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Die Tillykaserne
Roland Holzmayr
Die Burgwald- bzw. Tillykaserne und der angrenzende Standortübungsplatz bestanden zwischen 1959 und 1994. Sie lagen überwiegend auf der Gemarkung der Gemeinde Oberhausen und sind deshalb Teil der Ortsgeschichte.
Schon 1952, also während d er heißen Phase der Wiederbewaffnungsdebatte in Deutschland, wandte sich die Stadt Neuburg an die Dienststelle Blank und machte auf die vorhandenenKasernen aufmerksam. Neuburg erlebte schwierige Zeiten und erhoffte sich von einer Stationierung einen wirtschaftlichen Aufschwung. Allerdings war man auch bestrebt, eine erneute und diesmal massive Belegung der Kasernen mit Flüchtlingen zu verhindern. Dieses Ansinnen war erfolglos, aber Neuburg kam so in den Kreis der Städte, die später für eine Stationierung von Bundeswehr-Truppenteilen in Frage kam.1
1954 wurde durch eine Kommission festgestellt, dass die vorhandene Lassigny-Kaserne für eine moderne Armee ungeeignet ist und man forderte einen Neubau.
Im Januar 1956 wurden die Absichten konkret und es begannen die Planungen für einen Kasernenneubau außerhalb der Stadt mit direktem Zugang zu einem Übungsplatz.
Die Bundeswehr forderte ein Gelände, das eine moderne Infanterie- und Grenadierausbildung ermöglichte. Schon während des 2. Weltkrieges bildete die Wehrmacht in der Gegend des Burgwaldberges Infanteristen aus2 und so war es wohl kein Zufall, dass man sich nun ebenfalls für den Bereich Burgwald, Krammetsberg und Schönbühl entschied.
Die Verhandlungen über den Erwerb der erforderlichen Grundstücke waren äußerst schwierig. Letztlich war der Erfolg der Familie von Philipp zu verdanken, die den größten Teil des nötigen Grundes einbrachte, der überwiegend auf Oberhausener Gemarkung lag.3
Leid tragend waren die Bewohner des Weilers Kreut, die zwischen 1958 und 1961 abgesiedelt werden mussten. Die Gebäude wurden von der Bundeswehr teilweise noch für die Ausbildung im Häuserkampf genutzt und die letzten 1970 auf Veranlassung der Standortverwaltung Neuburg durch die Fa. Rucker abgerissen.
Die Gemeinde Oberhausen wurde 1956 mit den Planungen konfrontiert. Die Gemeinde war Eigentümer des Wegenetzes auf dem künftigen Übungsplatz und ein kleiner Teil des
Gemeindewaldes war betroffen. Der Gemeinderat beschloss im August 1956, dass keine Grundstücke verkauft werden sollen und im Februar 1958, dass die Wegerechte insbesondere auf dem Weg von der B16 über Kreut und über die Bahnlinie zum Doferhof erhalten bleiben müssen. Die Einrichtung eines „Militärischen Sicherheitsbereiches“ stand dem natürlich entgegen und letztlich einigte man sich 1959 mit der Bundesvermögensverwaltung und erhielt für die abzutretenden Wege und Gründe einen Ausgleich im Tausch. Dazu erreichte man die Erhaltung des Kreuter Friedhofes.4 Der Kasernenbau: März 1958 Beginn der Erschließung Mai 1958 Beginn Kanalbau vom Krammetsberg bis nach Neuburg Juni 1958 bis November 1959 Tiefbau Oktober 1958 bis Juli 1962 Hochbau Beteiligte Genaralunternehmer: ArGe Berger
Überland AG
Arge Radmer/Deutsche Tiefbau
Dyckerhoff & Wittmann
Hochtief
Rucker
Forster
Holzmann
Sager & Wörner April 1959 Richtfest 28. September 1959 Einzug des Panzergrenadierbataillons 281 Juli 1962 Fertigstellung des letzten Gebäudes Baukosten bis 1962 ca. 17 Millionen DM
dazu ca. 1 Million DM für den Kanalbau Die Namensgebung: Der Wunsch des ersten Kommandeurs des Panzergrenadierbataillons 281, Oberstleutnant von Bernhardi, der neuen Kaserne auf dem Burgwaldberg den Namen „Max-Emanuel-Kaserne“ zu geben, wurde seitens des Stadtrates abgelehnt, nachdem Stadtrat Nebinger die historischen Ereignisse um den „Kriegshelden“ Max-Emanuel aufgezeigt hatte. Aus politischen Gründen entschied sich der Stadtrat auf den unverfänglichen Namen „Burgwaldkaserne“.5 Am 01.12.1964 wurde die Kaserne in Tillkaserne umbenannt. Der Anlass dazu ist nicht mehr bekannt. Der Feldherr Tilly wurde im Dreißigjährigen Krieg 1632 während der Schlacht bei Rain am Lech gegen die Schweden schwer verletzt und über Neuburg nach Ingolstadt verbracht, wo er verstarb. Abb. 1: Das originale Kasernenschild (militärgeschichtliche Sammlung JG 74)
