsreform. Auf die Papiermark folgen Rentenmark und dann Reichsmark.
1930
Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Unterhausen.
1936
Baubeginn des Wifo-Tanklagers (Wirtschaftliche Forschungs-gesellschaft), des Buchenberglagers und der Wifo-Siedlung; Erweiterung der Gleisanlagen am Bahnhof Unterhausen.
1938
Oberhausen erhält eine eigene Landpoststelle mit Josef Burgard als Posthalter.
1939
Aus dem Regierungsbezirk „Schwaben und Neuburg“ wird der Regierungsbezirk „Schwaben“.
1939
2. Weltkrieg. Er beginnt am 1. September mit dem deutschen Überfall auf Polen. Es folgten Blitzkriege gegen weitere Nachbarn und der Angriff auf die Sowjetunion. Hitlers Eroberungsstrategie ist nur bis zum Winter 1942/43 erfolgreich. Dann wird die Übermacht der Alliierten immer größer und führt am 8. Mai 1945 zur bedingslosen Kapitulation der deutschen Whrmacht. Die Zahl der Kriegstoten liegt bei 65 Millionen wletweit. Aus Oberhausen fallen 36, aus Unterhausen 24 Soldaten.
1942
In großartiger Gemeinschaftsleistung aller "Wifoten" wird ab 1941 das Waldbad gebaut und 1942 in Betrieb genommen.
1944
Im Höfelholz werden ein Ukrainer und ein Pole durch die SS wegen angeblichen Mordversuchs ohne Gerichtsverhandlung durch den Strang hingerichtet. Dem Ukrainer wird auf der Gedenktafel an dem sog. "Russengrab" hinter dem Kreuter Friedhof gedacht.
1945
Das Ende des 2. Weltkrieges bringt schwere Zerstörungen in Unter- und Oberhausen vor allem durch schwere Luftangriffe amerikanischer Bomberverbände auf die Wifo und die Bahnanlagen, bei denen am 9. April 9 und am 18. April 13 Menschen sterben. Am 26. April setzen amerikanische Kampfverbände über die Donau, dabei gibt es erneut Zerstörungen durch Fliegerbeschuss. Am 27. April ist der Krieg für unsere Orte endlich zu Ende.
1945 ff
Beseitigung der Kriegsschäden, Schwarzmarkt, Aufnahme von Heimatvertriebenen.
1946
Verfassung des Freistaates Bayern.
1948
Währungsreform: Statt mit Reichsmark wird jetzt mit D-Mark gezahlt. Das ist der Startschuss zum Wirtschaftswunder.
1949
Gründung der Bundesrepublik Deutschland.
1950
Der TSV Ober-/Unterhausen wird gegründet.
1956
Neubau der Schule in Oberhausen.
1958
Sprengung des 48 m hohen Schornsteines am ehemaligen Kalkwerk in Unterhausen.
1959
Bezug der Burgwaldkaserne durch die Bundeswehr. Der Weiler Kreut wird aufgelassen, die Bewohner bis 1961 abgesiedelt, die Höfe später eingeebnet. Das Gelände um den Krametsberg und dem Schönbühl wird Standortübungsplatz. 1963 wird die Kaserne in Tillykaserne umbenannt.
1969
Im Zuge der Schulreform werden die Volksschulen Oberhausen, Unterhausen und Sinning zusammengelegt. Die Oberhausener Schule wird als Grundschule fortgeführt, die Hauptschüler müssen nach Neuburg fahren.
1970
Gründung des Gartenbauvereins Ober-/Unterhausen.
1971
Gründung der Blaskapelle Ober-/Unterhausen.
1971
Freitag, 21. Mai: Bürgerversammlung in Unterhausen; einziger Tagesordnungspunkt: „Geplante Eingliederung der Gemeinde Unterhausen in die Gemeinde Oberhausen“.
Sonntag 23. Mai: Abstimmung über die Eingliederung der Gemeinde Unterhausen in die Gemeinde Oberhausen:
268 Wahlberechtigte
137 Wähler
125 Ja-Stimmen
9 Nein-Stimmen
3 ungültige Stimmen
1972
Die Gemeinden Oberhausen, Unterhausen und Sinning schließen sich auf freiwilliger Basis zur Gemeinde Oberhausen zusammen.
1973
Im Zuge der Gebietsreform wechseln unsere Orte von Schwaben in den neu gebildeten Landkreis Neuburg-Schrobenhausen im Regierungsbezirk Oberbayern.
1978
Die Gemeinde Oberhausen muss der Verwaltungsgemeinschaft Neuburg beitreten.
Katastrophe am Bahnübergang Unterhausen/Straß; eine Diesellok schnitt einen liegen gebliebenen Tanklaster in zwei Teile, die sofort in Flammen standen.
1979
100-jähriges Gründungsfest der FFW Unterhausen.
1980
Die Gemeinde Oberhausen kehrt zur Selbstverwaltung zurück.
1981
Bau der Mehrzweckhalle und der Sportanlagen bei der Schule in Oberhausen.
1983
Weihe der Ulrichskapelle in Unterhausen.
Oberhausen gibt sich ein Wappen.
1986
Weihe des neu erbauten Gerätehauses der FFW Unterhausen.
1994
Die Tillykaserne wird aufgelöst.
Das Neubaugebiet „Reislein“ ist erschlossen und wird bebaut.
1996
Mit Hilfe der Unterwasserarchäologie wird die römische Donaubrücke zwischen Unterhausen und Stepperg erforscht.
1997
Das Neubaugebiet „Flachsberg I“ wird bebaut. Wenige Jahre später folgt das Neubaugebiet „Flachsberg II“.
2000
Aufgrund der nahezu ungestörten natürlichen Entwicklung in den 35 Jahren der Bundeswehrnutzung wird der ehemalige Standortübungsplatz als "Naturschutzgebiet Kreut" ausgewiesen.
2001
Spatenstich für den Bau der Umgehungsstraße B16.
Erster Weihnachtsmarkt in Unterhausen.
2002
Aus der ehemaligen Tillykaserne entsteht das neue „Kreut“ als vierter Ortsteil der Gemeinde Oberhausen mit Wohn- und Gewerbegebiet.
Währungsreform: Statt mit D-Mark wird jetzt mit Euro gezahlt.
Archäologische Erkundung auf dem Ulrichsberg bei Unterhausen. Die Fundamente eines Gebäudes (vermutlich aus dem 13. Jahrhundert) weisen vielleicht auf die Kapelle hin, die in einer Sage eine Rolle spielt.
2003
Im Zuge des Ausbaues der neuen B 16 werden 8 Gräber aus dem 8. Jahrhundert n. Chr. freigelegt.
2004
Die Umgehung von Ober- und Unterhausen der B 16 wird eingeweiht.
125-jähriges Gründungsfest der FFW Unterhausen.
2005
125-jähriges Gründungsfest der FFW Oberhausen.
2006
Einrichtung der Wanderwege „Pfade durch die Jahrtausende“.
2008
Die Wohnanlage „Lebensräume für Jung und Alt“ in Oberhausen wird eingeweiht.
Das Neubaugebiet „Strassäcker“ ist erschlossen und wird bebaut.
2011
Das leistungsstarke Multimedia-Breitbandnetz für schnellste Datenübertragung „Oberhausen Unser Ortsnetz“ geht in Betrieb. Oberhausen ist die erste Gemeinde im Landkreis mit schnellem Internet-Zugang für alle.
Eröffnung des Kaffeehauses in Oberhausen als soziale, von Ehrenamtlichen betriebene, Einrichtung.
2012
Die Gemeinde Oberhausen erhält den Bayerischen Qualitätspreis in der Kategorie „Wirtschaftsfreundliche Gemeinde“.
2013
Bombenfund am Bahnhof Unterhausen am 20. September. Ca. 500 Menschen mussten evakuiert werden. Am Abend gelang die Entschärfung.
2014
Die Erschließung des Neubaugebietes "Mühlberg" beginnt. Bei Ausgrabungen werden dort Spuren einer Siedlung aus der Zeit zwischen 1200 und 800 v. Chr. gefunden.
Bei den mit einem * versehenen Jahreszahlen werden außergewöhnlich zahlreiche Einwohner drangsaliert, gefoltert und getötet, Häuser und Scheunen durch plündernde und marodierende Soldaten zerstört.
Zusammengestellt von Georg Habermayr und Roland Holzmayr im März 2013.
Aktualisiert von Roland Holzmayr im November 2014.
Neuburger Kieselerde
Schon viele beschäftigten sich mit dem einzigartigen Rohstoff. Bereits die Römer gewannen in der Umgebung Neuburgs an unbekannter Stelle Ton und vermutlich auch Kieselerde für die feuerfeste Auskleidung von Brennöfen, eventuell auch für Töpferwaren. Ab dem 17. Jahrhundert wurden eine Reihe von "Tongruben" in der Umgebung von Bergen betrieben, meist im Nebenerwerb mit landwirtschaftlichen Dienstboten. Anfangs war das wohl im Tagebau möglich, spätestens ab 1800 musste dann untertage abgebaut werden. Mitte des 19. Jahrhunderts waren die damals bei Bergen bekannten Vorkommen erschöpft.
Ende des 18. Jahrhunderts wurden Ton-Lagerstätten im Neuburger Burgwald entdeckt. Bald danach förderten dort einige Unternehmer unabhängig voneinander den für Steingut sehr gut geeigneten Ton, wahrscheinlich auch schon mit der Kieselerde. Johann Baptist Koller hatte wohl den größten Betrieb. Er beschäftigte sich auch nachgewiesenermaßen mit der Aufbereitung der Kieselerde für andere Zwecke als Tonwaren.
Ab 1830 trat die Kieselerde endgültig in den Vordergrund und die Tongewinnung verschwand fast ganz. Da die feine, geschlämmte Kieselerde an Malerbetriebe, Farbenfabriken und die Putzmittelindustrie gut zu verkaufen war, richteten einige Grundeigentümer selbst Gruben und Schlämmereien an teilweise heute nicht mehr bekannten Stellen ein. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts dehnten sich die Gewinnungsorte bis nach Kreuth und Oberhausen im Westen aus. Im Osten, in Joshofen, wurde von etwa 1840 bis 1860 Kieselerde abgebaut und wahrscheinlich dort geschlämmt. Auch von einer ab Mitte des 19. Jahrhunderts betriebenen Grube und Schlämmerei in Wellheim wird berichtet.
Im Jahr 1893 kauften die Leipziger Kaufleute Friedrich Adolf Schulz und Gustav Adolf Philipp den ältesten, größten und technisch besten Betrieb von Katharina Schneider, der Enkelin Johann Baptist Kollers. Für ihre Putzmittelfabrik "Fritz Schulz jun. AG" in Leipzig hatten die neuen Eigentümer seit 1891 von Schneider die Neuburger Kieselerde bezogen. Sie gründeten die Firma "Vereinigte Neuburger Kreidewerke Schulz & Philipp", bauten die an der Klause gelegene Fabrik weiter aus und kauften in den folgenden Jahren die meisten kleinen Betriebe südlich der Donau auf. Max Josef Schneider, der Sohn von Katharina Schneider, und wiederum dessen Sohn Dr. Max Schneider, blieben dem Unternehmen übrigens als Fabrikdirektoren treu. Das Unternehmen ging 1900 in wesentlichen Teilen in der "Fritz Schulz jun. AG" auf. Letztere übernahm Anfang der 20er Jahre die "Aktiengesellschaft für Neuburger Kieselweiss". Nach dem 2. Weltkrieg firmierte die "Fritz Schulz jun. AG" unter "Globus-Werke Fritz Schulz jun.". Im Jahr 1971 verkauften die Gesellschafter den Bereich Kieselerde an die Franz Hoffmann & Söhne KG.
Eine kleine Grube bei der Ortschaft Kreuth ging durch mehrere Hände. Der Engländer Charles Mason hatte sie 1899 samt einer Schlämmerei von der Firma Trinkler & Co., Leipzig, gekauft. Mason besaß eine Putzmittelfabrik in Hull/England, in die pro Jahr nur etwa drei bis sechs Waggons verschickt wurden. Förderung und Schlämmerei in Kreuth lagen, offenbar wegen geschäftlicher Schwierigkeiten Masons, ab 1912 vollständig still. Nach dem 1. Weltkrieg wollte die Firma Reckitt & Sons, welche die Firma Mason und damit auch die Grube Kreuth übernommen hatte, den Betrieb wieder aufnehmen. Das relativ kleine Vorkommen baute schließlich Franz Hoffmann & Söhne für Reckitt & Sons im Lohn ab und bereitete es für diese damals größte Putzmittelfabrik der Welt im Neuburger Werk auf. Nach Erschöpfung des Tagebaus Kreuth kaufte Reckitt & Sons kein eigenes Vorkommen mehr.
Die im Jahr 1910 vom Grafen Moy, kleineren Grundbesitzern und norddeutschen Industriellen gegründete "Aktiengesellschaft für Neuburger Kieselweiss" sicherte sich Abbaurechte nördlich der Donau und betrieb hauptsächlich die Gruben Molster und Weingarten zwischen Bittenbrunn und Riedensheim. Im Vertrieb arbeitete man exklusiv mit den Vereinigten Farbwerken AG Wunsiedel zusammen. Die Kieselweiss AG wurde vor 1922 von der "Fritz Schulz jun. AG" übernommen und als Gesellschaft wie auch als Betrieb neben der Muttergesellschaft weiter betrieben.
Das Bayerische Kreidewerk Straß baute ab 1912 nacheinander in Oberhausen und Ried ab. Es gehörte mehreren Privatleuten sowie Unternehmern und ging 1913/1914 in den Besitz der Firma Siegel & Co. in Köln über, welche das bekannte Metallputzmittel Sidol herstellte. Die Firma übernahm in den 30er Jahren in Wellheim Werk und Grube der Vereinigten Ultramarinwerke in Leverkusen, firmierte dann unter "Bayerische Kreidewerke" und wurde selbst 1954 an Franz Hoffmann & Söhne verkauft.
Die Ultramarinfarbenfabrik Schweinfurt errichtete 1921 in Wellheim einen Betrieb, dessen Inhaber schon 1923 die Vereinigten Ultramarinwerke in Leverkusen wurden. Vor 1933 ging der Betrieb an die Firma Siegel & Co., denen bereits das Bayerische Kreidewerk Straß gehörte.
An den Baumeister Franz Hoffmann trat Ende des 19. Jahrhunderts Charles Mason, der Eigentümer der kleinen Grube in Kreuth, mit dem Auftrag heran, für ihn eine Kieselerdefabrik als Ersatz für seine unzureichende Schlämmerei zu planen und zu errichten. Dadurch kam Franz Hoffmann mit der Problematik der Kieselerde in Berührung und musste sich bei der Planung intensiv mit dieser Technik auseinandersetzen. Als es nach längerer, intensiver Planungsarbeit nicht zur Realisierung des Projektes kam, saß Franz Hoffmann ohne Deckung seiner Kosten auf den Plänen. So fasste er den Entschluss, selber auf dem heutigen Grundstück in der Münchener Straße in Neuburg, anschließend an das ihm gehörende Sägewerk, eine "Dampfschlämmerei für die echte Neuburger kieselsaure Kreide" zu errichten. Das geschah im Jahre 1903, nachdem er vorher die Rohstoffversorgung mit Kieselerde durch erfolgreiche Schürfungen bei Oberhausen gesichert hatte. 1919 wurde die offene Handelsgesellschaft "Franz Hoffmann & Söhne, chemisch technische Fabrik & Bauunternehmen" eingetragen. Diese übernahm 1954 die Bayerischen Kreidewerke in Straß und Wellheim, sowie 1971 den Kieselerdezweig der Globus-Werke Fritz Schulz jun. Heute baut die Hoffmann Mineral GmbH täglich 600 Tonnen Roherde ab, aus denen 220 Tonnen feine Kieselerde gewonnen werden.
Neuburg an der Donau, im Mai 2010
Manfred Hoffmann jr.
Konversion der Tilly-kaserne
Facharbeit von Julia Bernhard (Fach: Geographie, Decartes Gymnasium 2007/2009) Inhaltsverzeichnis
1.
Vorstellung des Themas
1.1
Definition des Begriffes Konversion bzw. Standortkonversion
1.2
Ende des Ost-West-Konfliktes und dessen Zusammenhang mit Deutschland und der Tilly-Kaserne in Neuburg
2.
Umwandlung der Tilly-Kaserne in eine zivile Nutzung
2.1
Drei kurze Beispiele erfolgreicher Standortkonversion
2.1.1
Hannover – Prinz Albrecht Kaserne
2.1.2
Flensburg – Grenzlandkaserne
2.1.3
Flensburg – Marinestützpunkt
2.2
Geschichte der Tilly-Kaserne bis 1994
2.3
Auflösung der Kaserne
2.4
Altlasten
2.5
Panzerwaschanlage
2.6
Vermarktung der Kaserne durch das Bundesvermögensamt
2.6.1
Fahrsicherheitszentrum
2.6.2
Scheitern dieses Vorhabens
2.7
Gründung der Tilly-Immobilie Verwertungsgesellschaft mbH
2.7.1
Gesellschafter und deren Aufgabe
2.7.2
Kauf der ehemaligen Tilly-Kaserne vom Bundesvermögensamt
2.8
Umwandlung des Standortübungsplatzes zum Naturschutzgebiet
2.9
B 16 Trasse Ortsumgehung Unterhausen-Oberhausen und Brücke nach Kreut
2.10
Leistungen der Tilly- Immobilie Verwertungsgesellschaft mbH
2.10.1
Entstehung des Gründerzentrums
2.10.2
„Kreut“ - Neuer Ortsteil der Gemeinde Oberhausen
3.