Gemeindewaldes war betroffen. Der Gemeinderat beschloss im August 1956, dass keine Grundstücke verkauft werden sollen und im Februar 1958, dass die Wegerechte insbesondere auf dem Weg von der B16 über Kreut und über die Bahnlinie zum Doferhof erhalten bleiben müssen. Die Einrichtung eines „Militärischen Sicherheitsbereiches“ stand dem natürlich entgegen und letztlich einigte man sich 1959 mit der Bundesvermögensverwaltung und erhielt für die abzutretenden Wege und Gründe einen Ausgleich im Tausch. Dazu erreichte man die Erhaltung des Kreuter Friedhofes.4 Der Kasernenbau: März 1958 Beginn der Erschließung Mai 1958 Beginn Kanalbau vom Krammetsberg bis nach Neuburg Juni 1958 bis November 1959 Tiefbau Oktober 1958 bis Juli 1962 Hochbau Beteiligte Genaralunternehmer: ArGe Berger
Überland AG
Arge Radmer/Deutsche Tiefbau
Dyckerhoff & Wittmann
Hochtief
Rucker
Forster
Holzmann
Sager & Wörner April 1959 Richtfest 28. September 1959 Einzug des Panzergrenadierbataillons 281 Juli 1962 Fertigstellung des letzten Gebäudes Baukosten bis 1962 ca. 17 Millionen DM
dazu ca. 1 Million DM für den Kanalbau Die Namensgebung: Der Wunsch des ersten Kommandeurs des Panzergrenadierbataillons 281, Oberstleutnant von Bernhardi, der neuen Kaserne auf dem Burgwaldberg den Namen „Max-Emanuel-Kaserne“ zu geben, wurde seitens des Stadtrates abgelehnt, nachdem Stadtrat Nebinger die historischen Ereignisse um den „Kriegshelden“ Max-Emanuel aufgezeigt hatte. Aus politischen Gründen entschied sich der Stadtrat auf den unverfänglichen Namen „Burgwaldkaserne“.5 Am 01.12.1964 wurde die Kaserne in Tillkaserne umbenannt. Der Anlass dazu ist nicht mehr bekannt. Der Feldherr Tilly wurde im Dreißigjährigen Krieg 1632 während der Schlacht bei Rain am Lech gegen die Schweden schwer verletzt und über Neuburg nach Ingolstadt verbracht, wo er verstarb. Abb. 1: Das originale Kasernenschild (militärgeschichtliche Sammlung JG 74)
Die Josefskapelle bei der Beutmühle
Ludwig Ried
Die Ulrichs- oder Waldkapelle in Unterhausen
Ludwig Ried
Die Spitlbauernkapelle in Sinning
Ludwig Ried
Die Dorfmüllerkapelle in Sinning
Ludwig Ried
Die St. Josefskapelle im Friedhof Oberhausen
Ludwig Ried
Mit der Errichtung der Josefskapelle hat sich der "Fliegerpfarrer" Walter Hroß im Jahr 2011 einen langjährigen Wunsch erfüllt.
"Ich habe die Kapelle meinem Vater Josef zu Ehren bauen lassen und sie soll seinen Namen tragen. Mein Vater ist im Zweiten Weltkrieg vermisst geblieben."
Pfarrer Hroß ist seit Jahren in der Pfarrgemeinschaft Sinning / Oberhausen / Unterhausen / Dezenacker als Aushilfspriester tätig, hat also hierher eine besondere Beziehung und will im Oberhauser Friedhof auch einmal begraben sein.
Pater Georg, Pfarrer der Gemeinschaft, zelebrierte am 29. Mai 2011 den Weihegottesdienst zusammen mit Pfr. Hroß.
Dessen Name findet sich nirgends auf dem Bauwerk. Sein Kollege sei halt sehr bescheiden, meinte Pater Georg, "aber in Oberhausen werden sich auch kommende Generationen daran erinnern, dass es hier einmal einen Pfarrer Hroß gegeben hat.
Die Hofkapelle beim Stelzhof
Ludwig Ried
Die Kipp
Die Kipp´ im Unterhauser Forst
Roland Holzmayr
Fährt man von der Roten Säule den Waldweg nach Leidling, durchsticht die Straße einen ca. 6 Meter hohen Damm, der links und rechts des Weges aufragt und der nach Osten ca. 450 Meter und nach Westen etwa 250 Meter im Wald zu verfolgen ist.
Manche vermuteten in der Aufschüttung eine Vorläufertrasse der Donautalbahn. Diese wurde aber schon 1874 in Betrieb genommen, während die Aufschüttung in den Landkarten erst nach dem 2. Weltkrieg auftaucht.
Die Entstehung dieses Dammes wurde durch die Wifo (Wirtschaftliche Forschungsgesellschaft) verursacht. Mit dem Bau des Tanklagers ab 1936 mussten Unmengen von Aushub für die unterirdischen Tanks irgendwo deponiert werden. Der Aushub wurde mittels einer Lorenbahn transportiert und im Unterhauser Forst abgekippt. So entstand der Name „die Kipp´“.
Man begann im Osten des Dammes, verlegte bei weiterem Fortschreiten die Gleise auf die Dammhöhe, weil man so leichter abkippen konnte, und trieb so dem Damm weiter nach Westen.
Irgendwann wurde der Leidlinger Weg erreicht. Weil aber noch Mengen von Aushub zu deponieren waren, baute man den Damm über den Weg weiter. Erst nach Beendigung des Abkippens konnten die Gleise abgebaut werden und die Leidlinger legten ihren Weg wieder frei. So entstand der heutige Dammeinschnitt an der Straße.