Résumé und Zukunftsaussichten
4.
Danksagung
Fußnoten
5.
Literatur- und Quellenverzeichnis
5.1
Literatur
5.2
Archivalien der Kreisstadt Neuburg a. d. Donau
5.3
Sonstige Quellen
6.
Anhang
1. Vorstellung des Themas Die Neuburger Rundschau schreibt am 26.08.1994: „Mit der Auflösung der Tilly- Kaserne gehen mehr als 200 Jahre Heeresgeschichte in der Ottheinrichstadt zu Ende“. 1769 wurde ein ganzes Regiment1 nach Neuburg verlegt und dafür eine Kaserne gebaut, in der heute das Landratsamt der Kreisstadt Neuburg- Schrobenhausen untergebracht ist2. 1959 wurde die Tradition mit der neu erbauten „Burgwaldkaserne“ weitergeführt. Man siedelte dort ein Bataillon an und nur fünf Jahre später wurde die Kaserne zu Ehren des bekannten Feldherrn aus der Zeit des 30jährigen Krieges in Tilly-Kaserne umbenannt.3 Diese Kaserne wurde am 30.09.1994 bei einem feierlichen Akt geschlossen. Nach vier Jahren gescheiterter Vermarktungsversuche durch das Bundesvermögensamt kaufte schließlich eine Gesellschaft aus privaten und kommunalen Mitgliedern das Gelände der verwaisten Tilly-Kaserne. In zehn Jahren Arbeit gelang ihnen die Umwandlung des Geländes in ein Wohn- und Gewerbegebiet. Im Folgenden wird diese Umwandlung erläutert und zum Schluss der Arbeit bewertet. 1.1 Definition des Begriffes Konversion bzw. Standortkonversion Prinzipiell bedeutet Konversion „die Umstellung militärisch genutzter Ressourcen auf zivile Nutzung“4. Davon betroffen sind unter anderem die Rüstungsproduktion, -forschung und -entwicklung sowie das militärische Areal. Demzufolge kann man Standortkonversion als Teil der Konversion definieren, bei der militärische Liegenschaften, also Stützpunkte und Übungsplätze, für eine zivile Nutzung umgewandelt werden5. 1.2 Ende des Ost-West-Konfliktes und dessen Zusammenhang mit Deutschland und der Tilly-Kaserne in Neuburg Der Fall der Mauer 1989 in Berlin symbolisiert das Ende des Kalten Krieges und somit das Ende des Ost-West-Konfliktes und die Einigung Deutschlands. Die bisher starke militärische Aufrüstung der Westmächte mit den USA an der Spitze und des Ostblocks unter Verwaltung der Sowjetunion wurde durch Abrüstungsmaßnahmen ersetzt. Im Zuge zahlreicher Verhandlungen, wie z. B. der KSZE (Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa), wurden Friedensverträge geschlossen. Zum Beispiel wurden im KSE-Vertrag (Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa) Bestimmungen zur Truppenreduzierung und zu Rüstungsbeschränkungen festgelegt.6 Im Rahmen dieses Vertrages war auch ein Inspektionsteam aus Russland in der ehemaligen Tilly- Kaserne und überprüfte, ob z. B. die Zahl der Panzer den im Vertrag festgelegten Zahlen entsprach.7 2. Umwandlung der Tilly-Kaserne in eine zivile Nutzung8
Grundmann schreibt in seinem Buch „Regionale Konversion“, dass in ländlich strukturierten Regionen der Beschäftigungseffekt der Bundeswehr als ein positiver regionalwirtschaftlicher Faktor gewertet werde9. Dementsprechend war die Schließung der Tilly- Kaserne in Neuburg nicht erwünscht, da sich dies negativ auf die regionale Arbeitsmarktsituation und Kaufkraft auszuwirken drohte. In der Tilly-Kaserne selbst waren ca. 1500 Soldaten und ca. 83 zivile Arbeitnehmer beschäftigt. Im Zuge einer angedrohten Schließung ließ die Stadt Neuburg im Jahr 1990, um im Bundesverteidigungsministerium für den Standort zu werben, den Wirtschaftsfaktor der Tilly- und der Wilhelm- Frankl Kaserne für die Region ermitteln. Man kam auf eine Zahl von über 100 Mio. Mark, die jährlich durch zivile Aufträge, Materialeinkäufe und auch Arztüberweisungen durch die Bundeswehr sowie durch Standortsoldaten und deren Familien in die Region fließen. Diese Bemühungen konnten dennoch die Bonner Entscheidungen nicht rückgängig machen.10 Zu Arbeitsplatzverlusten kam es jedoch kaum, da die Altersstruktur bei den zivilen Arbeitern so beschaffen war, dass viele in den vorzeitigen Ruhestand geschickt werden konnten, Jüngere fanden im Jagdgeschwader einen neuen Arbeitsplatz. Ein Teil der Heeressoldaten wurde nach Ingolstadt versetzt11, viele aber in die alten und neuen Bundesländer der Bundesrepublik. 2.1 Drei kurze Beispiele erfolgreicher Standortkonversion Da die Umwandlung der Tilly-Kaserne nicht gut gelungen ist, werden im Folgenden drei kurze Beispiele aus Hannover und Flensburg dargestellt. Anhand dieser Beispiele kann man aufzeigen, was sich bei einer besseren politischen Zusammenarbeit und einer besseren Organisation verwirklichen lässt. Die Prinz-Albrecht-Kaserne in Hannover, die Grenzlandkaserne und der Marinestützpunkt in Flensburg sind von der Größe her, gleichwertig mit der Tilly-Kaserne. Im Gegensatz zur Tilly-Kaserne weisen sie jedoch Stadtnähe auf. In beiden Städten war sowohl bei einer besseren Organisation als auch bei einem besseren politischen Rückhalt die Konversion der alten militärischen Einrichtungen erfolgreicher als in Neuburg. Auch wenn Flensburg ein wirtschaftlich nicht begünstigter Standort ist, da nördlich davon die Grenze zu Dänemark liegt und auch südlich davon kaum Industrie vorhanden ist. Die Arbeitslosenquote beträgt regelmäßig zwischen 12 und 15 %. So setzt die Stadt verstärkt auf den Tourismus. Die Prinz Albrecht Kaserne in Hannover soll aber nur ein Beispiel für eine geglückte Umwandlung sein. Es ist logisch, dass eine Stadt wie Hannover mehr Geld für solche Umbaumaßnahmen aufwenden kann als Neuburg. In Neuburg wäre außerdem eine so intensive Wohnbebauung allein schon wegen der Lage Kreuts nicht möglich. 2.1.1 Hannover – Prinz Albrecht Kaserne Die Prinz Albrecht Kaserne wurde im Zuge der Abrüstung Anfang der 90er Jahre geschlossen. Die Kaserne befindet sich mit Straßenbahnanbindung direkt in der Stadt, wodurch das Gelände begünstigt für eine Wohnbebauung ist. Im Jahr 2000 kaufte eine zivile Verwertungsgesellschaft das Kasernengelände und errichtete ein Wohngebiet darauf. Auf dem früheren Exerzierplatz wurden eine Grünanlage und ein Spielplatz angelegt. Außerdem wurden in den Kompaniegebäuden Eigentumswohnungen und Wohnungen für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung mit Fahrstühlen und Stahlbalkonen, welche eine soziale Organisation übernahm, ausgebaut. Im technischen Bereich wurden alle Kraftfahrzeughallen, Schleppdächer und Fahrzeugrampen abgerissen. Dort entstand eine Reihenhaussiedlung mit kleinen Grundstücken, welche nur Familien mit einem geringen Jahreseinkommen und mindestens zwei Kindern erwerben konnten. Die Stadt Hannover war Trägerin dieser Wohnanlage. In einem anderen Bereich entstanden größere Reihenhäuser. Ferner wurde ein Altenheim neu geschaffen und ein Einkaufzentrum errichtet. Neben der Turnhalle wurden ein Kindergarten und eine Schule gebaut, die miteinander verbunden sind. Im Jahr 2000 waren noch nicht alle Bereiche der großen Kasernenanlage neu gestaltet. Man hatte vor allem wegen der denkmalgeschützten Gebäude des technischen Bereiches Probleme. Aber nur vier Jahre später war alles fertig gestellt. In der Kfz-Werkstatt wurde eine Kindertagesstätte eingerichtet. 2.1.2 Flensburg - Grenzlandkaserne In der Flensburger Grenzlandkaserne waren circa 1200 Soldaten stationiert. Nach Abzug der Bundeswehr im Jahr 1993 stand die Kaserne zwei Jahre leer, bis ein ziviler Investor 1,5 Millionen DM dafür bezahlen wollte, um sie zu einem Wohngebiet umzubauen. Die Stadt Flensburg hatte jedoch auch Interesse an diesem Gelände, weil es mitten im Stadtbereich liegt. Die Stadt wollte für das gesamte Gelände aber nur einen Symbolpreis von einer DM bezahlen. Als man jedoch feststellte, dass sich unter Denkmalschutz gestellte Gebäude auf dem Gelände befanden, zog sich der Investor zurück und der Bund musste der Stadt das Gelände überlassen. Eine Wohnungsbaugesellschaft erschloss das Gelände und baute Einfamilienhäuser auf die freien Flächen und Eigentumswohnungen in die alten Kasernengebäude. Da sie aber die Kosten falsch kalkuliert hatte, kam es zu erheblichen Problemen und sie musste Insolvenz anmelden. Durch die bessere Kalkulation einer anderen Wohnungsbaugesellschaft konnte eine neue Siedlung in einem anderen Teil der Kaserne gebaut werden. Die dortigen alten Kasernenblocks aus den 30er Jahren wurden zu Eigentumswohnungen umgebaut. 2.1.3 Flensburg – Marinestützpunkt 1980 war der Marinestützpunkt Flensburg eine stark frequentierte Anlaufstelle der Kriegsschiffe der Bundesmarine. Nach der Wiedervereinigung wurde der Flensburger Marinestützpunkt aufgelöst und das Gelände verkauft. Es blieb nur noch die Marine Fernmeldeschule in den alten Kasernenanlagen. Eine zivile Verwertungsgesellschaft baute auf der Mole12 eine Reihenhaussiedlung und Gebäude mit Geschäftsräumen. Direkt neben der Reihenhaussiedlung wurde ein Yachthafen eingerichtet. Auf der einen Seite kann man mit dem Schiff zu seinem Wohnhaus fahren, auf der anderen Seite parkt das eigene Auto. Trotz immenser Preise konnten alle Reihenhäuser verkauft werden. Kriegsschiffe wurden zum Teil verkauft und in Ausflugsdampfer umgebaut. 2.2 Geschichte der Tilly-Kaserne bis 1994 In der Tilly-Kaserne ist man ähnlich vorgegangen wie in Hannover und in Flensburg. Die Umwandlung der Tilly-Kaserne wird nun Schritt für Schritt dargestellt. 1956 bis 1959 erbaut, blickte die Tilly-Kaserne bei ihrer Schließung auf eine erfolgreiche Geschichte als panzerstärkste Heimatschutzbrigade der Bundesrepublik Deutschland zurück. Bis 1990 wurde die Kaserne stetig erweitert und erneuert. Die Kaserne bestand aus acht Unterkunftsgebäuden, Casino, Stabsgebäude, Sanitätsgebäude, Schulungsgebäude, einer Sporthalle mit neu angelegtem Sportplatz, technischen Einrichtungen wie Hallen, Werkstätten, Garagen und einer noch nie benutzten neuen Panzerwaschanlage13. 2.3 Auflösung der Kaserne Hillebrand Christoph vom Bayerischen Staatsministerium schreibt in einer Pressemitteilung vom 29.01.1998, dass in Bayern seit 1990 über 80.000 Soldaten und zivile Beschäftigte der Bundeswehr und der US-Streitkräfte abgezogen wurden. Als am 15.12.1992 bekannt gegeben wurde, dass die Kaserne geschlossen werden sollte, war Neuburg zutiefst bestürzt. Daher machte sich eine Gesandtschaft aus Landrat Keßler, Bürgermeister Huniar, Bürgermeister Schiele (Oberhausen), dem Landtagsabgeordneten Eugen Freiherr von Redwitz und dem Bundestagsabgeordneten Horst Seehofer direkt auf den Weg ins Bundesverteidigungsministerium nach Bonn, um als Fürsprecher für die Kaserne zu werben. Die anfängliche Zuversicht14 wich jedoch schnell einer Resignation15. Trotz zahlreicher Bemühungen gegen eine Reduzierung des Militärs in Neuburg, schafften es Neuburgs Politiker nicht, den Bonner Entscheidungen entgegenzuwirken. Die Tilly-Kaserne wurde am 30. September 1994 geschlossen. Ab diesem Zeitpunkt sprach man über mögliche Nachfolgenutzungen. 2.4 Altlasten „Das Bundes-Bodenschutzgesetz definiert Altlasten als
stillgelegte Abfallbeseitigungsanlagen sowie sonstige Grundstücke, auf denen Abfälle behandelt, gelagert oder abgelagert worden sind (Altablagerungen), und
Grundstücke stillgelegter Anlagen und sonstige Grundstücke, auf denen mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen worden ist (Altstandorte),
durch die schädliche Bodenveränderungen oder sonstige Gefahren für den einzelnen oder die Allgemeinheit hervorgerufen werden.“ Bei militärischen Liegenschaften handelt es sich vorwiegend um abgegrenzte Gebiete - im Fall der Tilly-Kaserne um den Truppenübungsplatz - die unter Altlastenverdacht standen. In der Tilly-Kaserne ging man von drei Fällen aus, bei denen eventuell gefährliche Rückstande im Boden verblieben sein könnten. Zum einen war es die ehemalige Kreidegrube der Firma Hoffmann, die noch vor der Zeit der Mülltrennung als Müllplatz genutzt wurde. Zum anderen war es der Tontauben-Schießstand, bei dem man Bleirückstände vermutete. Ferner befürchtete man grundwasserschädigenden roten Phosphor von den Blendbrand-Handgranaten. Vor dem Hintergrund, dass Grundwasserströme unterhalb der Donau von Bittenbrunn her von Norden nach Süden verlaufen, wurde durch das Bundesverteidigungsministeriums veranlasst, Altlasten zu melden. Daher wurden 1989 durch das Wehrgeologische Institut in Fürstenfeldbruck umfangreiche Bodenproben entnommen und weitere Untersuchungen des Bodens angestellt. Die Nachforschungen ergaben, dass vom Truppenübungsplatz keinerlei Grundwasserbelastung ausging.16 2.5 Panzerwaschanlage 1988, also ein Jahr vor dem Mauerfall, wurde mit dem Bau der Panzerwaschanlage begonnen. Diese Waschanlage war bereits 1983 bei der zuständigen Wehrbereichsverwaltung in München beantragt worden. Damals war das Jägerbataillon in der Tilly-Kaserne mit Schützenpanzern ausgerüstet worden und die vorhandenen Wascheinrichtungen reichten nicht mehr aus. Im Frühjahr 1988 wurde die Bundeswehr von dem Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt aufgefordert, diese Waschanlage zu bauen, damit keine ungeklärten Abwässer in die südliche Frankenalp eingeleitet werden. Gleichzeitig wurde der Bundeswehr mit einer Strafe gedroht. Diese Aufforderung des Wasserwirtschaftsamtes war Grund, dass bereits im Herbst 1988 mit dem Bau der Waschanlage begonnen wurde. Aufgrund des Mauerfalls im November 1989 gab es im Frühjahr 1990, als sich die Wiedervereinigung abzeichnete, für eineinhalb Jahre einen Baustopp. Es wurde damals bekannt, dass die drei Heimatschutzbrigaden der alten Bundeswehr als erste bei einer künftigen Umgliederung aufgelöst werden sollten. Im Herbst 1991 wurde vom Verteidigungsministerium entschieden, dass in die Tilly- Kaserne ein Transportbataillon stationiert wird. Also wurde der Bau der Panzerwaschanlage als Fahrzeugwaschanlage wieder in Gang gesetzt und im Dezember 1992 fertig gestellt.Aber nicht nur die Baumaßnahmen liefen weiter. Auch das Personal wurde umgegliedert. Die Offiziere wurden versetzt. Die Unteroffiziere wurden von Panzersoldaten in Transportsoldaten umgeschult. Man richtete sich ganz auf die neuen Aufgaben ein. Insgesamt wurden 12,5 Millionen DM für den Bau der Panzerwaschanlage ausgegeben. Drei Wochen nach der Fertigstellung im Dezember 1992, wurde bekannt gegeben, dass die Kaserne geschlossen wird. Als Grund für die endgültige Schließung, gab das Verteidigungsministerium an, dass für notwendige infrastrukturelle Maßnahmen keine Haushaltsmittel zur Verfügung stehen. Für die Tankfahrzeuge des Transportbataillons hätten noch drei Rampen mit Ölauffangwannen gebaut werden müssen. Die Panzerwaschanlage der Tilly-Kaserne ist Symbol für die schlechte Planung der Bundeswehrführung und der verantwortlichen Politiker, die zu einer Geldverschwendung unvorstellbaren Ausmaßes in Deutschland geführt hat. Nicht nur in der Tilly-Kaserne in Neuburg, sondern bundesweit wurden an vielen Militärstandorten die Truppenteile aufgelöst, umgegliedert, neu aufgestellt und wieder aufgelöst. 2.6 Vermarktung der Kaserne durch das Bundesvermögensamt Nach der Schließung der Kaserne erwies sich die Vermarktung durch das Bundesvermögensamt als langwierig. Ein schneller Verkauf des Grundstücks sollte einen möglichst hohen Preis erzielen. Der Wert des gesamten Geländes mit der vorhandenen Bausubstanz, hat damals 60 Millionen Mark betragen.17 2.6.1 Fahrsicherheitszentrum und weitere Nachnutzungen Kaufinteressenten fanden sich nicht viele. Neben den Ideen einer Verwaltungsschule18, eines Fußball-Gymnasiums19, eines Resozialisierungszentrums20 und einer Reha- Klinik21 kam als einziger seriöser Kaufinteressent die Agentur Butz, Krämer und Partner aus Unterföhring bei München in Frage22, die ein Fahrsicherheitszentrum auf dem Gelände errichten wollte. Diese Agentur war jedoch nicht an einer Verwertung des Kasernengeländes mit seinen Gebäuden interessiert, sondern lediglich an einem Fahrsicherheitszentrum im südlichen Teil des Geländes. Dafür benötigte sie noch einige Hektar Land vom angrenzenden Standortübungsplatz. Zudem sollte eine Off-Road-Piste auf dem restlichen Übungsplatz eingerichtet werden. 2.6.2 Scheitern dieses Vorhabens Gleichzeitig beantragte aber der Bund Naturschutz Neuburg die Ausweisung des ca. 170 ha großen Standortübungsplatzes zum Naturschutzgebiet. Es liegt deshalb ziemlich nahe, dass zwei so unterschiedliche Interessen auf keinen gemeinsamen Nenner zu bringen sind. Der Bund Naturschutz weigerte sich, der Agentur Land für ihr Vorhaben zu geben, denn schon zu Bundeswehrzeiten sei man verantwortungsvoll mit dem Übungsplatz umgegangen23. Außerdem hätten sich in diesem Bereich vom Aussterben bedrohte Tierarten angesiedelt, die vom angrenzenden Motorlärm wieder verdrängt werden würden24. Da 1997 das Fahrsicherheitszentrum in Mühlhausen bei Augsburg nur ca. 50 km von Neuburg eröffnet wurde, war es für den Neuburger Naturschutzbund umso absurder, dem Bau in Kreut zuzustimmen25.Zumal es auch das oberste Ziel der Stadt Neuburg gewesen ist, das gesamte Kasernengelände sinnvoll zu verwerten, kam der Verkauf an die Agentur Butz, Krämer und Partner nicht zu Stande, denn für das Vorhaben der Agentur war der gesamte Gebäudekomplex der Kaserne unwichtig und wäre somit verfallen. 2.7 Gründung der Tilly-Immobilie Verwertungsgesellschaft mbH Schon im Januar 1994, also bevor die Tilly-Kaserne geschlossen wurde, sprach Landrat Dr. Richard Keßler von der Gründung einer Verwertungsgesellschaft26. Man ließ schon vorab einen Gesellschaftervertrag aufsetzen. Zu diesem Zeitpunkt sollte auch das Areal des Munitionsdepots in Weichering geschlossen werden. Somit wäre die Gemeinde Weichering auch ein Gesellschafter der Firma „Entwicklungs- und Verwertungsgesellschaft für Bundeswehrliegenschaften Neuburg- Schrobenhausen m. b. H.“ geworden27. Im Rahmen dieser Überlegungen besuchten Mitglieder des Kreistages ein Technologie- Zentrum in Freilassing, das ausschließlich die Ansiedlung von Computerindustrie fördert28. Wegen einer skeptischen Haltung von Oberbürgermeisters Huniar wurde dieser Gedanke jedoch fallen gelassen.29 Zwei Jahre später, nachdem die in Punkt 2.6 genannten Konzepte verworfen wurden, lebte die Idee der Gründung einer Verwertungsgesellschaft wieder auf. 2.7.1 Gesellschafter und deren Aufgabe Am 7.03.1997 wurde die „Tilly-Immobilie Verwertungsgesellschaft mbH“ gegründet und mit einer Million Mark Stammkapital ausgestattet30. Die Gesellschafter waren der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen mit 200.000 DM Anteil, die Stadt Neuburg und die Gemeinde Oberhausen mit je 150.000 DM. Außerdem beteiligten sich die Volksbank- Beteiligungs-GmbH mit 150.000 DM, die Raiffeisenbank Oberhausen/Sinning mit 100.000 DM, die vier Bauunternehmer Mayr, Wittmann, Pettmeser, Meiliger mit insgesamt 160.000 DM und Fritz von Phillipp (der ehemalige Besitzer des Geländes) mit 90.000 DM. Geschäftsführerin war Regierungsrätin Anette Lenz. Als Aufgabe stellte sich die Verwertungsgesellschaft „[…] Erwerb, Erschließung, Vermarktung und Verkauf[…]“ des Geländes der ehemaligen Tilly-Kaserne31 an Betriebe und die Ausweisung des benachbarten Truppenübungsplatzes als Naturschutzgebiet32. Wie im Gesellschaftsvertrag festgelegt, wurde „[d]ie Gesellschaft auf zunächst unbestimmte Zeit gegründet.“ Nach Beendigung ihrer Arbeit sollte die Verwertungsgesellschaft sich selbstauflösen. Diese Auflösung wurde in der Gesellschafterversammlung am 30.04.2008 für den 1.05.2008 beschlossen33. 2.7.2 Kauf der ehemaligen Tilly-Kaserne vom Bundesvermögensamt Die Kaufverhandlungen zogen sich nach der Gründung der Verwertungsgesellschaft ca. eineinhalb Jahre hin. In Neuburg beklagte man sich über „unzumutbare Nebenbedingungen“, die der Bund neben dem Kauf stellte34. Schließlich konnte der Kaufvertrag am 5. Juni 1998 unterschrieben werden35. So wechselte die Kaserne für 2,8 Millionen DM den Besitzer. Der Bund stellte die Bedingung, dass bei einer möglichen Wohnbebauung Nachzahlungen in Höhe von 2,8 Millionen gezahlt werden müssten36. 2.8 Umwandlung des Standortübungsplatzes in ein Naturschutzgebiet Nachdem die Untere Naturschutzbehörde Neuburg-Schrobenhausen die Ansiedlung eines Fahrsicherheitszentrums im Bereich des Standortübungsplatzes erfolgreich hatte verhindern können, machte sie es sich zur Hauptaufgabe, das ca.181 ha große Areal als Naturschutzgebiet ausweisen zu lassen. Dieses Gebiet liegt nach § 2 der „Verordnung über das Naturschutzgebiet Kreut, Landkreis Neuburg-Schrobenhausen“ im Oberbayerischen Amtsblatt Nr. 23/2000 „in der Stadt Neuburg a. d. Donau, Gemarkung Feldkirchen und der Gemeinde Oberhausen, Gemarkung Oberhausen“. In Zusammenarbeit der Verwertungsgesellschaft mit der Unteren Naturschutzbehörde wurde der Standortübungsplatz im Dezember 2000 zum Naturschutzgebiet erklärt37. Aufgrund weiterer Bemühungen beider Parteien konnten nur knapp ein Jahr später Orientierungstafeln errichtet werden, die naturinteressierten Spaziergängern Wanderwege zeigen und Hinweise zu bedrohten Tierarten geben. Gleichzeitig diente eine Broschüre mit dem Titel „Natur beobachten – Natur erleben“ mit reichlichen Informationen über die Tier– und Pflanzenwelt des Naturschutzgebietes dem Zweck der Besucherlenkung38. 2.9 B 16 Trasse Ortsumgehung Unterhausen-Oberhausen und Brücke nach Kreut Seit 1980 bemühte man sich in Oberhausen, die Bundesstraße aus der Ortschaft zu verbannen. Dazu ließ sie ein Planfeststellungsverfahren durch die Straßenbaubehörde Ingolstadt einleiten. 1988 erhielt die Gemeinde Oberhausen drei Vorschläge für eine Umgehungsstraße. Von diesen drei Trassen erschien die heutige Ortsumgehung als die sinnvollste. Als 1999 die Planungen für die neue Ortschaft Kreut weit fortgeschritten waren, erhielt Oberhausen den Bescheid, dass das circa 30-Millionen-Mark-Projekt für das Jahr 2001 in den Bundeshaushalt genommen worden war39. Allerdings kamen mit diesem Plan neue Probleme auf. Die Straßenbaubehörde forderte nun entlang der Einfahrt des Tilly Gewerbegebietes und den Parkplätzen vor der Einfahrt nach Oberhausen eine Kriechspur für LKWs zu errichten, um riskante Überholmanöver zu vermeiden, da diese Strecke als besonders unfallfreudig angesehen wird. Die Voraussetzung für eine solche Kriechspur war aber eine Brücke, die die sichere Ein- und Ausfahrt nach Kreut gewährleisten sollte. Da die Gemeinde Oberhausen den Bau einer solchen Brücke nicht bezahlen konnte, bemühte sie sich um eine Südumgehung quer durch das Naturschutzgebiet40. Da das Naturschutzgebiet jedoch nicht überbaut werden darf und es diesem Plan an politischem Rückhalt fehlte, wurde er abgelehnt41. Tatsächlich kann man sagen, dass das Verkehrsaufkommen bei Kreut noch lange nicht so hoch ist, dass eine Brücke für die sichere Ein- und Ausfahrt erforderlich ist. Sollte das Verkehrsvolumen jedoch größer werden, so dass Fahrzeuge aus Kreut nur noch sehr schlecht ein- und ausfahren können, ist es möglich, dass die Straßenbaubehörde den Bau einer Brücke und einer Kriechspur für LKWs festlegt. 2.10 Leistungen der Tilly- Immobilie Verwertungsgesellschaft mbH Nach dem Kauf des rund 28 ha großen Kasernenareals machte sich Geschäftsführerin Annette Lenz daran, einen Flächennutzungsplan zu erstellen. Zunächst plante man, ein reines Gewerbegebiet auf dem Gelände des neu entstandenen „Tilly-Parks“ zu errichten. Mangels Bewerbern konnte dieser Plan jedoch nicht verwirklicht werden. Deshalb beabsichtigte man im östlichen Teil des Geländes ein Wohnbaugebiet zu errichten. Wie die Neuburger Rundschau am 3.05.2008 berichtete, sind 13,3 ha Gewerbe- und Industriefläche, 3,2 ha Wohnbaufläche und 11,5 ha Grün-, Sport- und Verkehrsfläche entstanden. Man investierte in Straßen, Kanal- und Wasserleitungen. Bedeutend höher seien aber die Ausgaben für den Abriss von vier Unterkunftsgebäuden, sowie einer alten Sporthalle und des versiegelten Exerziersplatzes gewesen. 2.10.1 Entstehung des Gründerzentrums Im Mai 2002 wurde im renovierten Stabsgebäude das „Existenzgründerzentrum Neuburg“ eröffnet. Das Existenzgründerzentrum bietet Büroräume für ideenreiche Jungunternehmer im Technologie- und Dienstleistungssektor. Zu einem Preis von 5 Euro pro Quadratmeter können Räume ab einer Größe von 27 qm gemietet werden. Daneben erhalten Existenzgründer Beratung durch Experten sowohl im Gründerstadium als auch im laufenden Geschäftsbetrieb und Unterstützung durch den Förderverein des Gründerzentrums Neuburg – Schrobenhausen42. Mit dem Existenzgründerzentrum wurde in Neuburg die frühere Idee eines Technologiezentrums verwirklicht (siehe Punkt 2.7). 2.10.2 „Kreut“ - Neuer Ortsteil der Gemeinde Oberhausen Zum ersten Mal musste die Untere Naturschutzbehörde in die Arbeit der Verwertungsgesellschaft eingreifen, als sie davon hörte, dass bei den Abrissarbeiten im östlichen Teil des Geländes, dem heutigen Wohnbaugebiet „Am Burgholz“ , circa 2,6 ha Wald ohne Genehmigung gerodet wurden43. In diesem Gebiet sind nach dem Abriss von vier Unterkunftsgebäuden im Sommer 2002 57 Grundstücke entstanden und für den Verkauf freigegeben worden44. Bis zum heutigen Zeitpunkt konnte nur ein Teil der Grundstücke verkauft werden. Insgesamt beherbergt Kreut 46 Einwohner (Stand 3.05.2008 aus Neuburger Rundschau). Die geringe Einwohnerzahl von Kreut lässt sich auf die abgelegene Lage zurückführen. Es gibt im Ort weder Einkaufsmöglichkeiten noch Kinderbetreuungseinrichtungen. Baut eine Familie dort ein Haus, braucht sie mindestens einen Zweitwagen. Andererseits sieht man an der modernen Architektur und an der Größe der Häuser, dass für diese Familien, Geld keine große Rolle spielt. Die Gewerbeansiedlung in Kreut profitiert jedoch von einer guten Verkehrsanbindung. 38 Firmen, die ca. 100 Arbeitsplätze schaffen, fanden dort ihren Standort (Stand 3.05.2008 aus Neuburger Rundschau). An diesem Standort sind sowohl Handwerksbetriebe als auch moderne Dienstleistungsunternehmen, wie z. B. ein Tief- und Straßenbauunternehmen oder ein Computerfachhandel, vertreten 45. In einem der Gebäude befindet sich die EDV-Firma Artner. Der Inhaber dieser Firma lobte in einem Interview mit der Neuburger Rundschau das Platzangebot und sagte überdies, dass seine Firma nicht von einer stark frequentierten Geschäftsstraße abhängig sei46. Das müssen die Firmen in Kreut auch sein, denn nur von Mundpropaganda, lässt sich in dieser Lage keine wirkliche Existenz aufbauen. 3. Résumé und Zukunftsaussichten Insgesamt ist es der Verwertungsgesellschaft in zehn Jahren Arbeit gelungen, Gewerbe anzusiedeln und ein Wohngebiet zu errichten. Dadurch ist die neue Ortschaft Kreut entstanden. Die Konversion ist, wie in Punkt 2.1 erläutert, anderen Städten Deutschlands jedoch besser gelungen als Neuburg. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass der größte Teil Kreuts auf Oberhausener Land liegt und somit auch ein Ortsteil der Gemeinde Oberhausen ist. Da ein Flächentausch mit der Mittelstadt Neuburg für die Oberhausener nicht in Frage kam47, erhielt Oberhausen wenig Unterstützung von der Stadt Neuburg, nicht zuletzt weil die Kommunikation oft scheiterte48. Fakt ist, dass der Verkauf der Grundstücke nicht auf ein befriedigendes Niveau angestiegen ist. Das kann jedoch nicht nur an der gesunkenen Nachfrage nach Bebauungsland liegen49, wie das Beispiel Heinrichsheim zeigt. Dort konnte nämlich vor ein paar Jahren neues Bebauungsland sehr schnell verkauft werden. Trotzdem ist es möglich, dass die Einwohnerzahl von Kreut in den nächsten Jahren wächst. Denn in Anbetracht der Tatsache, dass ein neuer Flächennutzungsplan der Stadt Neuburg eine Westerweiterung am Donauwörther Berg vorsieht50, ist es möglich, dass die Siedlung Kreut an Attraktivität gewinnt. 4. Danksagung Ich möchte mich bei meinen Helfern herzlich bedanken. Ohne sie hätte ich wahrscheinlich ein paar Wochen in Zeitungsarchiven verbracht. Am meisten möchte ich mich aber bei Herrn Weinrich und seiner Frau bedanken, zum einen für ihre Gastfreundschaft und Geduld und zum anderen natürlich für das viele Insider-Wissen. Erst durch ihn ist die Arbeit für mich interessant geworden. Vielen Dank dafür. Julia Bernhard Fußnoten:
net3
net1
net2
Brockhaus, S.701
Krause, Peter, Veräußerung von Flächen des Militärs, in: Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie, 1995, S.58-76
s.o.
Schnelzer H., Neuburg versteckt keine Panzer, in: NR, Nr.190 vom 19.08.1992
Bilder im Anhang S.27 - 31
Kap. 2.2, S.25
vgl. Interview Herr Weinrich
Der letzte Heeressoldat verläßt Neuburg, in NR, Nr. 196 vom 26.08,1994
Eine Mole ist eine Anlegestelle für große Schiffe, welche auch mit Lastkraftwägen befahren werden kann (Information von Herrn Weinrich)
vgl. Anhang S.26
Tilly-Kaserne weiter im Gespräch, in: NR, Nr. 16, 21.01.1993
Was wird aus der Tilly-Kaserne?, in NR, Nr. 110, 14.05.1993
vgl. Interview mit Herrn Weinrich
vgl. Interview mit Herrn Weinrich
Abwarten bis Ausschreibungsende, in NR, Nr.38 vom 15.02.1996
Fußballer-Gymnasium in Neuburg?, in NR
Resozialisierung in der Tilly-Kaserne?, in NR, Nr. vom 5.02.1996
Lichtenstern Ch., Reha-Klinik in der Tilly-Kaserne im Gespräch, in NR, Nr. 158 vom 11.07.1996
Waigel: Tilly-Kaserne wird nicht verschleudert, in NR, Nr. vom 10.08.1996
Brief von Herr Weinrich an Herrn Minister Dr. Goppel (Bayrisches Umweltministerium) vom 12.07.1996
Naturschutz oder doch Arbeitsplätze?, in NR, Nr. vom 18./19.05.1996
vgl. Interview mit Herrn Weinrich
Minister Seehofer verspricht Hilfe, in NR, Nr. 14 vom 19.01.1994
vorab Gesellschaftervertrag
Frey Ch., Technologie-Zentrum für die Tilly-Kaserne?, in NR, Nr. von 1994
Frey Ch., Wer will jetzt die Tilly-Kaserne, in NR, Nr. vom 5.2.1994
Frey Ch., Tilly-Kaserne: Vertreter sind jetzt handelseinig, in NR, Nr. 56 vom 08./09.03.1997
Gesellschaftsvertrag vom 7.03.1997
Erstes Treffen der Tilly-GmbH; Landrat Keßler erhielt Vorsitz, in SOBZ, Nr.90 vom 19./20.04.1997
Gesellschafterversammlung vom 30.04.2008
Tilly-Kaserne: Kauf vorerst gescheitert, in NR, Nr. 31 vom 7.2.1998
Kopie des Kaufvertrages, Notarielle Urkunde, 5.06.1998
Ankauf der Tilly-Kaserne unter Dach und Fach, in SOBZ, Nr. 78, vom 1.04.1998
vgl. Anhang S. 32
vgl. Anhang S. 37
Gute Karten für Umgehung, in NR, Nr. 171 vom 28.07.1999
vgl. Anhang S. 33 - 36
Briefverkehr zwischen Herr Weinrich und Oberregierungsrätin Kettermann-Tröger vom 12.02.2003
Broschüre des Gründerzentrums, vgl. Anhang S. 38; Tilly-Park öffnet Tore für Gründer, in SOB, Nr. 224 vom 28.09.2001
Abräumen im Tillypark bald beendet;Forstamt verlangt Ersatz für die Rodung, in NR, Nr. 64 vom 16.03.2002
Jetzt kann endlich am Burgholz gebaut werden, in NR, Nr.136 vom 15.06.2002
Eigenrecherche in Kreut
Frey Ch., Wandel in alten Militär-Mauern, in NR, Nr. 96 vom 26.04.2000
vgl. Interview mit Herrn Weinrich
Neue Trasse gefährdet Umgehung, in SOB, Nr. 156 vom 10./11. 07.1999
Die Tilly-GmbH wird sich bald auflösen, in DK, Nr. 286 vom 12.12.2005
Siedlung orientiert sich nach Westen, in SOB, Nr. 298 vom 28.12.2000
5. Literatur und Quellenverzeichnis 5.1 Literatur Ehlert W., Krummreich A., Baustelle Bundeswehr, Frankfurt am Main, 2006 Grundmann M, Regionale Konversion, Münster, Hamburg, 1994 Gerl, Thomas, Wohnen auf dem Kasernenhof, in: Bundesbaublatt, 1999, S. 42-45 Krause, Peter, Veräußerung von Flächen des Militärs, in: Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie: Raumbezogene Planung und Geographie, Regensburg, 1995, S.58-76 Wagner K., Einordnung von Konversion als Innen- oder Außenbereich, in: Der Bayerische Bürgermeister, Konversion- Umwandlung militärischer Liegenschaften für die zivile Nutzung 7/8.1995, S.241-267
Zeitung
Datum
Titel
NR, 88
14.04.1992
Transportmittel lösen Panzer demnächst ab
NR, 190
19.08.1992
Schnelzer H., Neuburg versteckt keine Panzer
NR, 16
16 21.01.1993
Tilly-Kaserne bleibt weiter im Gespräch
NR, 110
14.05.1993
Was wird aus der Tilly-Kaserne?
NR, 14
19.01.1994
Frey Ch., Minister Seehofer verspricht Hilfe
NR, 29
05.02.1994
Frey Ch., Wer will jetzt die Tilly-Kaserne?
NR, 196
26.08.1994
Der letzte Heeressoldat verläßt Neuburg
NR
Jahr 94
Oberhausen drängt auf Aufhebung des Bundeswehr-Widerspruches
NR
Jahr 1994
Frey Ch., Technologie-Zentrum für die Tilly-Kaserne?
NR
Jahr 1994
Glatz U., Fußballer-Gymnasium in Neuburg?
NR
Jahr 1994
Frey Ch., Manövergelende soll weg
NR, 261
13.11.1995
Glatz U., Tilly-Kaserne als Naturschutzgebiet genutzt?
NR
Jahr 1995
Frey Ch., Trotz des Wendehalses eine Wende?
NR, 22
27./28.01.1996
Tilly-Kaserne: SPD will „Dampf machen“
NR, 29
05.02.1996
Glatz U., Resozialisierung in der Tilly-Kaserne?
NR, 31
07.02.1996
Albert Schmidt bittet Seehofer um Unterstützung
NR, 38
15.02.1996
Leitmayr M., Abwarten bis Ausschreibungsende
NR, 80
04./05.04.1996
Vier Bewerber für Tilly-Kaserne
NR, 114
18./19. 05.1996
Glatz U., Naturschutz oder doch Arbeitsplätze
NR, 125
01.06.1996
Goppel wartet ab
NR, 158
11.07.1996
Lichtenstern Ch., Reha-Klinik in der Tilly-Kaserne im Gespräch
NR, 159
12.07.1996
Lichtenstern Ch., Keßler: Fußangeln beim Fahrzentrum in Kaserne Lichtenstern Ch., SPD: Kreis soll Weg für Autoclub ebnen
NR, 170
25.07.1996
Frey Ch., Die leere Tilly-Kaserne ist weiter auf dem Markt
NR, 182
08.08.1996
Gerstmayer J., Auto-Zentrum Reha-Klinik oder Natur
NR, 184
10.08.1996
Lichtenstern Ch., Waigel: Tilly-Kaserne wird nicht verschleudert
NR, 229
04.10.1996
Frey Ch., Zwei Firmen wollen die Tilly-Kaserne
NR, 284
09.12.1996
Tilly-Kaserne: Siedlung mit Altenheim und Gewerbe?
NR
Jahr 1996
Naturschützer geben keinen Meter preis
NR, 10
14.01.1997
Bickel M., Für die Tilly-Kaserne gute Zukunft in Sicht
NR, 56
08./09.03.1997
Frey Ch., Tilly-Kaserne: Vertreter sind jetzt handelseinig
SOB, 56
08./09.03.1997
Schwere Geburt Tilly-GmbH geschafft
SOB, 90
19./20.04.1997
Erstes Treffen der Tilly-GmbH; Landrat Keßler erhielt Vorsitz
NR, 115
23.05.1997
Frey Ch., Entscheidende Gespräche über Kauf von Tilly-Kaserne
SOB,164
19./20.07.1997
ADAC-Fahrsicherheitszentrum in der Tilly-Kaserne; Oberhausener Bürgermeister sieht neue Chancen
DK, 228
04./05.10.1997
Abrißkosten verzögern Kauf der Tilly-Kaserne
NR, 31
07.02.1998
Tilly-Kaserne: Kauf vorerst gescheitert
DK, 31
07./08.02.1998
Kein Kauf der Tillykaserne; Verhandlungen stagnieren
SZ, 32
09.02.1998
Pfeffer F., Zündende Ideen für Munitionsdepots gesucht
NR, 76
01.04.1998
Frey Ch., Tilly-Kaserne: Kauf ist perfekt
SOB, 76
01.04.1998
Ankauf der Tillykaserne unter Dach und Fach
SOB, 115
20.05.1998
Potente Mittelstandsbetriebe gesucht; JVA kein Thema für die Tilly-Kaserne
SOB, 230
07.10.1998
Der erste Betrieb zieht fest in die Tillykaserne ein; Landrat sieht Arbeitsmarkt im Kreis als "geräumt"
NR, 189
19.08.1998
Glatz U., Tilly-Gelände scheint begehrt
NR, 195
26.08.1998
Stumpf A., Riesige Stahlkonstruktion auf dem Kasernengelände
NR, 196
27.08.1998
Justizvollzugsanstalt in die Tilly-Kaserne?
SOB, 230
07.10.1998
Der erste Betrieb zieht fest in die Tillykaserne ein; Landrat sieht Arbeitsmarkt im Kreis als "geräumt"
NR, 228
05.10.1998
Städtebaulicher Vorentwurf für Tilly-Kaserne liegt vor
NR, 252
02.11.1998
Tilly-Park stößt auf Skepsis
NR
Jahr 1998
Bald grünes Licht für Tilly-Ranch
NR, 28
04.02.1999
Die Zukunft haust in alten Militär-Gemäuern
NR, 150
03.07.1999
Planung für den neuen Ortsteil Kreut
SOB,156
10./11.07.1999
Neue Trasse gefährdet Umgehung
NR, 171
28.07.1999
Gute Karten für Umgehung
NR
Jahr 1999
Reichl M., Schiele: „Endlich Nägel mit Köpfen“
NR, 217
20.09.1999
Bebauungsplan Kreut macht Fortschritte
NR, 96
26.04.2000
Frey Ch., Wandel in alten Militär-Mauern
NR, 292
19.12.2000
Oberhausen verlagert Bauhof nach Kreut
SOB,293
20.12.2000
Bauhof wird bald nach Kreut verlegt
NR, 298
28.12.2000
Stadt orientiert sich nach Westen
SOB, 82
07./08.04.2001
Gründerzentrum für Tillykaserne
Wochenzeitung,
Neuburg 19.06.2001 Tilly-Park – Das Gewerbegebiet im Grünen NR, 224 28.09.2001 Rinke M., Ein Zentrum für das innovative Potenzial SOB, 224 28.09.2001 Tilly-Park öffnet Tore für Gründer NR Die Natur erleben, aber sorgsam SOB, 286 12.12.2001 In der Tillykaserne wird abgeräumt NR, 03.01.2002 Reichl M., Die letzten Reste von der Tilly-Kaserne Extra 28.02.2002 Aus Kaserne werden moderne Wohnungen SOB, 64 16.03.2002 Abräumen im Tillypark bald beendet; Forstamt verlangt Ersatz für die Rodung DK, 64 16./17.03.2002 Abräumen im Tillypark bald beendet; Forstamt verlangt Ersatz für Rodung NR, 136 15.06.2002 Jetzt kann endlich am Burgholz gebaut werden NR, 139 19.06.2002 Bachmeier U., Bayern will mit Land sparsamer umgehen DK, 286 12.12.2005 Die Tilly-GmbH wird sich bald auflösen NR 03.05.2006 Rinke M., Nervenaufreibendes, spannendes Projekt NR 18.06.2006 Konversion bringt 130 Arbeitsplätze DK 02.05.2008 Tilly-GmbH zieht einen Schlussstrich NR, 103 03.05.2008 Umwandlung der Tilly-Kaserne abgeschlossen 5.2 Archivalien der Kreisstadt Neuburg a. d. Donau Bayerisches Staatsministerium des Inneren, Beckstein: Neue Nutzung militärischer Liegenschaften ist Herausforderung für Staat, Kommunen und private Investoren, 29.01.1998 Broschüre: Natur beobachten – Natur erleben, Landratsamt Neuburg- Schrobenhausen (Hsg.), Neuburg, 2004 Broschüre: Gründerzentrum, Tilly-Immobilie Verwertungsgesellschaft El Naib A., Jüngst W., Schütz E. (Hsg.), Die Bundesrepublik Deutschland bietet zum Kauf an: TILLY-KASERNE Ebe Sibylle, Ebe Johann, Tilly-Kaserne Neuburg a. d. Donau / Oberhausen, Gutachten zur Nachnutzung, 1994 Gesellschaftervertrag, 1993 Gesellschaftsvertrag, 7.03.1997 Gesellschafterversammlung vom 30.04.2008 Kopie des Kaufvertrages, Notarielle Urkunde, 5.06.1998 Lenz A., Presseinformation, Ankauf Tilly-Kaserne gescheitert? , 06.02.1998 Lenz A., Presseinformation, Straßenbauamt verhindert Gewerbeansiedlung im Ortsteil Kreut, 27.01.1999 Lenz A., Presseinformation, Tag der offenen Tür im Gewerbepark Kreut, 04.07.2000 Niederschrift: Öffentliche Sitzung des Stadtrates der Stadt Neuburg an der Donau am 28.01.1997 Presseinformation von der Pressestelle des Landratsamtes ND-SOB, Call-Center in der ehemaligen Tilly-Kaserne; Investieren in innovative Lösungen, 10.03.2000 Presseinformation von der Pressestelle des Landratsamtes ND-SOB, Existenzgründerzentrum Neuburg nimmt Konturen an, (k. A.) Herbst 2001 Verordnung über das Naturschutzgebiet „Kreut“, Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, in: Oberbayerisches Amtsblatt Nr. 23 vom 1.12.2000 , S.155ff 5.3 sonstige Quellen net1: http://www.neuburg-donau.de/unsere_stadt/geschichte/daten/daten.htm aufgerufen am 18.01.2009 net2: http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_t%E2%80%99Serclaes_von_Tilly aufgerufen am 18.01.2009 net3: http://de.wikipedia.org/wiki/Regiment aufgerufen am 18.01.2009 06.04.2008 und 18.04.2008 Gespräch mit Gunter Weinrich (ehem. Standortältester, Mitglied des Naturschutzbundes) Chronik der Tilly-Kaserne, keine offizielle Ausgabe
Neuburg 19.06.2001 Tilly-Park – Das Gewerbegebiet im Grünen NR, 224 28.09.2001 Rinke M., Ein Zentrum für das innovative Potenzial SOB, 224 28.09.2001 Tilly-Park öffnet Tore für Gründer NR Die Natur erleben, aber sorgsam SOB, 286 12.12.2001 In der Tillykaserne wird abgeräumt NR, 03.01.2002 Reichl M., Die letzten Reste von der Tilly-Kaserne Extra 28.02.2002 Aus Kaserne werden moderne Wohnungen SOB, 64 16.03.2002 Abräumen im Tillypark bald beendet; Forstamt verlangt Ersatz für die Rodung DK, 64 16./17.03.2002 Abräumen im Tillypark bald beendet; Forstamt verlangt Ersatz für Rodung NR, 136 15.06.2002 Jetzt kann endlich am Burgholz gebaut werden NR, 139 19.06.2002 Bachmeier U., Bayern will mit Land sparsamer umgehen DK, 286 12.12.2005 Die Tilly-GmbH wird sich bald auflösen NR 03.05.2006 Rinke M., Nervenaufreibendes, spannendes Projekt NR 18.06.2006 Konversion bringt 130 Arbeitsplätze DK 02.05.2008 Tilly-GmbH zieht einen Schlussstrich NR, 103 03.05.2008 Umwandlung der Tilly-Kaserne abgeschlossen 5.2 Archivalien der Kreisstadt Neuburg a. d. Donau Bayerisches Staatsministerium des Inneren, Beckstein: Neue Nutzung militärischer Liegenschaften ist Herausforderung für Staat, Kommunen und private Investoren, 29.01.1998 Broschüre: Natur beobachten – Natur erleben, Landratsamt Neuburg- Schrobenhausen (Hsg.), Neuburg, 2004 Broschüre: Gründerzentrum, Tilly-Immobilie Verwertungsgesellschaft El Naib A., Jüngst W., Schütz E. (Hsg.), Die Bundesrepublik Deutschland bietet zum Kauf an: TILLY-KASERNE Ebe Sibylle, Ebe Johann, Tilly-Kaserne Neuburg a. d. Donau / Oberhausen, Gutachten zur Nachnutzung, 1994 Gesellschaftervertrag, 1993 Gesellschaftsvertrag, 7.03.1997 Gesellschafterversammlung vom 30.04.2008 Kopie des Kaufvertrages, Notarielle Urkunde, 5.06.1998 Lenz A., Presseinformation, Ankauf Tilly-Kaserne gescheitert? , 06.02.1998 Lenz A., Presseinformation, Straßenbauamt verhindert Gewerbeansiedlung im Ortsteil Kreut, 27.01.1999 Lenz A., Presseinformation, Tag der offenen Tür im Gewerbepark Kreut, 04.07.2000 Niederschrift: Öffentliche Sitzung des Stadtrates der Stadt Neuburg an der Donau am 28.01.1997 Presseinformation von der Pressestelle des Landratsamtes ND-SOB, Call-Center in der ehemaligen Tilly-Kaserne; Investieren in innovative Lösungen, 10.03.2000 Presseinformation von der Pressestelle des Landratsamtes ND-SOB, Existenzgründerzentrum Neuburg nimmt Konturen an, (k. A.) Herbst 2001 Verordnung über das Naturschutzgebiet „Kreut“, Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, in: Oberbayerisches Amtsblatt Nr. 23 vom 1.12.2000 , S.155ff 5.3 sonstige Quellen net1: http://www.neuburg-donau.de/unsere_stadt/geschichte/daten/daten.htm aufgerufen am 18.01.2009 net2: http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_t%E2%80%99Serclaes_von_Tilly aufgerufen am 18.01.2009 net3: http://de.wikipedia.org/wiki/Regiment aufgerufen am 18.01.2009 06.04.2008 und 18.04.2008 Gespräch mit Gunter Weinrich (ehem. Standortältester, Mitglied des Naturschutzbundes) Chronik der Tilly-Kaserne, keine offizielle Ausgabe